Dr. Sabine Ritter
Sehr geehrtes Präsidium! Liebe Kolleg:innen! Alle Aussagen, die ich hier getroffen habe, sind erstens dem Brief der Behörde vom 10. Juni entnommen und zweitens den Auswertungen dieses Briefes durch Schulleitungen, durch die Kammern und durch die Verbände. Zweitens, die von Frau Stöver erwähnte Pressemitteilung am Wochenende hatte, finde ich, tatsächlich angesichts des Bildes, das sich bis dahin ergeben hatte, nahezu was von Orwell’schem Neusprech. Und drittens finde ich es jetzt ganz schwierig, wenn das Aufgreifen von Verunsicherung und Protest, das innerhalb von wenigen Wochen, ganz wenigen Wochen, so angewachsen ist aufgrund eines behördlichen Schreibens, wenn das als Panikmache und Protestschürerei über Social Media... Und Die Linke ist es, genau. Die Schulen sind vonseiten der Behörde mit diesen Nachrichten konfrontiert worden. Es gab Bescheide an viele, viele, viele Kinder, dass die Schulbegleitung nach dem Schuljahr nicht mehr weiterläuft. Muss man jetzt nicht als Kürzungen bezeichnen, wenn es ja irgendwie mehr Geld gibt. Den Kindern, von denen aus wir doch denken, sind die Schulbegleitungen weggenommen worden. Das, was bei mir am Ende jetzt übrig bleibt, ist erstens der Eindruck: Geplant war eine Neukonzeption. Das, was aus der Neukonzeption mit der Oldenburger Studie geworden ist, ist ein blauer Brief der Behörde an die Schulen geworden. Und zweitens schwärt es gerade weiter. Ich weiß nicht, wer von meinen Kolleg:innen im Schulausschuss das jetzt schon gelesen hat. Es gab gerade eine Meldung des Landesverbands Hamburg im Ganztagsschulverband zu den anstehenden Kürzungen, die bestimmt keine Kürzungen sind im Ganztagsschulbereich. Es geht immer, immer weiter und immer weiter. <i>...es sind keine Kürzungen in diesem Sinne.</i> Es sind keine Kürzungen, es ist nur weniger Mittel für weniger Kinder. Ja.
