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Thomas Reich

AfD 2:26 min Sitzungen 23/27

Sehr geehrtes Präsidium, sehr geehrte Damen und Herren. Hamburg ist nicht nur ein Lebensraum für seine Bürger, sondern auch für zahlreiche heimische Wildtiere, die auch immer mehr in die Stadt kommen, da der Lebensraum in den natürlichen Räumen durch den Eingriff der Menschen eingeschränkt wird. Wo Menschen und Tiere auf engem Raum zusammenleben, kommt es immer wieder zu Situationen, in denen Tiere verletzt, geschwächt oder verwaist gefunden werden. Dass diesen Tieren geholfen wird, ist ein berechtigtes Anliegen. Bislang wird diese Aufgabe in Hamburg überwiegend von engagierten ehrenamtlichen Vereinen und einzelnen Einrichtungen übernommen. Dieser Einsatz verdient Anerkennung und von mir herzlichen Dank! Gleichzeitig zeigt die derzeitige Situation aber auch, dass es an dieser einheitlichen Struktur und klaren Zuständigkeiten fehlt. Für Bürger ist es häufig nicht ersichtlich, an wen sie sich wenden können, und die bestehenden Einrichtungen stoßen teilweise an ihre personellen und räumlichen Grenzen. Der vorliegende Antrag greift dieses Thema auf. Gleichzeitig sollte man klar benennen, was heute beschlossen wird und was nicht. Wir schaffen heute keine neuen Wildtier-Auffangstationen und beschließen auch keine zusätzliche Finanzierung. Der Senat wird zunächst beauftragt zu prüfen, wie ein Anerkennungssystem nach dem Bundesnaturschutzgesetz ausgestaltet werden kann, welche Einrichtungen geeignet sind und wo tatsächlich Versorgungslücken bestehen. Diesen Weg halten wir für richtig. Bevor neue Strukturen geschaffen werden, braucht es zunächst eine belastbare Bestandsaufnahme. Nur wenn wir wissen, welche Kapazitäten bereits vorhanden sind und welche Bedarfe tatsächlich bestehen, können wir zielgerichtete Entscheidungen treffen. Wichtig ist dabei, dass die Anerkennung von Wildtier-Auffangstationen an eine klare fachliche Voraussetzung geknüpft wird. Ebenso sollen die bestehenden ehrenamtlichen Strukturen nicht durch zusätzliche Bürokratie belastet, sondern sinnvoll eingebunden und unterstützt werden. Mit dem Bericht des Senats erhält die Bürgerschaft eine fundierte Grundlage, um über mögliche weitere Schritte zu entscheiden. Erst auf dieser Basis sollten über konkrete Maßnahmen und zusätzliche Förderungsinstrumente beraten werden. Aus diesem Grunde unterstützen wir den Antrag. Vielen Dank.

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