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Karen Pein

Senatorin 3:00 min Sitzungen 23/22

Vielen Dank, Frau Vorsitzende. Ich wollte gerne einmal ganz kurz auf einige genannte Aspekte eingehen, insbesondere den von Ihnen, Herr Grutzeck. Sie hatten die Beteiligung von privaten Wohnungsunternehmen angesprochen. Und ich würde gerne noch mal einordnen, dass wir über zwei unterschiedliche Dinge sprechen. Also, im Moment geht es um diese Modellprojekte, da komme ich gleich drauf. Wir haben aber natürlich auch eine grundlegende Strategie über LeNa, und wir haben eine gesamtstädtische Analyse in den letzten zwei Jahren erarbeitet, wo wir geguckt haben: Wo wohnen die älteren Menschen? Wo haben wir welche Pflegeangebote? Wo können wir tatsächlich solche Clusterquartiere erstellen? Wir haben fünf LeNa-Projekte der SAGA und wir haben bereits 15 analoge Projekte, die über Private laufen. Also private Wohnungsanbieter mit barrierefreiem Wohnraum, im Kontext, im Verbund mit Pflegeangeboten, die man sich dazu buchen kann. Das heißt, es gibt schon 15 solcher privater Akteure. Und wir haben 17 Fokusräume über die gesamte Stadt eruiert, in denen wir jetzt – das macht das Forum Quartiere unter der Federführung des Bezirksamts Nord – sukzessive durchgehen, wie wir diese Fokusräume so aufstellen können, dass dort eine Pflege im eigenen Zuhause möglich ist. Das ist ein, finde ich, sehr konzentrierter struktureller Ansatz. Der Anspruch, vollflächig über die gesamte Stadt zu agieren, der läuft fehl, weil wir gar nicht die notwendigen... Man braucht eine bestimmte Dichte oder Anzahl auch an Personen, die diese Pflegeleistungen abnehmen, damit das überhaupt in sich wirtschaftlich ein tragfähiges System sein kann. Das ist der grundlegende Ansatz. Und jetzt gibt es unterschiedliche Modellprojekte, mit denen auch Dinge ausprobiert werden. Und das Besondere an diesen Modellprojekten ist, dass es jetzt gelungen ist, über den Paragrafen 123 Sozialgesetzbuch XI auch die Pflegekassen in die Finanzierung reinzuholen. Und gemeinsam in diesen Modellprojekten wird jetzt geguckt, wo ist der beste Ansatz, um dieses Geld möglichst wirksam anzuwenden? Und ein Ansatz ist zum Beispiel: Wir wissen, dass in diesen Quartieren, wo wir den Wohnraum für diese älteren Menschen haben und auch die Anbieter von Pflege, dass das größte Problem ist, eine 24-Stunden-Rufbereitschaft zu haben. Und jetzt haben wir zum Beispiel... finanzieren wir jetzt in einem Modellprojekt einen Koordinator, der versucht, die Pflegeanbieter so zu koordinieren, dass es möglich wird, dass die sich abwechseln, und dadurch eine 24/7-Pflege auch möglich wird. Das ist zum Beispiel ein Ansatz. Ob sich das dann verstetigt oder ob man das nur einmal braucht, bis diese Quartiere, bis diese Dienstleister sich so organisiert haben, das werden wir dann sehen. Das wollte ich noch einmal dazu beitragen. Vielen Dank.

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