Frau Präsidentin, meine Damen und Herren. Zunächst einmal: Die U5 ist das größte Bauprojekt, was sich die Stadt Hamburg in ihrer Geschichte vorgenommen hat. Und um dieses Projekt verwirklichen zu können, sind wir auf die breite Unterstützung dieses Hauses angewiesen. Und deswegen freue ich mich, dass so viele Rednerinnen und Redner hier gesagt haben: "Wir unterstützen die U5. Wir wollen, dass diese Linie in Hamburg gebaut wird." In Bezug auf die U5-Ost möchte ich Ihnen mitteilen – das sind ja im Prinzip so drei Themen, in denen wir das gliedern: U5-Ost, U5-Mitte und U5-West – möchte ich Ihnen einmal sagen, das ist ja momentan das größte laufende Bauprojekt in Hamburg. Projektvolumen liegt bei 2,8 Milliarden Euro. Und ich darf Ihnen sagen, wir sind aktuell im Zeit- und im Kostenplan. Es ist sehr wichtig, weil wir ja häufig über Themen diskutieren, wo es vermeintlich nicht so sein soll, bei dem größten Projekt sind wir es. Wir haben letzte Woche bei Herrenknecht die Tunnelbohrmaschine bestellt, die ab nächstes Jahr eingesetzt wird. Und auch die Fahrzeuge der DT6, also Hamburgs neuer U-Bahn-Zug ist sozusagen schon im Bau, damit dieses Projekt auch ordentlich vorangeht, weil wir brauchen am Ende ja nicht nur eine Röhre, sondern auch ein paar Züge, die drauf fahren. Und insofern, die U5-Ost ist im Zeitplan. Und ich finde, das ist eine gute Nachricht, die man festhalten kann, wenn man über viele 100 Millionen Euro für die Fortführung des Projektes an anderer Stelle hier entscheidet. Ich möchte mich bedanken, weil diese Drucksache beinhaltet ja im Wesentlichen Mittel für das Thema U5-Mitte oder ich sag mal, im größten Teil Mittel für die U5-Mitte, nämlich einmal die Mittel, die wir brauchen zur Fortführung der Planung in den weiteren Leistungsphasen und ganz konkret in der leichten Umplanung, die wir vorgenommen haben und die eigentlich, glaube ich, auch alle gut finden, nicht mehr über den Jungfernstieg zu fahren, sondern hier die sogenannte Variante der schnellen Sekante, also direkt von Hauptbahnhof Nord bis zum Stephansplatz / zum Dammtor-Bahnhof zu fahren. Diese Mittel brauchen wir, um noch mal ein paar mehr Baugrunduntersuchungen zu machen, weil wir wissen, für den weiteren Projektfortgang ist es sehr wichtig, sehr genaue Baugrunddaten zu haben, um am Ende des Tages solide und kostenstabil bauen zu können. Insofern sind das gute Mittel, die hier sozusagen verausgabt werden. Es sind Mittel, die wir zwingend brauchen für die Fortführung der Planung, um dann in dieser Legislaturperiode auch in verschiedenen Abschnitten dann auch über den Bau und den Baufortschritt für die U5-Mitte zu entscheiden. Und insofern auch hier herzlichen Dank. Wir haben dann das Thema der U5-West. Und es haben ja meine Vorrednerinnen und Vorredner auch schon ein bisschen deutlich gemacht. Ich glaube, für die U5-West kann man zum einen sagen, dass es in den Stadtteilen Lurup und Osdorf sehr gut angekommen ist, der Switch von der S6 zur U5, weil die Glaubwürdigkeit der HOCHBAHN, was die Realisierungsperspektive angeht, dann doch groß ist. Und mit dieser Drucksache kann man, glaube ich, sagen, mit dem Geld kommt dann auch die weitere Glaubwürdigkeit, nämlich mit der Ausfinanzierung der Leistungsphasen 1 bis 4 in den Jahren 2026, 2027, 2028 und 2029 können wir dann in den Planungen auch in die Vollen gehen. Wir sind hier deswegen so schnell, weil wir den Generalplaner der U5-Mitte auch für die U5-West gewinnen konnten. Und ich darf Ihnen sagen, nicht nur die Bürgerbeteiligung vor Ort in Lurup und Osdorf jeweils in der Stadtteilschule ist sehr gut gelaufen über die Frage: Wo soll die Haltestelle platziert werden? Sondern wir werden in diesem Jahr auch eine weitere Bürgerbeteiligung machen, um dann über die Frage, nachdem wir entschieden haben, wo die Haltestellen positioniert sind, zu gucken: Wo sind die Ausgänge positioniert? Wie sollen die Haltestellen gestaltet werden? Um sozusagen hier auch sichtbar im Stadtteil ein Zeichen zu setzen. Die U5-West soll gebaut werden. Und wir werden dann im Weiteren dort auch mit Aktivitäten wie Baugrunduntersuchungen tätig sein, sodass die Leute auch sehen, wir sind dort vor Ort, um tatsächlich voranzukommen. Ich würde gerne noch mal ein Thema, Herr Heißner, Sie haben das angesprochen, das ist das Thema klimafreundliches / auch klimaneutrales Bauen. Und ich frage mich ja immer so ein bisschen, Sie haben ja einen großen Unterschied zu den Kollegen, die noch rechts von Ihnen sitzen. Sie erkennen ja an, dass es einen menschengemachten Klimawandel gibt. Und Sie wollen im Kern... Na, das ist die Realität. Und die Anerkennung der Realität, Herr Nockemann, beginnt dann... ist dann meistens der Beginn von guter Politikentwicklung. Aber das große Problem ist ja so ein bisschen, dass man dann ja auch tatsächlich handeln muss. Und jetzt ist das ja total sinnvoll, sich mal mit den auch klimabedingten Bauemissionen zu beschäftigen, weil die ja ein paar Prozent der weltweiten Bauemissionen ausmachen und das Resultat aus meiner Sicht ja nicht sein kann: "Deswegen stoppen wir alles Bauen." Sondern wir müssen überlegen, wie geht das eigentlich möglichst klimafreundlich? Und da darf ich Ihnen sagen, Herr Heißner, da darf ich Ihnen einfach sagen, Herr Heißner, wir haben ja dazu auch gleich eine Anfrage gestellt. Wenn so ein Land wie Norwegen mit Elektrolastern vorfahren kann, warum sollte das eigentlich prinzipiell nicht in Deutschland möglich sein, außer dass man das politisch auch mal wollen muss. Schönen Gruß geht raus an Ihre Bundesregierung. Und wenn man dann weiter guckt: klimafreundlicher Stahl. Ja, jetzt, lieber Richard Seelmaecker, es gibt in Hamburg einen bekannten Entsorgungsunternehmer, das ist Henner Buhck, kennen Sie, das sind diese grünen Lkws. Wenn Sie den fragen, dann sagt er Ihnen: Die Total Cost of Ownership zwischen einem Diesel-Lkw und einem Elektro-Lkw ist jetzt schon zugunsten des Elektro-Lkws. Jetzt schon zugunsten des Elektro-Lkws! Wenn Sie angucken, was kostet eigentlich klimaneutraler oder klimafreundlicher Stahl, neutral ist er in der Regel noch nicht, klimafreundlicher Beton, dann werden Sie kaum noch Unterschiede feststellen. Seien Sie doch einfach mal offen dafür. Sie haben doch festgestellt, es gibt den menschengemachten Klimawandel. Das unterscheidet Sie ja wohltuend von der AfD. Aber wenn Sie diese Erkenntnis haben, dann handeln Sie doch auch einfach mal damit und freuen sich darüber, dass wir das tun. Sehr gerne. Vielen Dank, Herr Tjarks. Da hab ich eine Frage. Wenn es uns um effektiven Klimaschutz geht in dieser Stadt und wir mit effizienten Mitteln möglichst viel erreichen wollen, dann frage ich mich bei den Elektrobussen, die Sie hier gerade aufgeführt haben, da kostet einer 580.000 Euro das Stück, ein Dieselbus 300.000 maximal. Das bedeutet, wenn ich das jetzt durch die Buskosten teile, könnten wir uns für die Hälfte fast, fast für die Hälfte könnten wir Dieselbusse anschaffen, die mit Biodiesel betanken und nutzen und würden 90 Prozent CO2 einsparen. 10 Prozent Differenz. Das heißt, wir zahlen 250 Millionen extra, weil die Busse jetzt noch so teuer sind, um 10 Prozent mehr CO2 einzusparen. Ist das effektiv, frage ich mich. Also Sie haben ja, wenn Sie in den Nachhaltigkeitsbericht der HOCHBAHN schauen, dann gibt es ja immer die sogenannten Scope 1-, Scope 2- und Scope 3-Emissionen. Und die Scope 3-Emissionen sind ja die Emissionen, die sozusagen beispielsweise bei baubedingten Emissionen anfallen. Und Sie können für alle Scope 1-, Scope 2-, Scope 3-Emissionen ausrechnen, was sind eigentlich die Kosten pro Tonne? Und da sagt man immer, so ungefähr 1.000 Euro pro Tonne, das ist dann effizienter Klimaschutz. Und sowohl bei den Bussen als auch bei den Bauemissionen, die wir ja versuchen zu reduzieren, sind sie deutlich unter diesen Kosten, sodass es eine sehr effiziente Art und Weise, Klimaschutz zu betreiben, ist. Aber es kommt noch eine zweite Frage hinzu, und das ist eine industriepolitische Frage. In Deutschland werden übrigens keine Dieselstadtbusse mehr gefertigt. <i>Ja, warum wohl nicht?</i> Und wenn Sie die Arbeitsplätze von Daimler Buses in Deutschland erhalten wollen, die in Deutschland übrigens fertigen – und ich weiß nicht, wer eben diesen Kommentar gemacht hat –, da muss es mal... Ja, Herr Mennerich, da muss es mal Leute geben, die auch Elektrobusse kaufen, weil sonst sind nämlich diese ganzen Arbeitsplätze alle weg. Und wenn Sie diese Busse nicht fertigen und nicht kaufen, dann kann ich Ihnen sagen, dass in wenigen Jahren nur noch Elektrobusse gekauft werden, dann kauft nämlich keiner mehr Dieselbusse, weil in ganz Europa wir die Situation haben, dass alle in die Elektromobilität gehen werden. Und das ist doch genau der Punkt, weswegen man die Industrie an genau dieser Stelle auch fördern muss und ich glaube auch fördern sollte, weil ich möchte, dass weiter Stadtbusse in Deutschland produziert werden. Und deswegen kann ich nur jedem raten, diesen Weg auch tatsächlich zu Ende zu gehen. Und ich möchte, Herr Heißner, weil Sie noch ein weiteres Thema angesprochen haben, das war ja das Thema der S6. Und es ist in der Tat so, dass die Frage der Bundesförderung der S6 immer schon herausfordernd war. Aber der herausforderndere Teil, um das mal so zu sagen, ist der hintere Teil. Der fällt jetzt weg. Das heißt, die Situation heißt nicht, dass es einfach ist, das ist mir sehr wichtig, das zu sagen. Aber umgekehrt ist es so, dass sie sich sicherlich leicht verbessert. Und an der Stelle ist es so, auch vor, ich sag mal, zehn Jahren war die U5 auch nicht förderfähig, muss man jetzt weiterarbeiten. Und ich glaube, es ist im gemeinsamen Interesse sowohl der CDU als auch der SPD als auch der GRÜNEN zu gucken, dass man an dieser Stelle dann am Ende des Tages erfolgreich ist. Ich sagte ja schon vor zwei Wochen, dann braucht der Bund auch GVFG-Mittel. Sie sind da im Lead. Sie sind durchaus aufgefordert, uns mitzuhelfen, die GVFG-Mittel dann auch aufzutreiben, weil diese Mittel dann erhöht werden. Danke schön.