Ole Thorben Buschhüter
Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, Herr Husemann, zu Ihrem Antrag gibt es in Wirklichkeit nur eine Sache zu sagen. Es gibt überhaupt keine Anhaltspunkte dafür, für Ihre Behauptung, dass es negative Folgen für Gesundheit und man höhere Lebenszufriedenheit gebe durch Außenwerbung in der beschriebenen Form. Und da wird es ja auch nur behauptet. Es wird eine Behauptung einfach in den Raum gestellt und es gibt dafür überhaupt keine Anhaltspunkte. Deswegen gibt es auch keinen Grund, irgendwas ins Blaue hinein zu prüfen. Sie sprechen.Sie sprechen von der Lebenszufriedenheit und machen sich Sorgen um die Lebenszufriedenheit der Hamburgerinnen und Hamburger. Und dazu gibt es allerdings tatsächlich Studien. Das müssen wir nicht nochmal extra untersuchen. Dabei schreie ich schon so. In Hamburg leben die glücklichsten und zufriedensten Menschen in ganz Deutschland. Und das hat seinen Grund. Hamburgerinnen und Hamburger profitieren von guten Schulen und Kitas, von einer guten Gesundheitsversorgung und nicht zuletzt von einer hohen Wirtschaftskraft. Da hat es nämlich etwas mit zu tun. Oder anders, Hamburg wird von Rot-Grün gut regiert.So viel zum Thema Lebenszufriedenheit. Und genau deshalb sind wir auch für Außenwerbung in Hamburg, auch in digitaler Form, auch beleuchtet und auch mit Bewegtbildern. Und das aus drei Gründen. Hamburg erwirtschaftet 50 bis 70 Millionen Euro jedes Jahr mit der Außenwerbung. Indem wir den öffentlichen Raum in begrenztem Maße für Werbung öffnen, lenken wir die Werbetat in den städtischen Haushalt anstatt zu Google, Facebook und Co. Was kann man dagegen haben? Jedes Jahr können auf diese Weise Millionen Euro gemeinnützig im Sinne der Stadt verwendet werden. Darauf wollen wir nicht verzichten. Zweitens, Hamburg ist die Hauptstadt der Werbeindustrie in Deutschland. Wir wollen, dass es dabei bleibt. Ein weitgehendes Verbot von Außenwerbung würde der in Hamburg ansässigen Werbeindustrie die rote Karte zeigen und viele gute Jobs in unserer Stadt gefährden. Nicht mit uns.Nicht beklebte Sitzfachsäulen, sondern nur digitale Werbeanlagen können im Katastrophenfall schnell lebenswichtige Informationen in der Bevölkerung verbreiten. Deswegen begrüßen wir die Entwicklung hin zu digitalen Werbeanlagen. Sie gefährden nicht die Gesundheit, sondern sind ein wichtiger Bestandteil zum Bevölkerungsschutz in Krisen- und Katastrophenfällen. Das ist wichtiger denn je. Schönen Dank.
