Ralf Niedmers
Meine sehr verehrte Frau Präsidentin, meine Damen, meine Herren. Eins haben doch die Debattenbeiträge von Frau Sudmann und Herrn Wolter klar gezeigt: Inhaltlich ist Die Linke total blank. Das Einzige, was sie noch kann, ist "Neinhorn". Das ist aber auch alles. Hamburg steht unmittelbar vor einem historischen Moment: Wir haben die Chance für alle Hamburger, die Olympischen und Paralympischen Spiele an die Alster und an die Elbe zu holen. Und wir haben ein klares Signal der Hamburgerinnen und Hamburger in den jüngsten Tagen und auch in der jüngsten Umfrage erfahren. Rund 60 Prozent sagen Ja zur Hamburger Olympia-Bewerbung. Das ist ein wirklich starkes Signal, aber wir dürfen uns darauf eben auch nicht ausruhen. Denn Olympia ist mehr als ein Sportereignis, zwei Drittel erwarten einen positiven Imageschub für Hamburg, und mehr als die Hälfte der Befragten sieht Olympia als Chance, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Hamburg zu steigern. Und wir stehen nicht allein. Am vergangenen Wochenende haben die Kieler mit ordentlichen 64 Prozent zugestimmt und damit auch ein wirksames Zeichen gesetzt. In Nordrhein-Westfalen, wir hörten es vorhin schon, liegt in vielen Städten die Zustimmung sogar über 70 Prozent. Wie schön ist das denn bitte? Und das ist auch ein Maßstab, an dem wir uns in Hamburg orientieren müssen. Hamburg darf hier aber nicht zurückfallen, denn Hamburg ist bereit, das Finanz... - Bitte. - Frau Sudmann, wir haben hier drei Minuten Redezeit, und üblicherweise unterbreche ich den Redner nicht in der ersten Minute, wenn hier nicht was ganz Dringendes dran ist. Und jetzt haben Sie für eine Unterbrechung gesorgt, deswegen frage ich jetzt Herr Niedmers, ob Sie eine Zwischenfrage zulassen. Ja, Frau Sudmann ist ja in einer schwierigen Situation. Und deswegen wird sie gleich die Möglichkeit haben, sich noch mal für drei Minuten zu melden, und uns mit Ihren intellektuellen Ideen bereichern können. Also legen Sie später noch mal los und erzählen Sie uns, was Sie uns dann zu erzählen haben, wenn Sie eine Wortmeldung gemacht haben. Gut, das hätten wir jetzt auch abgefrühstückt, das Thema, denn wir kommen zu einem wesentlichen anderen Punkt. Ich möchte noch mal aufs Finanzkonzept eingehen. Cem, komm, bleib locker! Ich... Das Finanzkonzept ist ja inzwischen vier Mal geprüft worden. Das reicht aber der Linken nicht. Da kann man dann auch sagen, wie im Eingabenausschuss, "nicht abhilfefähig". Es ist solide, realistisch und verantwortungsvoll. Und die Durchführungskosten, wir haben darüber bereits auch gesprochen, liegen ungefähr bei 4,8 Milliarden, die Einnahmen bei 4,9. Und wer rechnen kann, weiß, was am Ende möglicherweise überbleiben wird, also ein leichter Überschuss. Olympia bedeutet aber auch für Hamburg internationale Sichtbarkeit als weltoffene Metropole. Für mich und für die CDU als Verfechter der freien Marktwirtschaft und sozialen Marktwirtschaft besonders wichtig: Impulse für Wirtschaft, Tourismus und viele, viele neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Ein gemeinsames Erlebnis, das unsere Stadt und die Bürgerinnen und Bürger näher zusammenbringen wird. Also lasst mehr Herz auf die Bühne! Es ist eine Chance für die Sportinfrastruktur und auch für den bezirklichen Sportstättenbau. Da wird man sich auch noch mal deutlich dynamisieren. Und das nützt am Ende allen Sportlerinnen und Sportlern. Der nächste Schritt ist also klar: Am 22. April, also heute, werden die Wahlunterlagen versandt. Wir müssen nun alle Werbung machen. Jetzt beginnt die sogenannte heiße Phase des Olympia-Wahlkampfes. Ich hatte gar nicht gedacht, dass wir mal wieder einen kleinen Wahlkampf zwischendurch einschieben. Das machen wir jetzt. Und wir machen's mit Begeisterung. Und am 31. Mai liegt dann die Entscheidung bei der Hamburger Stadtgesellschaft, also bei den Hamburgerinnen und Hamburgern. Und ich sag allen Damen und Herren Ü80: Wenn ihr noch nicht ganz so überzeugt seid, dann macht's für eure Enkel. Sie werden euch dankbar sein eines Tages. Und die Hamburger Stadtgesellschaft hat nun die Chance, die Zukunft Hamburgs aktiv mitzugestalten. Und ich kann uns alle nur bitten, nutzen wir diese Chance gemeinsam. Wir können es schaffen!
