Herr Schmidt. Vielen Dank. Sie bekommen das Wort. Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren, Herr Thering, wenn Sie dem Bürgermeister hier vorwerfen, dass er den Grünen nicht die Verkehrsbehörde abgenommen hat, da sage ich mal, für jemanden, der gestartet ist, dem Bürgermeister den Stuhl abzunehmen, haben Sie es nicht so weit gebracht. Also da nehmen Sie den Mund doch sehr, sehr voll. Wir haben uns den Koalitionsvertrag natürlich auch alle gemeinsam jetzt schon sehr intensiv angeguckt. Und ich glaube, dass die Mehrheit dieser Stadt das anders liest, als das, was Sie jetzt hier gerade von sich gegeben haben. Insofern, sehr geehrter Herr Bürgermeister, lieber Peter Tenscher, herzlichen Glückwunsch zu diesem Koalitionsvertrag, weil er ist wirklich eine hervorragende Grundlage für die Arbeit von Rot-Grün in den nächsten fünf Jahren in dieser Legislaturperiode.Und Herr Thering, wenn Sie sagen, die Stadt hätte was anderes gebraucht und was anderes verdient, auch das hat die Stadt ja offensichtlich anders gesehen, weil das Wahlergebnis an der Stelle spricht nämlich eindeutige Bände. Wenn Sie sich anschauen, was in den Regierungsprogrammen drin stand und das, was jetzt im Koalitionsvertrag drinsteht, dann sind das eben genau die Punkte, für die Rot-Grün gewählt ist. Und wenn Sie dann eben anschauen in Ihren angeblichen Hochburgen, die Sie so haben, da sieht man dann eben ja auch den Unterschied, wo die CDU bei der Bundestagswahl abgeschnitten haben und wo Sie ganz persönlich abgeschnitten haben. Da war das Delta doch ganz schön groß, Herr Thering. Also, wenn Sie dann noch vom schlechten Stil sprechen und Sie melden hier etwas an, wo es um konkrete Projekte geht und verwenden dann den größten Teil Ihrer Redezeit für Kritik an einem Koalitionsvertrag, den Sie dann offensichtlich schon gelesen haben, aber noch nicht ganz verinnerlicht haben, aber viele andere erst dabei sind, sich den zu erarbeiten und dann einen schlechten Stil daraus zu machen, dann sage ich mal, Ihre Anmeldung ist dann ja wohl auch ziemlich schlechter Stil, weil das war tatsächlich sehr stark am Thema vorbeigewählt, meine Damen und Herren.Und ich habe ja auch aufmerksam zugehört. Sie haben von den Themen, die Sie angemeldet haben, ich glaube, ich habe zweieinhalb dann tatsächlich wahrgenommen. Haus der Erde, ich habe mich auch, so, die mache ich doch auch. Also wir haben uns auch darauf vorbereitet. Haus der Erde ist natürlich eines dieser Projekte, das nicht optimal gelaufen ist. Wir haben dort eine Bauverzögerung und der Senat hat an der Stelle auch gehandelt und hat zum Beispiel die Projektverantwortlichen angeklagt, verklagt. Und davon, ja jetzt sagen Sie, oh, vielleicht haben Sie das noch nicht mitbekommen, eine der Klagen hat der Senat zum Beispiel schon gewonnen. Also insofern ist auch da an der Stelle zum Beispiel das auch ganz klar, dass dort Fehler passiert sind und am Ende die Fehler dann auf die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft gezogen wurden. Und dafür steht der Senat. Und ein erster Etappenerfolg an der Stelle ist nämlich auch Erfolg, dass nämlich eine der Klagen erfolgreich war. Also das haben Sie offensichtlich noch nicht zur Kenntnis genommen, lieber Herr Thering. Und das andere Problem ist natürlich auch, dann häufig ist es ja so, wenn Projekte dann erstmal schlecht laufen, dann wird es meistens noch schlimmer. Wenn es einen Wasserschaden gibt, und da können Sie diesen Senat jetzt ja auch nicht für verantwortlich machen, die werden ja nicht hingegangen sein und nachts ein Loch in den Wassertank gebohrt haben, der dazu geführt hat, dass 40.000 Liter Wasser in den Rohbau gelaufen ist.Und das ein weiterer Verzögerungspunkt ist. Auch das ist etwas, was nicht gut ist, dass es passiert ist. Aber auch an der Stelle, dafür können Sie ja nicht den Senat zur Verantwortung ziehen, sondern das ist das, was es jetzt gilt, weiter aufzuklären, wer ist dafür verantwortlich. Und dann gibt es im Zweifelsfalle dafür auch weitere Schadensersatzpflichtige, meine Damen und Herren. Und zum Thema A26 Ost, da haben Sie gar nichts Konkretes gesagt, sondern Sie bemängeln einfach, dass es sehr lange dauert. Auch das haben wir hier oft genug schon mal festgehalten. Die A26 Ost ist grundsätzlich planfestgestellt. Sie ist in der Zuständigkeit des Bundes. Der Vorhabenträger ist die Deges. Und auch da gibt es Verzögerungen, weil zum Beispiel auch da Klagen anhängig sind. Und da auch, das haben Sie vielleicht noch nicht so mitgekriegt. Ja, jetzt sagen Sie bei den Grünen. Es ist aber nicht nur der BUND und der NABU, der da klickt, sondern es sind zum Beispiel auch im Hafen ansässige Firmen. Und da würde ich mal sagen, auch da müssen Sie mal genau hingucken. Wir leben nun mal in einem Rechtsstaat, wo nicht nur Verbände die Möglichkeit haben zu klagen, sondern eben auch unmittelbar Betroffene. Und auch das ist hier eines der konkreten Themen, die es gilt zu lösen. Und auch da ist es ja nicht so, dass der Senat irgendwelchen Wirtschaftsfirmen die Klageschrift führt, sondern das haben die schon alleine gemacht. Also insofern schieben Sie hier auch nicht immer einseitig den schwarzen Peter irgendwelchen Leuten zu, sondern gucken Sie sich das mal ganz konkret an. Und zum Thema Köbran.Querung haben Sie gar nicht viel gesagt, aber das, was ich von der CDU an der Stelle wahrgenommen habe, nach monatelanger Diskussion war am Ende eine mutige Enthaltung. Also Ihre Position zur Köberanquerung war am Ende eine Nicht-Position. Und da wollen Sie uns jetzt erzählen, dass es mit solcher Haltung hier schneller geht. Das ist nun wirklich total lächerlich. Vielen Dank.