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Deniz Çelik

DIE LINKE 2:13 min Sitzungen 23/3

Sehr geehrte Präsidentin, liebe Hamburgerinnen, die AfD möchte unter dem Deckmantel von Demokratie und Gemeinschaftsgefühl einen aggressiven Nationalstolz im öffentlichen Raum verankern. Einen Stolz, der in der deutschen Geschichte allzu oft in Ausgrenzung, Chauvinismus und Gewalt gegen Minderheiten gemündet hat. Der Nationalismus, den Sie propagieren, knüpft an die Vorstellung einer homogenen Nation, nationalen Identität, einer Vorstellung, die einer pluralen, offenen Gesellschaft diametral entgegensteht.In einer multikulturellen Gesellschaft ist dieses rückwärtsgewandte Denken nicht nur überholt, es ist auch brandgefährlich. Es geht der AfD nicht um ein inklusives Wir, sondern um die Normierung eines völkischen Identitätsbegriffs. Es geht ihnen darum, nationale Abgrenzung wieder salonfähig zu machen. Und das, was sie ja immer machen, ist, dass sie die Menschen entlang von Rasse, Ethnie und Nation zu spalten, um von den wirklichen sozialen und wichtigen Themen abzulenken und den Nationalismus zu fördern. Auch wenn Sie behaupten, der Nationalismus könnte integrieren, ist es so, dass Nationalismus all jene ausgrenzt, die mit der nationalen Identität nicht viel anfangen können, sei es wegen der historischen Verantwortung für die Shoah, wegen der kolonialen Kontinenten oder auch, weil sie einen Migrationshintergrund haben. Und die von Ihnen angestrebte Inszenierung ist kein Ausdruck gemeinschaftlicher Identität. Sie ist der Versuch, eine ethnisch definierte deutsche Identität wieder zur Norm zu machen. Wir treten als Linke für ein anderes Verständnis von Gemeinschaft ein, nicht für Schwarz-Rot-Gold, sondern für universelle Werte, für Menschenwürde, Solidarität und für Gleichheit in der Gesellschaft. Das ist das Fundament einer demokratischen Gesellschaft. Und es ist dieses Fundament, das wir gegen jeden völkischen Rüben...Stetig und immer verteidigen werden. Vielen Dank.

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