Antje Müller-Möller
Sehr geehrter Herr Präsident Trepoll, liebe Hamburgerinnen, liebe Hamburger! Zunächst möchte ich mich einmal an Die Linke wenden: Ich habe Ihnen bis jetzt... Ich bin fast nie mit Ihnen politisch einer Meinung, aber ich habe eigentlich Ihnen immer zugute gehalten, dass Sie mit viel Engagement, Ehrlichkeit und Enthusiasmus zur Bevölkerung sprechen. Wenn man sich aber die Website Ihrer Initiative anguckt, dann ist dort zu lesen über die Volksabstimmungen in NRW und in Kiel: "Demokratiespektakel für Olympia." Das, finde ich, ist ein starkes Stück, wie Sie die Demokratie und die demokratischen Prozesse hier diskreditieren. Und wenn man dann weiter guckt: Sie nehmen alles auseinander, jede Zeile des Finanzkonzepts. Sie schreiben Anfragen über Anfragen und fragen und fragen. Und auf der Seite der Ihnen nahestehenden Initiative suggerieren Sie, ich zitiere hier: "Es gibt mit Olympia keine Priorität auf nachhaltige Stadtentwicklung." Die Gefährdung der Umsetzung des Klimaentscheides käme mit einem Ja für Olympia. Das ist alles ausgemachter Quatsch! Und ich sage nur, Stichwort "Muffi" und schlechtmachen, lassen Sie uns das umdrehen und gucken, wohin das Geld denn nach Finanzkonzept wirklich fließt. Und wenn Sie alles nicht glauben, was der Senat macht, dann haben wir hier auch die Basis der Zusammenarbeit verloren. Also: 338 Millionen für Legacy-Projekte, 247 Millionen in die Verkehrsinfrastruktur, 167 Millionen in Breitensportstätten, 51 Millionen in Wettkampfstätten und auch knapp 350 Millionen für Unvorhergesehenes. Auch da ist das Konzept solide. - Und ich würde... <i>- Sicherheitskosten?</i> Die Sicherheitskosten: Wenn Sie die Sicherheitskosten anführen, dann hätten Sie auch die fiskalischen Rückflüsse mal mit in Betracht ziehen sollen. Die finde ich da nicht! Also, Hamburg... Wir gewinnen alle mit den Olympischen Spielen. Hamburg kann gewinnen – an Sportinfrastruktur, an Barrierefreiheit, an Mobilität. Und diese Chance, die sollten wir uns geben. Hamburg ist eine Stadt, die eine gute Gastgeberin sein kann für die vielen Menschen, die fünf Milliarden Menschen, die interessiert sind an Olympia. Die haben nämlich mit den Füßen und mit den Augen abgestimmt für Olympia, bevor sie das weiter schlechtmachen. Eine Stadt, die zeigen kann, wie moderne, nachhaltige und wirtschaftlich vernünftig geplante Spiele aussehen könnten – das können wir in Hamburg machen. Und deshalb sage ich Ja zu Olympia, Ja zu den Investitionen, die nachhaltig bleiben. Rückenwind für Hamburg durch Olympia! Vielen Dank.
