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Rosa Domm

GRÜNE 4:22 min Sitzungen 23/27

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Manchmal in der Politik gibt es so Projekte, bei denen man live zuschauen kann, wie die Zukunft positiv gestaltet wird. Und genau so etwas ist die U5. Wenn man mit der U1 dieser Tage zur Haltestelle Sengelmannstraße fährt oder dort vorbeifährt, dann sieht man, wie dort aktiv an der Zukunft gebaut wird. Wie dort nach und nach Kabelverläufe, Gleisbetten, Haltestellen an dem benachbarten ersten Abschnitt der U5 entstehen. Die U5 wird unsere Stadt verändern, und das ist richtig gut so. 29 Kilometer Strecke, 24 neue Haltestellen, mehr als 340.000 Fahrgäste täglich, vollautomatischer Betrieb, 90-Sekundentakt – das ist echte Innovation. Und es ist richtig, dass wir hier in unsere Stadt investieren. Wir binden die Menschen an nach Lurup und Osdorf und auch insgesamt in der Stadt. Wir verlagern den Verkehr von der Straße auf die Schiene. Wir reduzieren den Lärm. Wir senken den CO2-Ausstoß und die Feinstaubbelastung. Wir schaffen ein gutes, ein bequemes und ein günstiges Mobilitätsangebot für die Hamburgerinnen und Hamburger. Und das darf man an dieser Stelle auch einmal feiern. Bei all dem setzen wir auch noch innovative Ansätze um. Und ich finde, Herr Heißner, Sie haben das so ein bisschen schlechtgeredet. An sich ist die U5 natürlich ein Pionierprojekt. Hier werden Dinge zum ersten Mal ausprobiert in einer so großen Skala. Das bedeutet natürlich auch höhere Kosten an der einen oder anderen Stelle. Aber diese Stadt hat auch entschieden, dass sie klimaneutral werden möchte. Und eine U-Bahn verbraucht nun mal viel CO2. Und deswegen ist es auch unsere Aufgabe, die U5 so klimafreundlich wie möglich zu bauen. Mit E-Radladern beispielsweise, die da ausprobiert werden, aber auch mit Beton und Zement, der klimafreundlicher hergestellt wird. So gehen wir voran und leisten eben diese wichtige Pionierarbeit für die kommenden Vorhaben. Wir testen aus, was hoffentlich bei vielen anderen Bauprojekten in der Zukunft auch noch genutzt wird. Und ich freue mich tatsächlich sehr, dass Sie auch noch mal bekräftigt haben, dass Sie hinter der U5 stehen. Ich finde das wichtig, gerade bei so einem Projekt, was wirklich auch noch viele Jahre bis Jahrzehnte in dieser Stadt gebaut wird. Es ist wichtig, dass es eine große parlamentarische Mehrheit hat. Ich würde mich freuen, wenn die CDU auch andere Schienenprojekte mit so großer Verve voranbringen würde. Vielleicht nutze ich mal diesen Zeitpunkt und bitte Sie darum, auch Ihre Kolleginnen und Kollegen aus Niedersachsen auch für den Schienenverkehr zu begeistern. Hamburg-Hannover braucht dringend noch parlamentarische Unterstützung. Bitte nutzen Sie doch auch an dieser Stelle Ihre Macht und Ihren Einfluss bei den Niedersachsen. Der U5-Bau wird natürlich an der einen oder anderen Stelle auch noch etwas unbequem. Die Baustellen werden uns nerven, davon ist leider auszugehen. Aber sie zeigen eben auch, dass wir vorankommen, dass wir auch vor diesen großen Projekten nicht zurückschrecken und dass ist am Ende ein Ergebnis, das auch wert gewesen wird. Mit der neuen Trassenführung auch nach Lurup und Osdorf wird der Hamburger Westen endlich an die Schiene angebunden. Das ist ein wichtiges Signal. Und durch die Anpassung der Trasse im Innenstadtbereich über Stephansplatz statt über den Jungfernstieg könnten wir den Kosten-Nutzen-Faktor der Streckenführung sogar noch einmal verbessern. Und auch das ist wichtig sozusagen für die, ja, zukunftsgerechte Haushaltsführung an dieser Stelle. Die Koordination der U5-Baustellen wird aber auch natürlich nach den neuen Standards vom Tiefbau, von dem "Zukunft Tiefbau" geplant und umgesetzt werden, sodass die verkehrlichen Beeinträchtigungen am Ende so gering wie möglich gehalten werden. <i>Ganz bestimmt! Ganz bestimmt wird das</i> <i>passieren. Das glauben Sie nicht im Ernst!</i> Doch natürlich glaube ich das, weil es in dieser Stadt viele Menschen gibt, weil es in dieser Stadt wirklich sehr viele Menschen gibt, die an Sachthemen orientiert sind und in der Realität etwas voranbringen wollen. Dass Sie nicht dazugehören, das wissen wir alle. Aber diese Stadt wird regiert von Menschen mit Expertise. Und zum Letzten, das hat Herr Heißner ja schon angesprochen, aber man muss und darf es ja auch dazusagen, die U5 befindet sich im Kosten- und im Zeitrahmen, und das ist sehr gut. Mein Eindruck ist auch, dass die HOCHBAHN wirklich mit voller Expertise daran arbeitet, dass das auch so bleibt. Deswegen, die U5 ist nicht nur ein Verkehrsprojekt unter vielen, sondern ein wichtiger Beitrag für die Zukunft unserer Stadt, für den Klimaschutz und für mehr Lebensqualität. Und das bringen wir hiermit voran.

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