David Erkalp
Herr Präsident, meine Damen und Herren! Ja, zur AfD fällt mir eigentlich nichts ein. Sie rühmen sich immer, bürgerlich zu sein, in der Mitte der Gesellschaft zu sein. Dann gibt man Ihnen immer Argumente, dass es doch nicht so ist, und Sie liefern uns immer wieder Argumente, dass es doch wieder so ist. Sie schlagen sich immer wieder auf die Seite der Linken, und man weiß überhaupt nicht, wo Sie stehen. Eigentlich rechts, aber mal dann doch wieder ganz weit rechts, dann wieder ein bisschen weiter links. Na ja. Die Linke ist eben, wie sie ist, meine Damen und Herren, unverbesserlich. Vor zehn Jahren hat Die Linke sehr stark dagegen gekämpft und hat gesagt: "Wenn die Spiele kommen, dann ist alles im Chaos." "Und wenn sie nicht kommen, dann ist es gut für uns." Na ja, die Spiele kamen nicht, weil Sie dagegen waren. Und am Ende, was haben Sie bekommen? Gar nichts. Und genau das haben Sie wieder vor. Sie suggerieren immer, wenn das Geld nicht kommt, dann kriegt es ein anderer, oder wenn die Spiele kommen, dann ist alles vorbei für uns. Und wenn die Spiele nicht kommen, dann ist es gut für uns. Aber Sie vergessen einfach immer... Sie können halt keine Wirtschaft, Sie verstehen es einfach nicht. Wenn die Spiele nicht kommen, dann kriegen Sie auch nichts. Und wenn die Spiele kommen, dann geht es unserer Stadt deutlich besser. Das will ich noch mal sagen. Sie sind tatsächlich immer schlecht gelaunt, wenn es um bestimmte Themen geht. Und die... Ich weiß nicht, wer das vorhin gesagt hat mit den Schlümpfen, ja. Wissen Sie, da ist ja auch immer so ein Schlumpf dabei. Da sind ja verschiedene Schlümpfe. Da ist aber einer dabei, der hat immer schlechte Laune. Den nennt man, sag ich mal, den nennt man Muffi, ja? Und das ist so... Der hasst ja immer alles. Der hasst wirklich alles. Der ist griesgrämig, schaut immer finster drein. Ja. Und Sie verhalten sich nämlich genau so. Und immer, wenn es um Geburtstage geht: "Ich hasse Geburtstage." Und wenn es darum geht zu schwimmen: "Ich hasse Schwimmen." Und was machen Sie? "Ich hasse Kapitalismus," "ich hasse Tourismus" und jetzt "ich hasse Olympische Spiele". Also Sie sind genau so, und bei Ihnen hört man überhaupt nichts... Hören Sie auf dazwischen zu reden. Bei Ihnen weiß man überhaupt nicht, wo Sie stehen, ja? Wissen Sie, das ist das Problem bei Ihnen. Was wollen Sie eigentlich? Was wollen Sie damit suggerieren? Ich glaube, Sie wollen Ihren Wählern einfach nur suggerieren: Wenn die Spiele kommen, dann bleibt unseren Wählern und unserer Klientel einfach nichts mehr da. Deswegen müssen wir dafür kämpfen, dass wir das Geld nicht an die Spiele verlieren. Ich habe einfach mal zwei Punkte, die vielleicht heute noch nicht erwähnt worden sind oder gar nicht. Ihr Verhalten ist ziemlich rechts, auch wenn Sie links sind. Weil was haben Sie dagegen, wenn Menschen in diese Stadt kommen? Das ist Völkerverständigung und der Begriff von Frieden. Olympia muss man doch nicht extra erklären, das steht für Frieden und Völkerverständigung. Und Sie... Aber Sie sind dagegen, und ich verstehe nicht, warum Sie es nicht möchten, dass Menschen in die Stadt kommen. Seien Sie doch froh, dass die Leute nach Hamburg kommen. Sie werden unsere Stadt lieben, werden Geld in die Stadt schwemmen, und am Ende kommt das auch wieder den sozialen Projekten zugute, ja? Und dann komme ich jetzt noch mal gleich zum zweiten Punkt. Wenn nicht wir, eine Industriestadt, solche Spiele austrägt... Ist schon wieder vorbei? - Ja, Herr Erkalp, Sie müssen zum... - Ich habe noch einen... - Nee, Sie müssen zum Schluss kommen, sonst werde ich zum Muffi. - Ich komm zum Schluss. Also wenn nicht eine Industriestadt wie Hamburg das schafft, wer bitte sonst? Soll irgendeine Bananenrepublik, die das nicht richtig machen kann, die gegen Menschenrechte ist, das austragen? Dann kommen Sie wieder und sagen: "Oh, keine Araber, weil die mögen ja das nicht." - Wir müssen das machen! Ich danke Ihnen. - So.
