Dennis Thering
Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren. Die Linke hat heute die Aktuelle Stunde unter dem Motto "NEIN zu Olympia" angemeldet. Ein Motto, das so tut, als sei jede Debatte überflüssig und als läge die Wahrheit schon fest auf dem Tisch. Als wären Chancen, Perspektiven und Impulse für unsere Stadt grundsätzlich verdächtig, ganz egal worum es geht. Und ganz ehrlich, meine Damen und Herren, man kann inzwischen nur noch den Kopf über diese Linke-Fraktion schütteln. Wie rückwärtsgewandt und ewiggestrig Sie heute wieder auftreten, das ist wirklich mehr als peinlich, Frau Sudmann. Denn ausgerechnet diejenigen, die sonst für nahezu jedes gesellschaftliche Anliegen mehr Geld, mehr Programme und mehr staatliche Mittel fordern, völlig unabhängig davon, wie das finanziert werden soll oder am Ende gemacht werden soll, erklären beim größten Sportereignis dieser Welt: "Nein, dabei sein ist nicht drin." Und man fragt sich an dieser Stelle schon sehr deutlich, liebe Kolleginnen und Kollegen von den Linken: Was hat Die Linke eigentlich gegen Begeisterung? Was haben Sie gegen Fortschritt? Was haben Sie gegen Innovation? Und was haben sie gegen den Sport, meine Damen und Herren? Und viele Menschen in der Stadt fragen sich, was man gegen ein gemeinsames Projekt, das Menschen verbindet, das Barrieren abbaut, das unsere Stadt international sichtbar macht, was man dagegen haben kann, wenn man demokratische Spiele hier bei uns in Hamburg ausrichtet. Und Deutschland, meine Damen und Herren, und das ist das Gute daran und da können Sie hier noch so viel mosern und meckern, Deutschland wird sich um die Olympischen und Paralympischen Spiele bewerben. So viel steht fest, daran kann zum Glück auch Die Linke nichts mehr ändern. Die einzige offene Frage, die hier und heute und am 31. Mai beantwortet wird, mit welcher Stadt wir uns für die Olympischen und Paralympischen Spiele bewerben. Und da stellt sich die Frage: Gehen die Spiele nach München, gehen sie nach NRW, gehen sie nach Berlin oder landen sie hier bei uns in Hamburg? Und wir sind hier sehr klar in der politischen, demokratischen Mitte, meine Damen und Herren: Diese Spiele sollen hier bei uns in Hamburg ausgetragen werden und nirgendwo anders! Hier bei uns in Hamburg in einer Stadt, die die Chance hat, sich ganz neu zu erfinden, die die Chance hat, auf eine moderne Infrastruktur, auf Barrierefreiheit, auf nachhaltige Mobilität und auf ein ganz neues Selbstbewusstsein. Und genau darüber und über nichts anderes entscheiden die Hamburgerinnen und Hamburger am 31. Mai. Darüber entscheiden zum Glück nicht Sie, sondern die Menschen in unserer Stadt. Und deshalb habe ich das in meiner Rede vor zwei Wochen schon mal zum Ausdruck gebracht. Aber ich wiederhole das heute sehr gerne noch mal in der Hoffnung, dass Sie irgendwann auch verstehen, welch großes Potenzial in diesen Spielen steckt. Wer Hamburg stärken will, meine Damen und Herren, wer Zukunft gestalten will und wer an die Kraft des Sports glaubt, der sagt am 31. Mai mit voller Entschlossenheit und Überzeugung Ja zu Olympia, meine Damen und Herren, Ja zu einer Chance, die nur alle paar Jahrzehnte sich auftut, Ja zu einem Projekt, das weit über zwei Wochen Sport hinausreicht, Ja zu einer Idee, die unsere Stadt zusammenbringen kann. Und Ja zu einer Zukunftsperspektive, die Hamburg für viele Jahrzehnte Bekanntheit, Fortschritt und Wohlstand bringt. Das ist es doch, worum es geht. Und das ist das, wovon die Hamburgerinnen und Hamburger ganz unmittelbar profitieren, und zwar heute, morgen und auch übermorgen, meine Damen und Herren. Und deshalb gehören die Olympischen und Paralympischen Spiele genau hier in unserer Heimatstadt, meine Damen und Herren. Und die Wahrheit ist doch auch, bei allen Versprechungen, die Sie den Menschen immer machen, muss dieses Geld am Ende des Tages ja auch erwirtschaftet werden. Und dafür braucht es Innovation, Investition, dafür braucht es Wachstum und dafür braucht es vor allem auch eine prosperierende Wirtschaft in unserer Stadt, meine Damen und Herren. Aber die bekommen Sie nicht durch Stillstand, Rückschritt und schlechte Laune, so wie Linke und AfD die hier häufig an den Tag legen. Die bekommen Sie durch Fortschritt, die bekommen Sie durch Dynamik, die bekommen Sie durch gute Ideen, und genau dafür steht Olympia. Und deshalb sagen wir auch sehr überzeugt Ja zu Olympia, meine Damen und Herren. Und Hamburg hat auch schon oft bewiesen, dass es Mut hat, große Projekte zu stemmen, und dass es nicht im Nein verharrt, sondern im Ja gestaltet. Und lassen wir uns diese Chance gemeinsam nicht nehmen, nicht von Angst, nicht von Misstrauen und schon gar nicht von einer Haltung, die reflexartig Nein sagt, dort, wo Hamburg ein mutiges Ja verdient hat. Und am 31. Mai haben die Hamburgerinnen und Hamburger das Wort. Und ich bin fest davon überzeugt: Hamburg kann Olympia, Hamburg will Olympia und Hamburg wird Olympia. Und deshalb lassen Sie uns die nächsten Wochen gemeinsam dafür kämpfen, dass wir hier 2036, 2040 oder 2044 die besten Spiele aller Zeiten ausrichten können. Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
