Marco Schulz
Sehr geehrte Frau Präsidentin, werte Kollegen, wir, die AfD, beantragt die öffentliche Befragung von öffentlichen Gebäuden in Hamburg. Und das reicht im Jahre 2025 aus, um die Gemüter in dieser Art und Weise, wie gerade erlebt, zu erhitzen. Allein das spricht grundsätzlich für sich. Wir haben zwar einen Flaggenmangel in dieser Stadt, aber ich glaube, bei den Rednern mangelt es nicht an einer Fahne. Es sei mal ganz deutlich gesagt, Herr Steinbiss, Sie sagen folgerichtig, die Flagge steht für unsere Werte. Und dann sagen Sie, dass man vorsichtig mit dieser Symbolik umgehen muss. Und da muss ich mal sagen, was ist das für ein Verständnis? Also Ihre Werte wiederum, die sind nur halbtags aktuell? Oder wie kann ich das verstehen? Herr Treppol, Sie sagen, Schwarz-Rot-Gold wollen Sie nicht der AfD überlassen. Bin ich dabei. Die Farben gehören jedem. Aber da müssen Sie ja gerade dem Antrag zustimmen, weil wir haben die bei uns im Büro hängen. Wir sind ja gerade dafür, auch die Hamburger davon partizipieren zu können. Und ich finde es generell skurril, also sozusagen auch Parteien aus dem linken Spektrum, die ja auch in den letzten Jahren sehr ihre Affinität, geradezu kriegspolitischen Themen gefunden haben, dass sie dort so locker mit umgehen, aber dann vor einer Flagge wie auch um Angst haben. Natürlich hat diese Symbolik auch etwas mit migrationspolitischen Fragen zu tun, denn gerade in Schulen wie in Hamburg, wo wir einen immer höheren Migrationsanteil haben, viele Menschen, auch in der ersten Generation hier, ist es ja wohl wahrlich nicht schädlich, dass diese Symbolik auch an unsere Werte erinnert, ein Interesse an unsere Kultur wegvermittelt und gerade die Integration diesbezüglich fördert. Ist das, glaube ich, der sinnvollste Integrationsantrag dieser Legislatur. Und wir bitten hier um Zustimmung.
