Hansjörg Schmidt
Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen. Lieber Sascha Greshake, dass, wenn auf nationaler Ebene eine Rechenzentrumsstrategie diskutiert wird, dass man dann auch nach Hamburg guckt, ist doch selbstverständlich. Und dass, wenn die CDU dann das Thema aufruft, dass wir uns dann da auch ernsthaft mit auseinandernehmen... auseinandersetzen, und zwar in konstruktiver Art und Weise, ist doch selbstverständlich, weil das, was Sie in Ihrem Antrag schreiben, ist ja auch nicht verkehrt. Also, es ist ein wichtiges Thema, da sind wir uns einig. Es geht darum, dass wir hier in Hamburg etwas machen, auch da sind wir uns einig. Man muss dann nur eben genau einmal hinschauen, wo auch die tatsächlichen Probleme sind und die Herausforderungen bei dem Thema. Wir haben hier mehrere Zielkonflikte. Wir reden über durchaus flächenintensive Themen. Wir reden insbesondere über das Thema Strom. Man rechnet ja nicht ohne Grund Rechenzentrumskapazitäten in Megawatt und nicht in Anzahl der CPUs oder RAM oder sonst was, was man zu Hause mit seinem Computer macht, sondern man redet eben in Megawatt oder teilweise in Gigawatt. Das heißt, man sieht schon von vornherein, die Leistung wird in Strom gerechnet. Und da haben wir natürlich in einem sehr verdichteten Bereich wie Hamburg natürlich Themen, was die Stromkapazitäten betrifft. Es geht nicht um Wind und Sonne, sondern es geht schlichtweg um die Steckdose, lieber Herr Nockemann, auch bei Ihnen zu Hause kommt der Strom aus der Steckdose, und im Rechenzentrum ist die Steckdose halt ein bisschen größer. Vielleicht sollten Sie Ihren Hauptrechner auch öfter mal anschließen, das würde nämlich dem Nachdenken helfen, Herr Nockemann. Also, am Ende des Tages ist es ein Thema, das man auf nationaler Ebene sich anschauen muss. Deswegen gibt es die nationale Rechenzentrumsstrategie. Und wir sind der Meinung, es muss nämlich eben auch in der Metropolregion angucken, weil das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Meinen Kunden ist es am Ende des Tages egal, ob das in Hamburg, in Lübeck oder in Mecklenburg oder sonst wo steht. Denen ist es wichtig, dass das in Deutschland gehostet ist. So. Und da geht dann das mit dem Lokalpatriotismus nicht so weit, dass die unbedingt Wert darauf legen, dass das in Hamburg ist. Und wir haben hier in Hamburg Rechenzentren, da ist auch das Thema Colocation eher etwas als Cloud Services. Auch da muss man aufpassen, dass man nicht die Ebenen miteinander verschiebt. Ich glaube, wir haben hier mit unserem Zusatzantrag die wichtigen Punkte auch noch mal angeschrieben. Wir greifen das auf, was Sie auch sagen. Und ich glaube, dass wir dann gemeinsam hier auch eine gute Initiative auf den Weg bringen, um eben dieses wichtige Thema auch angemessen zu behandeln. Vielen Dank.
