buergerschaft.de ↗

Stephan Jersch

DIE LINKE 2:08 min Sitzungen 23/27

Herr Präsident, meine Damen und Herren, ich habe in diesem Antrag bei der sonst üblichen Adjektivisierung der Anträge von Rot-Grün doch das "ambitioniert" vergessen... äh, übersehen oder nicht gemerkt. Denn eigentlich ist es für das, was hier vorliegt, durchaus angebracht, dass man ein solches Adjektiv da mal reinstreut. Denn mehrere 100 Jahre Siedlungsgeschichte rund um die Alster, Nutzungskonkurrenz, das hat der ökologischen Vielfalt tatsächlich zugesetzt. Und insofern ist die grundlegende Studie, die vorliegende Studie ein guter Orientierungspunkt mit der Wiederherstellung naturnaher Ufer und den Flachwasserzonen und sogar einem Teilrückbau, der an der Uferlinie erprobt werden soll, noch dazu kurzfristig. Aber der Antrag hat natürlich auch seine Schwächen. Die Zeitschiene wird durch zwei Begriffe "zeitnah" und "in den kommenden Jahren" definiert, und die Abstimmung mit den beteiligten Akteur:innen ist unkonkret und sehr technisch gestaltet. Und über die Kosten, Kollege Kappe hat das schon gesagt, über die Kosten wird hier nicht weiter geredet. Es ginge mehr: strukturelle ökologische Probleme konsequent angehen. Und der Zweifel, ob das jetzt wirklich reicht, der ist nach wie vor da. Denn was ist denn zum Beispiel mit den privaten Uferbereichen? Nichtsdestotrotz, trotz der Schwächen dieses Antrags, mit der Hoffnung auf eine wirklich kurzfristige Umsetzung und einer Begriffsbestimmung von "in den kommenden Jahren", dass sich das auch unter den normalen Begriffen sozusagen einphast und einer Finanzierung, die sichergestellt werden soll, ist das okay, und wir stimmen dem zu. Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass der Baufrevel mit der Baustelleneinrichtung der U5 am Goldbekkanal dieser Drucksache Hohn spricht.

Alle Reden von Stephan Jersch Rede ansehen ↗