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Dr. Selina Storm

GRÜNE 3:14 min Sitzungen 23/3

Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, die CDU stellt ja heute eine Reihe von Bauprojekten in den Mittelpunkt und erweckt den Eindruck, es handele sich um missglückte Vorhaben. Lassen Sie mich am Beispiel der Haus der Erde einige Dinge richtigstellen. Das Haus der Erde wird die zentrale Lehr- und Forschungsstätte für Erdwissenschaften und Klimaforschung an der Universität Hamburg. Es ist ein wichtiger Baustein für den Wissenschaftsstandort Hamburg und wird langfristig einen entscheidenden Beitrag zur Forschung rund um den Klimawandel leisten. Das Haus der Erde steht derzeit jedoch leider nicht nur für zukunftsweisende Forschung und klimafreundliches Bauen, sondern, wir haben es gehört, ist eine Baustelle der Herausforderung. Allerdings ist das nur ein Teil der Geschichte. Der Kollege Schmidt hat es schon erwähnt, bei der Inbetriebnahme des Gebäudes gab es einen erheblichen Wasserschaden, der wichtige Teile der technischen Gebäudeausstattung in Mitleidenschaft gezogen hat. Entsprechend ist eine gründliche Analyse mit dem Fokus auf Ursachenklärung und Wiederherstellung notwendig. Um dies tun zu können, und Sie fragten, warum dauert das so lange, müssen 1.900 Quadratmeter Bodenaufbau entfernt werden, zerkleinert und abtransportiert. Das sind Estrich, das ist Bodendämmung, das ist Spezialbeton und das dauert leider. Darüber hinaus mussten 10.000 Quadratmeter Betonfläche gereinigt und desinfiziert werden. Die gute Nachricht ist, die abschließende Klärung zur Schadensursache ist in enger Abstimmung mit Gutachtern auf einem guten Weg. Und gleichzeitig wird geprüft, wie auch bei anderen Bauverzögerungen, ob rechtliche Schritte gegen die Beträge...beteiligtenfern notwendig sind. Und auch das ist verantwortliches Handeln im Sinne der öffentlichen Hand. Trotz dieser schwierigen Lage lohnt sich der Blick über den unmittelbaren Schaden hinaus. Ambitionierte Bauprojekte wie dieses sind kompliziert und oft mit besonderen Herausforderungen verbunden. Ein Blick nach Bremerhaven zeigt, auch das dortige Klimahaus wurde zunächst wegen steigender Kosten und Verzögerungen kritisch beäugt. Heute jedoch ist es ein international beachteter Ort der Klimabildung, der jährlich hunderttausende BesucherInnen erreicht und ein starkes Zeichen für Umweltverantwortung setzt. Diese Perspektive nehmen wir auch für das Haus der Erde ein. Ja, es gibt erhebliche Rückschläge aus unterschiedlichen Gründen. Aber es gibt auch ein Ziel, das sich lohnt. Und erste Schritte dorthin sind bereits gemacht. In den nicht betroffenen Bereichen beginnen die technischen Inbetriebnahme. Erste Teilbereiche werden zur Einrichtung freigegeben. Dabei ist wichtig zu betonen, die exzellente Forschung und Lehre in diesen Fachbereichen ist nicht beeinträchtigt. Die abschließende Terminierung für die vollständige Betriebsaufnahme ist für Mitte 2025 in Vorbereitung. Wir sind also fast am Ziel. Gerade jetzt sollten wir unseren Blick nach vorne richten. Ein leistungsfähiges, zukunftsweisendes Forschungszentrum, das Hamburgs Rolle als Stadt der Wissenschaft und Innovation weiter stärkt.Wir stehen zu diesem Projekt mit klarem Blick, mit realistischer Einschätzung und dem Anspruch, es zum Erfolg zu führen. Vielen Dank.

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