Ja, Frau Präsidentin, meine Damen und Herren Abgeordneten, liebe Hamburgerinnen und Hamburger. Wenn wir uns in Deutschland umsehen, dann ist es mit Händen zu greifen, was sich da gerade für ein Momentum aufbaut für Olympia in Deutschland. Nach München haben sich jetzt auch die Menschen in Kiel und in Nordrhein-Westfalen mit einem sehr, sehr klaren Votum hinter die deutsche Olympia-Bewerbung gestellt, haben gesagt: "Ja, wir wollen diese großartige Chance für uns nutzen." Und auch in Hamburg sehen viele Menschen diese Chance quer durch die gesamte Stadtgesellschaft. Viele Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, Schulleitungen, Eltern sehen natürlich die Chance für ein besseres Aufwachsen der Kinder in Sport und Bewegung. Viele Vertreterinnen und Vertreter, Institutionen aus dem Inklusionsbereich wie die Evangelische Stiftung Alsterdorf zum Beispiel sehen natürlich, was das bringen kann für Barrierefreiheit, für Teilhabe in unserer Stadt. Praktisch der komplette organisierte Sport, insbesondere der Breitensport, die Vereine sehen ganz deutlich die Riesenchance, zusätzliche Infrastruktur, 170 Millionen alleine zusätzlich für die Trainingsstätten zu all dem, was wir ohnehin machen, aber das kommt eben noch mal obendrauf, Gewinnungen von Ehrenamtlichen, Attraktivität auch von Sportarten, die nicht so im Fokus stehen, und insgesamt der Stellenwert von Sport und Bewegung. Viele kleine, mittlere Betriebe in unserer Stadt und die gesamte Handelskammer und die Handwerkskammer insbesondere sehen die Chance, weil sie auch wissen, wie stark in Paris gerade die lokale Wirtschaft profitiert hat. Viele, die sich für Klimaschutz einsetzen in dieser Stadt, wie Boris Herrmann zum Beispiel, sehen, welche Chancen wir haben, Nachhaltigkeit nach vorne zu bringen und auch eine grünere Stadt zu werden. Wissenschaftscommunity steht sehr deutlich dahinter, weil sie sehen, wie die Science City international ins Schaufenster gestellt wird und was das für uns bringt. Viele Beschäftigte in den Unternehmen wissen, dass es Arbeitsplätze sichern würde. Eine große Mehrheit von jungen Menschen steht dahinter, weil sie wissen, dass es ihre Zukunft ist, um die es geht. Und viele Hamburger freuen sich auch einfach darauf, die Welt hierher einzuladen in ihre Stadt, auf die sie stolz sind. Und zuletzt... Und zuletzt gibt es auch viele, die sagen: "Ja, das wäre mal gut für den Zusammenhalt, für das Miteinander in dieser Stadt," "mal einmal ein großes gemeinsames Projekt voranzutreiben." Und es gibt im Übrigen auch einige, das habe ich jetzt schon mehrfach gehört, die sagen: "Es tut auch einfach mal gut, für etwas zu sein." Und all diese Menschen, die die Zukunft unserer Stadt positiv gestalten wollen, die sich und unserer Stadt das zutrauen, die wollen Sie nicht unterstützen, die wollen Sie nicht unterstützen, aber wir wollen die unterstützen. Und das ist auch kein Wunder, dass gerade diese beiden Fraktionen das nicht unterstützen wollen. Sie... Ja, man kann sich das ja mal anhören, wie ähnlich die Argumente sind. Ja, das wollen Sie nicht hören. Da werden Sie ganz unruhig. Da wollen Sie ganz unruhig an der Stelle. Ja. Ja! Aber es ist doch nicht erstaunlich, dass genau die beiden Fraktionen, die noch nie etwas positiv zur Entwicklung dieser Stadt beigetragen haben, die noch nie für irgendetwas Verantwortung getragen haben in dieser Stadt und die auch keinerlei Ambitionen haben, für die Zukunft Verantwortung positiv zu gestalten, dass Sie dagegen sind. Zu diesem Punkt, Herr Senator, hätte Frau Sudmann eine Nachfrage... Nein, vielen Dank, Frau Sudmann wird sich schon Gehör verschaffen, da bin ich ganz sicher. Nein, die Menschen... Die Menschen... Ja, bleiben Sie ganz ruhig. Die Menschen, die positiv die Stadt gestalten wollen... Also ich glaube, wir haben jetzt fünf oder sechs Sportausschusssitzungen gehabt, wo Sie stundenlang gefragt haben: Es gibt keinen Mangel an Transparenz. Und Sie müssen auch mal akzeptieren, dass wir uns nicht permanent von Ihnen den Diskurs vorgeben lassen. Die Menschen, die positiv das als Chance sehen und die Zukunft der Stadt gestalten wollen, die haben recht mit ihrer Überzeugung. Und das zeigt auch der Blick auf die anderen erfolgreichen Olympia-Städte. Gerade München zeigt uns das, aber auch viele andere, die sich immer wieder bewerben. Und es ist doch nicht so, dass die Landkarte international voll ist von Städten, die ins Elend gefallen sind, riesige Haushaltslöcher haben, denen es schlecht geht, weil sie mal Olympia veranstaltet haben. Das ist eine Desinformation, das sind Fake News, die Sie verbreiten. Es stimmt einfach nicht. Es stimmt einfach nicht! Und jetzt schauen Sie sich das... schauen Sie sich Paris an. Anne Hidalgo, eine sozialistische Bürgermeisterin, ursprünglich harte Olympia-Gegnerin, hat verstanden, was das für Möglichkeiten für ihre Stadt bringt. Und sie hat diese Chance genutzt. Und Frau Imhof hat es eben gesagt, man kann jetzt in der Seine wieder schwimmen. Die Metro wurde ausgebaut. Sie haben Schwimmbäder gebaut in Stadtteilen, wo vorher fast kein Kind schwimmen konnte, jetzt aber schon. Und all das hat Paris mit finanziellen Mitteln geleistet, die es alleine nie hätte aufbringen können. Sie können diesen Fortschritt in Paris sehen. Was Paris aber übrigens nicht hat, sind Haushaltslöcher, Schulden, Kürzungen, Einsparen. Das können Sie nicht sehen in Paris! Warum... - Und wenn Sie... - Herr Senator, Verzeihung, Herr Stoop würde... - Nein, die Unterbrechungen reichen mir so schon. Vielen Dank. - Gut. Und wenn Sie das alles sehen, wenn Sie das alles sehen, dann müssen Sie sich doch fragen, warum soll ausgerechnet Hamburg das nicht gelingen? Wenn Sie doch jetzt schon sehen, wie allein die bisherige Bewerbung schon zusätzliche Kräfte freigesetzt hat. Fünf Wochenstunden Sport im Ganztag würden wir ohne die Bewerbung nicht diskutieren. Zusätzliche... Können Sie mal aufhören, permanent reinzuschreien? Ganz ehrlich, Sie kommen doch noch genug dran. Dass Sie nicht genug wahrnehmbar sind, da hat hier keiner Sorge, wirklich. Also es wäre schön, wenn ich das einmal hier im Stück ausführen könnte, ohne dass Sie reinschreien. Gerade jemand, der immer um Stil in der Debatte bemüht ist. So. Wir würden über die fünf Wochenstunden Sport im Ganztag, Bewegung im Ganztag doch gar nicht sprechen. Die zusätzlichen Anstrengungen zum Schwimmenlernen, die Schwimmbadgutscheine, die wir an 19.000 Erstklässler jetzt schon verteilt haben, weil Sie fragen: "Wann fängt das an?" Ja, das hat jetzt schon angefangen. Das Ziel, barriereärmste Stadt Deutschlands zu werden, das Olympische Band, ein neuer Grünzug, einmal quer durch die Stadt, das sind alles Themen, die hat doch niemand... Nicht mal Sie haben das vorher gefordert! Das sind zusätzliche Impulse, die entstehen durch Olympia. Und ich verstehe auch gar nicht, ich verstehe gar nicht, warum Sie eigentlich Zweifel daran haben, dass Olympia zusätzliche Kräfte freisetzt. Bei Ihnen funktioniert es doch auch. Ja, und wir wissen, das ist ja richtig, wir wissen natürlich, dass es diejenigen gibt, die Zweifel haben und die sich fragen: "Klappt das mit der Finanzierung? Funktioniert das?" "Und klappt das, ohne dass irgendwo anders Geld fehlt?" Und deswegen ist es wichtig, dass wir uns damit so intensiv beschäftigt haben wie keine andere Bewerberstadt Und dass wir sehr umfangreich dazu gerechnet haben, das auch vorgelegt haben, dazu auch in endlosen Kleinen und Großen Anfragen auch Fragen beantwortet haben, und dass wir deshalb eben jetzt sagen können: Ja, das geht auf. Übrigens, was Sie machen, Sie belügen die Leute, indem Sie sagen: "6 Milliarden Kosten, davon können doch stattdessen 14 Jahre Schulessen bezahlt werden," "Sporthallen, Schwimmhallen bezahlt werden." Sie verschweigen komplett die Einnahmen durch Olympia und tun so, als würde dieses Geld zur Verfügung stehen, um es irgendwie in der Stadt zu verteilen. Das ist gelogen, und das wissen Sie auch. Abgesehen von der Erinnerung an den parlamentarischen Sprachgebrauch, hätte Frau Sudmann noch mal den Versuch mit der Zwischenfrage. Habe ich wahrgenommen. Vielen Dank. Ich bin sicher, wir bleiben im Austausch, ja? So. Die... Ja, es ist mühsam hier. Die Investitionen gehen im Investitionshaushalt auf. Und den Positionen, die noch unsicher sind auf der Kostenseite, stehen wesentlich höhere, noch nicht bezifferbare Einnahmepositionen gegenüber. Und natürlich, das ist ja richtig, gibt es bei allem, was in der Zukunft liegt, immer auch Risiken. Aber die Chancen überwiegen eben bei Weitem. Und es gibt eben keinen Grund zur Angst. Ich mein, die Essenz Ihrer Argumente ist Angst. Sie machen und Sie machen den Menschen Angst. Das ist Ihr politisches Geschäftsmodell: Sie machen Angst. Und diesen Grund für Angst gibt es nicht. Hamburg war noch nie eine Stadt, die Angst vor der Zukunft hatte. Wenn unsere Vorgänger, Vorgängerinnen Angst vor der Zukunft gehabt hätten, dann wäre Hamburg nicht diese großartige, starke Stadt geworden, die sie heute ist. Zukunft wird aus Mut gemacht, nicht aus Angst. Und wer sich nichts Großes zutraut, dem wird auch nichts Großes gelingen. Gelsenkirchen traut sich das zu, München schon lange. Kiel traut sich das zu. Köln traut sich das zu. Düsseldorf, Bochum, Duisburg, Leverkusen, Mönchengladbach, Krefeld, Recklinghausen, Wuppertal traut sich das zu. Alle trauen sich das zu mit überwältigenden Mehrheiten. Nur Hamburg soll sich das nicht zutrauen? Wie klein wollen Sie unsere Stadt eigentlich noch machen? Ausgerechnet Hamburg, eine der wirtschaftlich und finanziell stärksten Städte dieses Landes, wo die Infrastruktur, die Sportbegeisterung, die Internationalität zum Teil wesentlich weiter entwickelt sind als in all den Städte, die jetzt zum Teil mit Dreiviertelmehrheit Ja gesagt haben. Die zweitgrößte und die schönste deutsche Stadt – ausgerechnet in Hamburg soll das nicht gelingen? Nein, ich habe großes Zutrauen in unsere Stadt und die Menschen, und darum... Es geht nicht um den Senat. Ich mein, Sie gehen offenbar davon aus, dass dieser Senat auch noch 2040 regiert. Das kann ja sein. Aber in Wahrheit wissen wir, in Wahrheit wissen wir doch nicht, wer für die Durchführung dann am Ende politisch Verantwortung trägt. und auf dem Weg dahin, das weiß kein Mensch. Es geht deshalb um das Vertrauen in die Stadt, in die Menschen. Und wir haben dieses Vertrauen deshalb bis zum 31. Mai. Ja zu Olympia, Ja zur Zukunft, Ja zu Hamburg! Vielen Dank.