Arne Platzbecker
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn man sich umschaut, was andere Städte so im Bereich nachhaltiger Tourismus so machen, dann stößt man auf ganz unterschiedliche Ansätze. In Berlin – haben Sie vielleicht mitbekommen – wird gerade darüber diskutiert, dass Touristinnen und Touristen für Gutscheine Müll sammeln sollen. Da sage ich ganz ehrlich, von meiner Warte aus... Vielleicht ist es in Berlin nötig, mehr als noch bei uns. Aber für mich ist das auch noch ein bisschen kreativ, aber für meinen Urlaub kann ich mir das weniger vorstellen. Sie können sich ja gleich melden. Aber für meinen Urlaub kann ich mir das weniger vorstellen. Und ich glaube, das geht den meisten hier auch so. Und Hamburg kann das ganze Thema größer denken, nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit einem einfachen Gedanken: Wer im Urlaub nachhaltiger unterwegs ist, der sollte davon auch profitieren. Denn wer mit der Bahn anreist statt mit dem Flieger oder vor Ort das Fahrrad nimmt statt des Autos. Wer auch mal ein Museum in Barmbek besucht statt immer nur die Klassiker, der soll etwas zurückbekommen, liebe Kolleginnen und Kollegen. Und vielleicht, dass Klimaschutz aus der Mode ist, wird ja gerne und schnell behauptet. Aber ich finde, genau das Gegenteil ist der Fall. Es ist vielleicht nicht mehr ganz so laut, aber es ist nach wie vor ein Thema für ganz, ganz viele Menschen. Das hat Hamburg gerade selbst gezeigt. Am vergangenen Samstag kamen über 15.000 Menschen zum Jungfernstieg. Erwartet wurde weniger als die Hälfte. Das ist eben kein Nischenthema. Es ist in der Mitte unserer Stadt angekommen. Und vielleicht können wir mit diesem Tourismusantrag auch endlich mal Die Linke überzeugen, dass Tourismus kein Teufel ist, der hier reinkommt, sondern unserer Stadt wirklich nachhaltig hilft. Und ein Blick... Und ein Blick nach Kopenhagen zeigt, es kann eben funktionieren. Im ersten Sommer – das hatte der Kollege Lorenzen schon gesagt – ist die Nutzung von Fahrrädern deutlich gestiegen. Im zweiten Jahr hatte sich die Nutzung der App bereits verdoppelt. Und viele Besucherinnen und Besucher nehmen dieses Verhalten sogar mit nach Hause. Und das ist eben kein Greenwashing, das ist Wirkung. Und die Realität ist, viele Menschen wollen einfach bewusster reisen. Das haben Sie sich vielleicht auch schon öfter gefragt, aber am Ende entscheidet eben leider und gerade in den heutigen Zeiten der Preis. Und genau hier setzen wir an. Das "Hamburger Abendblatt" titelte übrigens: "Günstig speist, wer nachhaltig reist." Ich finde, das bringt die Idee ziemlich gut auf den Punkt. "HamburgPay" ist kein fertiges System, sondern ein Prüfauftrag. Wie können wir Anreize so gestalten, dass nachhaltige Entscheidungen für alle einfacher werden? Und das ist ja ein Auftrag, den wir sowieso in allen Politikfeldern haben. Und für die Gäste, für die Betriebe, für die Stadt wichtig dabei, einfach digital, praxistauglich, kein Bürokratiemonster. Dominik, das hattest du eben schon gesagt. Darum geht es uns auch. Sondern es muss darum gehen, die bessere Entscheidung für die Touristinnen und Touristen ein Stück leichter zu machen. Das ist ein sinnvoller Schritt für Hamburg. Und deswegen bitte ich um eure, um Ihre Zustimmung. Danke.
