Regina-Elisabeth Jäck
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren, Hamburg ist eine Stadt für Jung und Alt. Wir entwickeln Hamburg zu einer lebenswerten Stadt für Menschen jeden Alters. Wir gestalten das Stadtleben so, dass auch ältere Menschen bis ins hohe Alter selbstbestimmt, aktiv, sozial eingebunden leben können. Und genau hier setzen wir mit unserem Ersuchen aus 22.10.295 an, mit konkreten sichtbaren Maßnahmen wie den Freundschaftsbänken. Diese Maßnahme ist ein sehr praktischer Baustein auf dem Weg zu einer altersfreundlichen Stadt. Was macht eine Bank altersfreundlich? Wir haben es ja schon von Frau Dorina gehört. Was macht sie tatsächlich altersfreundlich? Weil sie ist nicht nur eine Sitzgelegenheit, sie ist ein Ort der Teilhabe, eine Einladung zum Ausruhen, zum Begegnen, zum Verweilen. Die Freundschaftsbänke sind bewusst gestaltet, mit Rücken- und Armlehnen, erhöhter Sitzfläche, alles Merkmale, die das Hinsetzen und Aufstehen erleichtern. Sie stehen dort, wo Menschen unterwegs sind, an Fußwegen, Parks, in der Umgebung von Seniorenwohnanlagen, an Knotenpunkten des Alltags. Und sie sind mehr als funktional. Sie haben eine Botschaft.Eine einheitliche Gestaltung und Kennzeichnung als Freundschaftsbänke signalisieren sie. Du bist willkommen, du darfst hier Platz nehmen. Hier entsteht ein Ort, der Einsamkeit und Isolation im Alter entgegenwirken kann. Studien zeigen bereits eine kurze Begegnung, ein spontanes Gespräch auf einer Bank kann das Gefühl von Verbundenheit stärken. Die Freundschaftsbänkel fördern genau das. Sie laden ein zur Kommunikation, generationsübergreifend, niedrigschwellig, mitten im Alltag. Mit unserem Ersuchen wurden im Haushalt 2023-2024 insgesamt 250.000 investiv bereitgestellt und konsumtiv 70.000 Euro. Die Umsetzung ist nun erfolgt. In der uns vorliegenden Drucksache 23.107 erhalten wir den Bericht über den Umsetzungsstand in allen sieben Bezirken. In Hamburg-Mitte zum Beispiel waren es ähnlich wie in Altona 41.000 insgesamt und 10.000 konsumtive Mittel. Da sind ungefähr 20 Bänke angeschafft worden und auch entsprechend platziert worden. Darüber wurde in der Bezirksversammlung auch beschlossen.Die weiteren Maßnahmen wurden ganz gut schon von Frau Dorniner beschrieben. Und all das zeigt uns, dass diese Umsetzung sehr, sehr konkret greifbar und spürbar ist. Die Freundschaftsbanken sind ein Beitrag für ein altersfreundliches Hamburg im Sinne unserer Gesamtstrategie, unseres Aktionsplanes Age-Friendly City, den wir ja letztes Jahr verabschiedet haben. Meine Fraktion und ich werden diesen erfolgreichen Weg weitergehen unter Beteiligung der Seniorinnen und Senioren hier in Hamburg. Vielen Dank.
