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Robert Risch

fraktionslos 1:54 min Sitzungen 23/3

Sehr geehrte Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren, die Wohnungsnot in Hamburg ist alarmierend. Mit nur 20 Prozent Wohnungseigentumsquote bildet Hamburg neben Berlin das Schlusslicht in Deutschland. Zum Vergleich, die durchschnittliche Eigentumsquote in Deutschland beträgt 42 Prozent. Und selbst diese ist im europäischen Vergleich erschreckend niedrig. In Amsterdam, in den reichen Niederlanden, liegt die Quote bei 70 Prozent, im belgischen Brüssel bei 72 Prozent. Gleichzeitig sehen sich 57 Prozent der Deutschen nach eigenen vier Wänden. Doch die Realität sieht anders aus. Fast 30 Prozent des Einkommens müssen durchschnittlich für Miete aufgewendet werden. Bei der SAGA, Hamburgs größtem Wohnungsunternehmen mit 140.000 Wohnungen, warten 100.000 Interessenten auf eine Wohnung. Die Fluktuationsquote liegt bei weniger als 5 Prozent. Eine SAGA-Wohnung wird im Schnitt alle 20 Jahre frei. Was wir brauchen, ist ein Paradigmenwechsel. Statt jahrelanger Mietzahlung sollten auch Menschen mit niedrigen Einkommen die Möglichkeit gegeben werden, Eigentum zu bilden. Sie sollten ihre eigene Wohnung kaufen, nicht an Spekulanten, wie es da inszeniert dargestellt wird. Das ist nicht wahr. Wir fordern daher Informationskampagnen und attraktive Finanzierungsoptionen für Wohnungseigentum. Sagerwohnungen und Sozialbindungen sollten vorrangig an die darin leben.Die vorrangig, ja klar. Der Erlös könnte in Neubau und Sanierung fließen, während städtische Bürgschaften für Kauf-Nehmekosten den Erwerb erleichtern könnten. Eigentum schafft Wohlstand und schützt vor Altersarmut. Geben wir den Hamburgerinnen und Hamburgern diese Chance. Vielen Dank.

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