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André Trepoll

CDU 1:59 min Sitzungen 23/3

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, die AfD geht ja nach dem Motto vor, schlecht kopiert ist halt gewonnen. So einfach ist es aber nicht. Es war das Jahr 2004. Ich war damals JU-Vorsitzender. Da habe ich einen Antrag gestellt, dass wir eine regelmäßige Beflaggung der öffentlichen Gebäude in Hamburg wollen. Und im Jahr 2016 haben wir den Antrag hier zum letzten Mal in der Bürgerschaft gestellt. Er hat keine Mehrheit bekommen. Aber er hat sich unterschieden zum AfD-Antrag, weil wir zum Beispiel gefordert haben, dass gleichzeitig auch die europäische Flagge aufgezogen werden soll, weil das für uns zusammengehört. Das lassen Sie bewusst weg. Das will man an dieser Stelle natürlich auch mal sagen. Ein anderer erster Antrag von mir hier in diesem Haus war die Einsetzung von Einbürgerungsfeiern. Und sie werden seit jetzt knapp 20 Jahren hier im Hamburger Rathaus mit großem Erfolg gemacht. Ich kann Ihnen nur empfehlen, dort regelmäßig teilzunehmen. Wir machen das vom Präsidium natürlich. Wenn Sie da sehen, was das mit den Menschen macht, die sich zu uns bekennen, die deutsche Staatsbürger werden wollen, die die Hymne engagiert mitsingen, mehr als wir manchmal bei unseren Veranstaltungen, das ist schon wirklich Identitätsschiften. Und deshalb glauben wir auch daran, dass das grundsätzlich eine gute Sache ist, gerade in diesen Zeiten zu unseren Symbolen und zu den Symbolen unseres Staates zu stehen, meine Damen und Herren.Und deshalb wäre es doch eine schöne Vorstellung, wenn wir ins Jahr 2004 zurückgehen. Herr Walczak ist ja noch deutlich jünger als ich. Ich glaube, Sie waren damals zehn Jahre. Wenn Sie auf dem Weg zur Schule mit Ihrem kleinen Ranzen auf dem Rücken hochgeschaut hätten, zur deutschen Flagge, die da weht, und er erkannt hätten und hoffentlich überhaupt erkannt hätten, wofür Schwarz-Rot-Gold steht, nämlich für Einigkeit und Recht und Freiheit und nicht für die Erhöhung der eigenen Nation oder für die Ausgrenzung anderer, meine Damen und Herren.Und deshalb spreche ich hoffentlich im Namen vieler hier im Haus, wenn ich sage, wir dürfen Schwarz-Rot-Gold nicht der AfD überlassen. Herzlichen Dank.

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