Plenarprotokoll 19/1
18.05.2026 · 63 Redebeiträge · Originalprotokoll ↗
Beteiligte Fraktionen: CDU (10)AfD (5)SPD (3)GRÜNE (3)
Doris Ahnen (Abg. Doris Ahnen, SPD: Ja!) Dr. Denis Alt (Abg. Dr. Denis Alt, SPD: Ja!) Kathrin Anklam-Trapp (Abg. Kathrin Anklam-Trapp, SPD: Ja!) Christian Baldauf (Abg. Christian Baldauf, CDU: Ja!) Sabine Bätzing-Lichtenthäler (Abg. Sabine Bätzing-Lichtenthäler, SPD: Ja!) Tobias Baumgärtner (Abg. Tobias Baumgärtner, CDU: Ja!) Ulrike Beckmann (Abg. Ulrike Beckmann, AfD: Ja!) Johannes Behner (Abg. Johannes Behner, CDU: Ja!) Florian Bellaire (Abg. Florian Bellaire, CDU: Ja!) Dirk Beyer (Abg. Dirk Beyer, SPD: Ja!) Katharina Binz (Abg. Katharina Binz, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Ja!) Andreas Birtel (Abg. Andreas Birtel, CDU: Ja!) Dirk Bisanz (Abg. Dirk Bisanz, AfD: Ja!) Claudia von Bohr (Abg. Claudia von Bohr, AfD: Ja!) Dr. Jan Andreas Bollinger (Abg. Dr. Jan Bollinger, AfD: Ja!) Albert Breininger (Abg. Albert Breininger, AfD: Ja!) Bettina Brück (Abg. Bettina Brück, SPD: Ja!) Michael Büge (Abg. Michael Büge, AfD: Ja!) Paul Martin Nelson Bunjes (Abg. Paul Bunjes, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Ja!) Robin Classen (Abg. Robin Classen, AfD: Ja!) Natalie Cramme-Hill (Abg. Natalie Cramme-Hill, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Ja!) Bernhard Cürten (Abg. Bernhard Cürten, AfD: Ja!) Michael Ebling (Abg. Michael Ebling, SPD: Ja!) Katrin Eder (Abg. Katrin Eder, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Ja!) Fabian Ehmann (Abg. Fabian Ehmann, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Ja!) Dr. Claudia Eider (Abg. Dr. Claudia Eider, SPD: Ja!) Dr. Christoph Gensch (Abg. Dr. Christoph Gensch, CDU: Ja!) Dr. Marlene Gottwald (Abg. Dr. Marlene Gottwald, SPD: Ja!) Ruth Greb (Abg. Ruth Greb, SPD: Ja!) Jenny Groß (Abg. Jenny Groß, CDU: Ja!) Benjamin Haupt (Abg. Benjamin Haupt, AfD: Ja!) Dr. Lea Marie Heidbreder (Abg. Dr. Lea Heidbreder, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Ja!) Dirk Herber (Abg. Dirk Herber, CDU: Ja!) Dr. Norbert Herhammer (Abg. Dr. Norbert Herhammer, CDU: Ja!) Hendrik Hering (Abg. Hendrik Hering, SPD: Ja!) Carl-Bernhard von Heusinger (Abg. Carl-Bernhard von Heusinger, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Ja!) Clemens Hoch (Abg. Clemens Hoch, SPD: Ja!) Raymond Höptner (Abg. Raymond Höptner, CDU: Ja!) Lana Horstmann (Abg. Lana Horstmann, SPD: Ja!) Heiner Illing (Abg. Heiner Illing, SPD: Ja!) Dennis Junk (Abg. Dennis Junk, CDU: Ja!) Martin Kallweitt (Abg. Martin Kallweitt, AfD: Ja!) Ralf Kelch (Abg. Ralf Kelch, AfD: Ja!) Jürgen Klein (Abg. Jürgen Klein, AfD: Ja!) Marcus Klein (Abg. Marcus Klein, CDU: Ja!) Nina Klinkel (Abg. Nina Klinkel, SPD: Ja!) Dr. Anna Köbberling (Abg. Dr. Anna Köbberling, SPD: Ja!) Johannes Kölling (Abg. Johannes Kölling, CDU: Ja!) Michael König (Abg. Michael König, CDU: Ja!) Tom Kotzian (Abg. Tom Kotzian, AfD: Ja!) Dr. Oliver Kusch (Abg. Dr. Oliver Kusch, SPD: Ja!) Matthias Lammert (Abg. Matthias Lammert, CDU: Ja!)
Raymond Höptner CDU
Magali Leidig-Petermann (Abg. Magali Leidig-Petermann, SPD: Ja!) Damian Lohr (Abg. Damian Lohr, AfD: Ja!) Michael Ludwig (Abg. Michael Ludwig, CDU: Ja!) Florian Maier (Abg. Florian Maier, SPD: Ja!) Dr. Helmut Martin (Abg. Dr. Helmut Martin, CDU: Ja!) Anette Moesta (Abg. Anette Moesta, CDU: Ja!) Catalina Monzon (Abg. Catalina Monzon, AfD: Ja!) Peter Moskopp (Abg. Peter Moskopp, CDU: Ja!) Susanne Müller (Abg. Susanne Müller, SPD: Ja!) Jens Münster (Abg. Jens Münster, CDU: Ja!) Guido Orthen (Abg. Guido Orthen, CDU: Ja!) Benedikt Oster (Abg. Benedikt Oster, SPD: Ja!) Janick Pape (Abg. Janick Pape, CDU: Ja!) Joachim Paul (Abg. Joachim Paul, AfD: Ja!) Caroline Pehlke (Abg. Caroline Pehlke, SPD: Ja!) Carsten Propp (Abg. Carsten Propp, AfD: Ja!) Andreas Rahm (Abg. Andreas Rahm, SPD: Ja!) Jaqueline Rauschkolb (Abg. Jaqueline Rauschkolb, SPD: Ja!) Dr. Katrin Rehak-Nitsche (Abg. Katrin Rehak-Nitsche, SPD: Ja!) Christof Reichert (Abg. Christof Reichert, CDU: Ja!) Dr. Matthias Reuber (Abg. Dr. Matthias Reuber, CDU: Ja!) Lars Rieger (Abg. Lars Rieger, CDU: Ja!) Otto Rubly (Abg. Otto Rubly, CDU: Ja!) Philip Rünz (Abg. Philip Rünz, CDU: Ja!) Johannes Schäfer (Abg. Johannes Schäfer, CDU: Ja!) Daniel Schäffner (Abg. Daniel Schäffer, SPD: Ja!) Pia Schellhammer (Abg. Pia Schellhammer, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Ja!) Jürgen Schmied (Abg. Jürgen Schmied, CDU: Ja!) Marion Schneid (Abg. Marion Schneid, CDU: Ja!) Petra Schneider (Abg. Petra Schneider, CDU: Ja!) Gordon Schnieder (Abg. Gordon Schnieder, CDU: Ja!) Gregory Scholz (Abg. Gregory Scholz, SPD: Ja!) Ralf Schönborn (Abg. Ralf Schönborn, AfD: Ja!) Alexander Schweitzer (Abg. Alexander Schweitzer, SPD: Ja!) Frank Senger (Abg. Frank Senger, AfD: Ja!) Daniela Stauch (Abg. Daniela Stauch, SPD: Ja!) Nico Steinbach (Abg. Nico Steinbach, SPD: Ja!) Stephan Stritter (Abg. Stephan Stritter, AfD: Ja!) Lisett Stuppy (Abg. Lisett Stuppy, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Ja!) Sven Teuber (Abg. Sven Teuber, SPD: Ja!) Tobias Vogt (Abg. Tobias Vogt, CDU: Ja!) Karina Wächter (Abg. Karina Wächter, CDU: Ja!) Michael Wagner (Abg. Michael Wagner, CDU: Ja!) Marie Wasem (Abg. Marie Wasem, CDU: Ja!) Ferdinand Weber (Abg. Ferdinand Weber, AfD: Ja!) Torsten Welling (Abg. Torsten Welling, CDU: Ja!) Lena Werner (Abg. Lena Werner, SPD: Ja!) Jürgen Wiedenhöfer (Abg. Jürgen Wiedenhöfer, AfD: Ja!) Josef Winkler (Abg. Josef Winkler, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Ja!) Markus Wolf (Abg. Markus Wolf, CDU: Ja!) Bailey Wollenweber (Abg. Bailey Wollenweber, AfD: Ja!) Johannes Zehfuß (Abg. Johannes Zehfuß, CDU: Ja!) Eugen Ziegler (Abg. Eugen Ziegler, AfD: Ja!) Alterspräsident Christian Baldauf: Herzlichen Dank an Sie beide. Wir können feststellen, dass der Landtag vollzählig versammelt und damit beschlussfähig ist. Wir können deshalb zu Punkt 3 der Tagesordnung übergehen: Beschlussfassung über die Geschäftsordnung des Landtags dazu: Vorläufige Geschäftsordnung des Landtags Rheinland-Pfalz Antrag der Fraktionen der CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 19/2 – Der Antrag ist allen in elektronischer Form über OPAL zugegangen. Gibt es hierzu Wortmeldungen? – Das ist nicht der Fall. Dann müssen wir über diesen Antrag abstimmen. Wer dem Antrag der Fraktionen der CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 19/2 – zustimmen möchte, den bitte ich um das Handzeichen! – Danke. Die Gegenprobe! – Stimmenthaltungen? – Die Vorläufige Geschäftsordnung ist einstimmig beschlossen. Wir kommen zum nächsten Hinweis. Es handelt sich hierbei um eine Vorläufige Geschäftsordnung. Durch die Antragsannahme ist diese jetzt in Kraft. Nach Nummer III des Beschlusses ist der Rechtsausschuss beauftragt, dem Landtag alsbald einen Vorschlag über eine endgültige Fassung der GeschäftsDamit sind zugleich die Gremien des Landtags, die aufgrund der beschlossenen Vorläufigen Geschäftsordnung vorgesehen sind, wie zum Beispiel der Ältestenrat, der Wahlprüfungsausschuss und die ständigen Fachausschüsse, gebildet. Wir kommen zu Punkt 4 der Tagesordnung: Wahl der Präsidentin/des Präsidenten des Landtags Auch hier ein Hinweis: Die Wahl findet nach der Vorläufigen Geschäftsordnung offen und ohne Aussprache statt. Das ist § 2 Abs. 1 der Vorläufige n Geschäftsordnung des Landtags. Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhält. Ein Antrag, die Wahl geheim durchzuführen, müsste mit Mehrheit beschlossen werden. Gibt es einen solchen Antrag? – Das ist nicht der Fall. Dann halte ich fest, dass wir entsprechend der Geschäftsordnung offen und ohne Aussprache abstimmen. Wir brauchen als Nächstes einen Wahlvorschlag. Ich bitte, hier vorne am Redepult einen Wahlvorschlag abzugeben. – Herr Gensch.
Dr. Christoph Gensch CDU
Sehr geehrte Damen und Herren, die CDU-Fraktion schlägt Abgeordneten Matthias Lammert für das Amt des Landtagspräsidenten vor. Alterspräsident Christian Baldauf: Vorgeschlagen ist Abgeordneter Matthias Lammert. Gibt es weitere Vorschläge? – Das ist erkennbar nicht der Fall. Dann können wir zur Abstimmung übergehen. Wie gesagt, sie findet offen statt. Wer diesem Vorschlag zustimmen möchte, den bitte ich um das Handzeichen! – Danke. Die Gegenprobe! – Stimmenthaltungen? – Dann darf ich Ihnen, Dir, lieber Matthias Lammert, das hervorragende Ergebnis verkünden, einstimmig gewählt zu sein. Jetzt müsstest Du aber noch Ja sagen.
Matthias Lammert CDU
Herr Alterspräsident, ich nehme die Wahl sehr gerne an und bedanke mich für das Vertrauen. Danke schön. (Beifall im Hause – Präsident Matthias Lammert nimmt Gratulationen entgegen) Alterspräsident Christian Baldauf: Herr Präsident, Sie haben das Wort. (Präsident Matthias Lammert übernimmt den Vorsitz) Amtsübernahme durch den Präsidenten des Landtags
Matthias Lammert
Sehr geehrter Herr Alterspräsident, meine sehr verehrten Damen und Herren Abgeordnete, verehrte Ehrengäste, liebe Bürgerinnen und Bürger von Rheinland-Pfalz! Gleich zu Beginn geht mein ausdrücklicher Dank an den Alterspräsidenten Christian Baldauf. Die ihm von der Tradition auferlegte Aufgabe hat er, fi nde ich, hervorragend und souverän gemeistert. Ich möchte mich bei Dir bedanken, lieber Christian. Ich glaube, ich kann das so sagen; wir kennen uns seit 25 Jahren. Ich hätte mich tatsächlich bei der Frage zu den 25 Jahren melden müssen, allerdings bist Du ein paar Tage älter, (Heiterkeit im Hause –
Christian Baldauf CDU
Das sieht man aber nicht!) und deswegen bist Du der Alterspräsident. Sonst wäre ich es tatsächlich auch noch gewesen. So ist das manchmal im Leben. Aber wir kennen uns viele, viele Jahre, und ich danke Dir für Deine bemerkenswerte Rede. Das hat mich gefreut, und dafür nochmals vielen Dank auch vom gesamten Haus. (Beifall im Hause) Ich danke ebenso Ihnen herzlich für das Vertrauen, das Sie mir mit der Wahl zum Präsidenten dieses Hohen Hauses entgegenbringen. Es erfüllt mich mit großer Freude, aber auch mit tiefem Respekt, denn es gibt wohl kaum ein ehrenvolleres Amt, das unsere repräsentative Demokratie zu vergeben hat, als das des Landtagspräsidenten oder der Landtagspräsidentin. Ich verspreche Ihnen, dass ich diese Aufgabe mit aller Kraft und ganzem Herzen ausfüllen werde und zugleich mit der Ernsthaftigkeit und Würde, die dem Parlament als Haus der Demokratie und Stimme der Bürgerinnen und Bürger gebührt. Meine sehr verehrten Damen und Herren, die konstituierende Sitzung eines neuen Landtags ist weit mehr als ein rein formaler Akt. Sie steht symbolisch für ein neues Kapitel in der parlamentarischen Geschichte, eine offene Zukunft mit neuen Herausforderungen und Chancen. Mit der 19. Legislaturperiode übernehmen wir gemeinsam Verantwortung für unser Land und seine Menschen, und das erfordert Mut, Entschlossenheit und Weitblick. Der frühere Ministerpräsident Peter Altmeier hat einmal gesagt: Politik darf nicht nur im Heute verhaftet sein; sie muss die Brücke bauen, auf der die nächste Generation sicher gehen kann. – Das ist noch heute unser Auftrag, und einer dieser Brückenpfeiler ist der Föderalismus. So sehr er vielleicht von manchem mitunter als hinderlich empfunden wird, so sehr ist der Föderalismus aber auch ein Garant dafür, dass die Vielfalt und die Bedürfnisse der Regionen ihren Niederschlag im politischen Handeln finden. Die Weichen dafür, wie wir in Zukunft leben wollen, werden nicht allein in Berlin gestellt. Wir alle hier im Landtag von Rheinland-Pfalz gestalten diese Zukunft mit, denn wir kennen und lieben die Besonderheiten und Stärken unseres schönen Bundeslandes. Die Bürgerinnen und Bürger haben uns am 22. März mit ihrer Stimme dazu den klaren Auftrag gegeben. Daraus erwächst eine Verantwortung, der wir nicht durch bloße Versprechungen nachkommen dürfen. Sie verlangt nach tätigem Handeln, Nachvollziehbarkeit und Verlässlichkeit und nicht zuletzt nach einem respektvollen Umgang miteinander. Demokratie lebt vom Wettstreit der Argumente. Sie braucht Haltung, Leidenschaft und Überzeugungskraft. In diesem Sinne darf und muss der Landtag immer auch eine politische Bühne für starke Meinungen und Charaktere sein. Leidenschaft in der Sache darf aber niemals zu persönlicher Herabwürdigung oder zum reinen Schlagabtausch für maximale Aufmerksamkeit führen. Gerade in Zeiten wachsender Polarisierung müssen Fairness, Respekt und Anstand Maßstab unserer parlamentarischen Kultur bleiben – hart in der Sache, respektvoll im Umgang. Auch daran wird die Qualität unseres Parlamentarismus gemessen. Wie erfolgreich er ist, dafür steht nicht zuletzt heute der 18. Mai. Wenn man nur ein Datum nennen sollte, das wegweisend für unser schönes Land ist, wäre es der 18. Mai, der Verfassungstag und zugleich Geburtstag unseres Bundeslandes. Am 18. Mai 1947 stimmten die Bürgerinnen und Bürger in einer Volksabstimmung der Verfassung des erst ein Jahr zuvor gegründeten Landes Rheinland-Pfalz zu. In diesem Jahr jährt sich diese Gründung zum 80. Mal. Die Frauen und Männer, die unsere Landesverfassung erarbeiteten, taten dies im Bewusstsein einer historischen Verantwortung. Nie wieder sollten Freiheit, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit preisgegeben werden. Davon zeugt kraftvoll gleich der erste Satz in Artikel 1 unserer Verfassung: „Der Mensch ist frei.“ Ebenfalls an einem 18. Mai – am 18. Mai 1949 – stimmte dieser Landtag dem bundesdeutschen Grundgesetz zu und ebnete damit den Weg für den Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland. Rheinland-Pfalz hatte auch daran maßgeblichen Anteil, denn unsere Landesverfassung war nicht nur ein Teil und ein Fundament für Rheinland-Pfalz. Sie war zugleich Teil jener demokratischen Neuordnung Deutschlands, aus der wenig später das Grundgesetz entstand. Viele ihrer Gedanken – die Bindung staatlichen Handelns an Recht und Würde, die Verantwortung des Staates gegenüber dem Menschen, die Bedeutung parlamentarischer Kontrolle – wurden zu tragenden Prinzipien der gesamten Bundesrepublik. Darauf dürfen wir stolz sein, aber aus diesem Erbe erwächst auch eine Verpflichtung für jeden von uns. Neben Expertise und Engagement braucht es Überzeugung, Maß und Mäßigung. Jeder Abgeordnete und jede Abgeordnete trägt Verantwortung – nicht nur gegenüber der eigenen Fraktion oder Partei, sondern gegenüber allen Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes. Sie erwarten zu Recht von uns, dass wir Probleme lösen, Orientierung geben, Entscheidungen treffen und Vertrauen stärken. Sie erwarten Ernsthaftigkeit statt Empörung, Maß statt Polarisierung und die Bereitschaft der Zusammenarbeit dort, wo das Gemeinwohl es verlangt. Der echte Kompromiss ist kein Zeichen der Schwäche, er ist das Ergebnis verantwortungsbewussten Handelns. Deshalb wünsche ich mir für diese Legislaturperiode eine politische Kultur, die bei aller notwendigen Auseinandersetzung immer von Respekt und Pflichtgefühl getragen wird, gerade auch abseits der Kameras, am Stammtisch oder auf Social Media. Es sind Werte, die fest zum Fundament unseres gesellschaftlichen Miteinanders gehören. Vergessen wir das bitte nicht. Noch etwas dürfen wir nicht vergessen: Wir alle, die wir heute hier sitzen, sind nur Vertreterinnen und Vertreter auf Zeit. Dieses Haus gehört uns nicht. Wir sind nur seine treuhänderischen Verwalter. Das Mandat, das uns der Wähler, die Wählerin gegeben hat, ist daher keine Privilegierung, sondern vielmehr Auftrag und Verpflichtung. Wer die Endlichkeit seines Amts begreift, wird mit Verantwortung behutsamer umgehen und das Gemeinwohl über den kurzfristigen politischen Effekt stellen, denn bei allen politischen Unterschieden darf eines niemals verloren gehen: der Blick auf das gemeinsame Wohl unseres Landes und der Schutz unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Lassen Sie mich daher gleich am Anfang meiner Amtszeit unmissverständlich klarstellen: In diesem Hohen Haus ist Platz für hartes Ringen um den richtigen politischen Weg, aber kein Platz für Verfassungsfeindlichkeit, Menschenverachtung oder irgendeine Form von Extremismus. (Beifall im Hause) Demokratie ist nicht wehrlos. Wer Hass sät, Menschen gegeneinander ausspielt oder unsere freiheitliche Ordnung untergräbt, wird auf den entschiedenen Widerstand dieses Hauses stoßen. Die Würde des Menschen ist unantastbar – das ist nicht nur ein Satz in unserer Verfassung, das ist der Kompass unseres Handelns. Verehrte Abgeordnete, liebe Gäste, ich hatte bereits als Vizepräsident die große Ehre, dieses Parlament vertreten zu dürfen. Ich habe das mit Freude getan, und mein Dank gilt an dieser Stelle ausdrücklich meinen geschätzten Kollegen, dem bisherigen Landtagspräsidenten Hendrik Hering und der bisherigen Vizepräsidentin Kathrin Anklam-Trapp, für die vertrauensvolle und kollegiale Zusammenarbeit. Vielen Dank an Euch beide für diese Zeit. Danke schön. (Beifall der CDU, der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und vereinzelt bei der AfD) Ich bedanke mich aber auch an dieser Stelle – es gab viele Vorbereitungen, nicht nur Montag bis Freitag, sondern durchaus auch über die Wochenenden – bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landtagsverwaltung für ihre Unterstützung und freue mich auf die weitere und in der Zukunft sicherlich noch engere Zusammenarbeit. Einen herzlichen Dank für die Arbeit, die Sie bereits geleistet haben. (Beifall im Hause) Ich will noch einen dritten Dank anfügen, und das ist mir sehr wichtig. Das ist ein ganz besonderer Dank. Der geht an meine Familie – für die Geduld, die sie hat, wenn ein Telefonat wieder länger dauert und der Familienausflug zur Dienstbesprechung wird, weil man zufälligerweise auf der Festung Ehrenbreitstein dem Kollegen Gordon Schnieder über den Weg läuft. Das ist manchmal so in der Politik. Da muss die Familie zurückstehen, und deswegen ganz lieben Dank an Euch. (Beifall im Hause) Meine sehr verehrten Damen und Herren, am Schluss darf ich noch appellieren, lassen Sie uns diese Wahlperiode zu einer Zeit konstruktiver parlamentarischer Arbeit machen. Lassen Sie uns miteinander und vor allem mit den Bürgerinnen und Bürgern im Gespräch bleiben, und lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, das Vertrauen in unsere Demokratie wieder zu stärken. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen allen – zum Wohle unseres Landes. Herzlichen Dank, dass Sie mir zugehört haben. Danke schön. (Beifall im Hause)
Matthias Lammert
Wir kommen jetzt zu Punkt 6 der Tagesordnung: Wahl der weiteren Mitglieder des Vorstands des Landtags Rheinland-Pfalz Ich darf zunächst den Hinweis geben, dass nach der Vorläufigen Geschäftsordnung, die wir vorhin beschlossen haben, keine bestimmte Anzahl von Stellvertreterinnen und Stellvertretern des Präsidenten vorgesehen ist. Es sollte daher zunächst die Anzahl der zu wählenden Stellvertreterinnen und Stellvertreter festgelegt werden. Dem Vernehmen nach sollen drei Stellvertreterinnen und Stellvertreter des Präsidenten gewählt werden. Erhebt sich dagegen Widerspruch? (Abg. Damian Lohr, AfD: Ja, es erhebt sich Widerspruch!) – Herr Kollege Lohr.
Damian Lohr AfD
Wir schlagen als Anzahl einen stellvertretenden Landtagspräsidenten vor.
Matthias Lammert
Vorgeschlagen ist, die Zahl auf eine Person, also auf einen Stellvertreter zu reduzieren. Der weitergehende Antrag sieht drei Stellvertreter vor. Ich denke, dazu wird es eine kurze Aussprache geben. Wortmeldungen? – Abgeordneter Dennis Junk.
Dennis Junk CDU
Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Es ist gute Tradition in Rheinland-Pfalz, dass auch die Opposition im Landtagspräsidium vertreten ist. Bisher waren das die beiden stärksten Fraktionen im Landtag mit CDU und SPD. Diese sind aber in Zukunft in einer gemeinsamen Koalition. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, Ihnen vorzuschlagen, eine dritte Vizepräsidentin bzw. einen dritten Vizepräsidenten zu wählen. Es ist in der Verfassung nirgendwo niedergeschrieben. Wir halten es aber insgesamt für politisch geboten. In der Geschichte unseres Landes hat es oft schon drei, teilweise sogar vier Vizepräsidenten des Landtags gegeben. Sieht man sich die Situation in den anderen Bundesländern an, so stellt man fest, dass es kein einheitliches Bild gibt, sondern teilweise drei, teilweise vier, teilweise sogar, wie in Schleswig-Holstein, fünf Stellvertreterinnen und Stellvertreter des Landtagspräsidenten. Wir haben uns in Abwägung aller Argumente dazu entschieden, Ihnen drei Vizepräsidenten vorzuschlagen, und bitten hierzu herzlich um Zustimmung. (Beifall der CDU, der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Matthias Lammert
Herr Kollege Lohr von der AfD-Fraktion.
Damian Lohr AfD
Sehr geehrter Herr Landtagspräsident, liebe Kollegen! Herr Kollege Junk, es bestünde auch die Möglichkeit, dass man sagt, der Landtagspräsident vertritt eine Regierungspartei, und der eine Vizepräsident vertritt eine Oppositionspartei. Es ist auch nirgendwo niedergeschrieben, dass die CDU zwei Plätze im Präsidium braucht oder die SPD unbedingt auch noch einen weiteren. Es gibt größere Landtage als wir, die mit einem einzigen Vizepräsidenten klarkommen. Man muss auch einmal ganz klar sagen, wir leben in einer wirtschaftlich angespannten Zeit. Viele Menschen haben Probleme, ihr Leben zu finanzier en, und das erste Zeichen, das der Landtag hier setzt, ist: Wir haben am Ende einen Minister mehr, und wir haben noch einen Landtagsvizepräsidenten mehr, der den Steuerzahler Geld kostet. Größere Parlamente kommen mit einem einzigen Vizepräsidenten aus. Wir sollten den Beispielen folgen. Dementsprechend plädiere ich dafür, einen einzigen Vizepräsidenten zu wählen, und der kann auch gerne von der Opposition sein. Herzlichen Dank. (Beifall der AfD – Zuruf von der AfD: Bravo!)
Matthias Lammert
Für die SPD-Fraktion spricht Abgeordneter Florian Maier.
Florian Maier SPD
Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Stärke eines Parlaments zeigt sich nicht in ruhigen Zeiten, sondern sie zeigt sich darin, ob die demokratische Ordnung auch unter Belastung verlässlich funktioniert. Wenn wir uns heute hier im Plenarsaal umschauen, dann müssen wir gerade in dieser stark und arbeitsfähig gehalten wird. Herr Lammert, ich gratuliere Ihnen an dieser Stelle gerne noch einmal zu Ihrer Wahl und wünsche Ihnen für die Aufgabe alles Gute. Sie wissen wie nur wenige hier, dass die Sitzungsleitung in unserem Parlament weit mehr als eine formale Aufgabe ist. Debatten werden intensiver, Konflikte schärfer und die Verfahren immer komplexer. Die Anforderungen an Neutralität, Aufmerksamkeit und Durchsetzungsfähigkeit steigen ständig. Wer auf diesem Platz sitzt, trägt Verantwortung für Ordnung, Fairness und Würde dieses Hauses, und das oft über viele Stunden hinweg. Das ist nicht nur anspruchsvoll, sondern auch mit großen Anforderungen verbunden. Ich habe mir in den letzten fünf Jahren ehrlicherweise oft die Frage gestellt, was passieren würde, wenn der Landtagspräsident oder einer der Vizepräsidenten krankheitsbedingt oder aus einem anderen Grund ausfallen würde; was passieren würde, wenn Termine parallel stattfänden. So wie ich das beobachtet habe, fehlt mir völlig die Fantasie, Herr Lohr, wie das gehen sollte, wenn in Zukunft nur noch zwei Leute da wären. (Abg. Damian Lohr, AfD: Die baden-württembergische Fantasie ist – – –!) Hier ein weiterer Punkt: Die Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten übernehmen zusätzlich repräsentative Aufgaben, die unsere parlamentarische Demokratie im ganzen Land sichtbar machen. Die Aufgaben verlangen Vorbereitung, Verantwortung und ein würdevolles Auftreten nach außen. Die Wahrnehmung dieser Repräsentationsfunktion des Parlaments durch die Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten stärkt unsere Demokratie und geht weit über die rein formale Sitzungsleitung hinaus. Es ist also sachlich begründbar, das Präsidium auf drei Stellvertreterinnen oder Stellvertreter zu erweitern. Außerdem – da stimme ich dem Kollegen Junk völlig zu – sollte es nicht ausschließlich so sein, dass Regierungsfraktionen im Präsidium vertreten sind, weil das Präsidium am Ende nicht ausschließlich die Landesregierung, sondern das komplette Parlament mit den regierungstragenden Fraktionen und den Oppositionsfraktionen repräsentiert. Es entspricht deshalb guter parlamentarischer Gepflogenheit, dass unterschiedliche politische Kräfte in das Präsidium eingebunden werden, und das nicht aus Gefälligkeit, sondern aus Respekt vor dem demokratischen Pluralismus dieses Hauses. Dabei ist mir dann auch wichtig zu sagen, dass jede Abgeordnete und jeder Abgeordnete, wenn wir nachher wählen, frei nach seinem eigenen Gewissen wählen darf. Jeder muss am Ende, wenn die Vorschläge vorliegen, für sich die Abwägung treffen, ob die Stärke einer Fraktion das alleinige Kriterium ist, oder man nicht auch andere Abwägungsgründe treffen kann. Es könnte auch wichtig sein, dass man jemandem zutraut, dieses Haus über Fraktionsgrenzen hinweg fair, verlässlich und ausgleichend zu führen, oder ob eine Person würdig ist, das Vertrauen dieses Hauses zu gewinnen und die überparteiliche Aufgabe des Präsidiums im Sinne unserer parlamentarischen Demokratie glaubwürdig wahrzunehmen. Wir stärken heute die Stabilität und Arbeitsfähigkeit unseres Hohen Hauses. Genau das sind wir unserer Demokratie schuldig. Darum wird die SPD-Fraktion drei Stellvertreterinnen und Stellvertretern zustimmen. (Beifall der SPD, der CDU und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Matthias Lammert
Für die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN spricht Abgeordnete Pia Schellhammer.
Pia Schellhammer GRÜNE
Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Wir tion, dass wir unter den Fraktionen gemeinsam vereinbaren, wie groß unser Präsidium ist. Wenn ich mich daran erinnere: Als ich 2011 Landtagsabgeordnete wurde, hatten wir drei Vizepräsidenten. Das wurde zwischen der Wahl und der Konstituierung gemeinsam vereinbart. Die letzten zwei Wahlperioden waren es zwei Vizepräsidenten. Das ist gute demokratische Tradition, dass wir uns darüber verständigen. Auch die grüne Fraktion findet die Größe mit drei Stellvertretungen angemessen, weil die Herausforderungen, die unser Parlament an die Sitzungsleitung und auch an die Repräsentanz nach außen – überparteilich, überfraktionell – stellt, in der Vergangenheit gewachsen sind. Die Anzahl der Vizepräsidenten war nie starr, sondern sie wurde gemeinsam festgelegt. Deswegen ist es gut, dass wir in dieser demokratischen Tradition gemeinsam vereinbart haben, drei Vizepräsidenten zu stellen. Ich will auch eine Sache sagen. Sie haben hier ein Parlament zitiert, das sich entschieden hat, nur einen Vizepräsidenten zu wählen. Das ist eine große Herausforderung bei langen Sitzungen, bei Vertretungen, bei Terminen nach außen. Wir sind der Überzeugung, auch als grüne Fraktion, dass es eine entsprechende Repräsentanz nach außen für dieses Parlament geben muss. Deshalb wird auch die grüne Fraktion diesem Vorschlag gerne folgen. (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der CDU und der SPD)
Matthias Lammert
Liebe Kolleginnen und Kollegen, es liegen keine weiteren Wortmeldungen vor. Es gibt zwei Anträge. Das ist zum einen der Antrag, die Anzahl von drei Vizepräsidentinnen oder -präsidenten festzusetzen, zum anderen der Antrag, die Anzahl von einem Vizepräsidenten festzusetzen. Wir stimmen zunächst über den weitergehenden Vorschlag mit drei Stellvertretungen ab. Wir können offen mit dem Handzeichen abstimmen. Wer dem Vorschlag von drei Vizepräsidentinnen oder Vizepräsidenten zustimmen möchte, den darf ich um das Handzeichen bitten! – Danke schön. Das ist die Mehrheit. Das heißt, wir haben beschlossen, dass wir in der Zukunft drei Vizepräsidentinnen oder Vizepräsidenten haben werden. Wir würden jetzt unmittelbar in die Wahlgänge einsteigen. Dazu darf ich Ihnen zunächst noch einige Dinge erläutern. Die Wahl der weiteren Mitglieder des Vorstands erfolgt in besonderen Wahlgängen, auch hier ohne Aussprache. Nach unserer Vorläufigen Geschäftsordnung ist gewählt, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhält. Wir stimmen über die Personalien offen durch Handzeichen ab. Für jede zu besetzende Stellvertreterfunktion ist ein gesonderter Wahlgang durchzuführen. Die für diesen Wahlgang vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten werden dann gemeinsam in dem Wahlgang zur Abstimmung gestellt. Wir beginnen mit dem ersten Wahlgang. Es gibt keine Rangfolge der Stellvertreter. Sie sind nach unserer Geschäftsordnung gleichberechtigt. Ich darf zunächst um Vorschläge bitten. – Herr Kollege Dr. Gensch für die CDU-Fraktion.
Dr. Christoph Gensch CDU
Sehr geehrter Herr Landtagspräsident, die CDU-Fraktion schlägt Abgeordnete Marion Schneid für das Amt der Landtagsvizepräsidentin vor. Vielen Dank.
Matthias Lammert
Vorgeschlagen ist Abgeordnete Marion Schneid. Gibt es im ersten Wahlgang weitere Vorschläge? – Das ist erkennbar nicht der Fall. Wer für die Wahl von Marion Schneid zur Vizepräsidentin des Landtags ist, den darf ich um das Handzeichen bitten! – Gegenstimmen? – Enthaltungen? – Damit stelle ich fest, dass Marion Schneid einstimmig zur Vizepräsidentin gewählt worden ist. Ich darf Frau Marion Schneid fragen: Nehmen Sie die Wahl an?
Marion Schneid CDU
Vielen Dank für die Wahl. Ich nehme sie gerne an. Ich freue mich sehr auf diese verantwortungsvolle Position und danke für Euer Vertrauen.
Matthias Lammert
Herzlichen Glückwunsch! (Beifall im Hause – Vizepräsidentin Marion Schneid nimmt Gratulationen entgegen) Wir fahren mit den Wahlgängen fort und kommen zum zweiten Wahlgang einer Stellvertreterin oder eines Stellvertreters. Ich darf um Vorschläge bitten. – Herr Kollege Abgeordneter Alexander Schweitzer.
Alexander Schweitzer SPD
Vielen Dank. Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Herren, für die SPD-Fraktion darf ich als Landtagsvizepräsidentin Abgeordnete Jaqueline Rauschkolb vorschlagen. Vielen Dank.
Matthias Lammert
Vielen Dank. Gibt es weitere Vorschläge? – Das ist erkennbar nicht der Fall. Wer für die Wahl von Jaqueline Rauschkolb zur Vizepräsidentin ist, den darf ich um das Handzeichen bitten! – Gegenstimmen und Enthaltungen entfallen. Damit stelle ich fest, dass Jaqueline Rauschkolb ebenfalls einstimmig zur Vizepräsidentin gewählt worden ist. Ich darf die liebe Frau Kollegin Jaqueline Rauschkolb fragen: Nehmen Sie die Wahl an?
Jaqueline Rauschkolb SPD
Ja, ich nehme die Wahl sehr gerne an und danke für das Vertrauen.
Matthias Lammert
Herzlichen Glückwunsch vom gesamten Haus! (Beifall im Hause – Vizepräsidentin Jaqueline Rauschkolb nimmt Gratulationen entgegen) Damit kommen wir bereits zum dritten Wahlgang einer Stellvertreterin oder eines Stellvertreters. Ich darf um Vorschläge bitten. – Frau Abgeordnete Katrin Eder.
Katrin Eder GRÜNE
Sehr geehrter Präsident, meine Damen und Herren, die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN schlägt Katharina Binz vor.
Matthias Lammert
Vielen Dank. – Für die Fraktion der AfD darf ich dem Fraktionsvorsitzenden Herrn Büge das Wort erteilen.
Michael Büge AfD
Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren, für die demokratische Opposition AfD schlagen wir Herrn Ralf Schönborn vor. (Beifall der AfD)
Matthias Lammert
Gibt es weitere Vorschläge? – Das ist erkennbar nicht der Fall. Dann haben wir zwei Vorschläge: zum einen Abgeordnete Katharina Binz von der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und zum anderen Abgeordneter Ralf Schönborn von der AfD-Fraktion. Wir stimmen zunächst über den ersten Vorschlag ab. Wer für die Wahl von Katharina Binz ist, den darf ich um das Handzeichen bitten! – Danke schön. Wir kommen dann zum zweiten Vorschlag. Wer für die Wahl von Ralf Schönborn ist, den darf ich um das Handzeichen bitten! – Danke schön. Gibt es Enthaltungen? Dann ist Frau Katharina Binz mit den Stimmen der CDU, der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Vizepräsidentin gewählt worden. Ich darf Ihnen ganz herzlich vom Haus insgesamt gratulieren. Herzlichen Glückwunsch! (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der CDU und der SPD) Frau Binz, bevor wir gratulieren, müssen wir zunächst noch fragen: Nehmen Sie die Wahl an?
Katharina Binz GRÜNE
Sehr geehrter Herr Präsident, ich nehme die Wahl sehr gerne an. Vielen Dank für das Vertrauen.
Matthias Lammert
Vielen Dank. (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der CDU und der SPD – Vizepräsidentin Katharina Binz nimmt Gratulationen entgegen) Liebe Kolleginnen und Kollegen, damit ist das Präsidium komplettiert, und wir kommen jetzt zu Punkt 7 der Tagesordnung: Wahl der schriftführenden Abgeordneten dazu: Wahlvorschlag der Fraktion der CDU – Drucksache 19/3 – Wahlvorschlag der Fraktion der SPD – Drucksache 19/4 – Wahlvorschlag der Fraktion des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 19/6 – Hierzu liegen Ihnen Wahlvorschläge der Fraktionen der CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vor. Es gibt aktuell noch keinen Vorschlag der AfD-Fraktion für die schriftführenden Abgeordneten, ich will es nur anmerken. Dieser kann selbstverständlich noch zu einer späteren Sitzung nachgereicht werden. Das obliegt Ihnen, wie Sie das handhaben möchten. Auf jeden Fall liegen diese drei Wahlvorschläge vor, und wir stimmen heute gemeinsam über diese drei Wahlvorschläge für die schriftführenden Abgeordneten für die gesamte Wahlperiode ab. Wer diesen Vorschlägen für die schriftführenden Abgeordneten zustimmt, den darf ich um das Handzeichen bitten! – Gegenstimmen? – Enthaltungen? – Damit sind alle schriftführenden Abgeordneten einstimmig gewählt. Vielen Dank. Die beiden Kollegen Herr Wollenweber und Herr Höptner werden aber bis zur Unterbrechung der Sitzung zunächst die Schriftführung weiterführen. Wir kommen dann zu Punkt 8 der Tagesordnung: Genehmigung des Landtags gemäß Artikel 94 der Verfassung (Immunitätsangelegenheiten) Antrag der Fraktionen der CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 19/7 – Es geht hier darum, dass bei gewissen Dingen bzw. bei gewissen Tätigkeiten die Immunität automatisch entfällt. Das ist eine Regelung, die in vielen Parlamenten absolut üblich ist, und entsprechend der Tradition sollten wir auch heute wieder so verfahren. Auch hier darf ich direkt um Abstimmung über diesen Antrag bitten. Wer dem Antrag der Fraktionen der CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 19/7 – zustimmen möchte, den bitte ich um das Handzeichen! – Gegenstimmen? – Enthaltungen? – Damit ist der Antrag einstimmig angenommen. Vielen Dank. Damit sind wir schon bei Punkt 9 der Tagesordnung: Wahl der Ministerpräsidentin/des Ministerpräsidenten Mir liegt noch nichts vor, aber ich sehe gerade, die Brieftauben haben uns etwas übermittelt, ganz aktuell, und zwar ein Schreiben des amtierenden Ministerpräsidenten unseres Landes Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer. Er schreibt: „Sehr geehrter Herr Landtagspräsident, hiermit möchte ich Ihnen mitteilen, dass die Landesregierung mit dem heutigen Tag ihren Rücktritt erklärt. Die Landesregierung wird die Geschäfte bis zur Bestätigung der neuen Regierung weiterführen. Mit freundlichen Grüßen Alexander Schweitzer“. Gezeichnet heute, am 18. Mai 2026. Damit ist festgestellt worden, dass aufgrund des Rücktritts der Landesregierung eine neue Ministerpräsidentin oder ein neuer Ministerpräsident zu wählen ist. Ich darf Sie um Abgabe von Vorschlägen direkt vorne am Redepult bitten. – Ich darf Herrn Dr. Christoph Gensch für die CDU-Fraktion das Wort erteilen.
Dr. Christoph Gensch CDU
Sehr geehrte Damen und Herren, für die CDU-Fraktion schlage ich Abgeordneten Gordon Schnieder für die Wahl des Ministerpräsidenten vor.
Matthias Lammert
Liebe Kolleginnen und Kollegen, es ist vorgeschlagen von der CDU-Fraktion Abgeordneter Gordon Schnieder aus Birresborn. Gibt es weitere Vorschläge? – Das ist erkennbar nicht der Fall. Dann darf ich Ihnen zunächst einige Hinweise geben, weil die Wahl etwas anders als die der Vizepräsidentinnen oder -präsidenten erfolgt. Die Wahl erfolgt gemäß unserer Landesverfassung nach Artikel 98 Abs. 2 Satz 1 und der Vorläufigen Geschäftsordnung ohne Aussprache und geheim. Der Landtag wählt die Ministerpräsidentin bzw. in dem Fall den Ministerpräsidenten mit der Mehrheit der gesetzlichen Mitgliederzahl, auch hier nach Artikel 98 Abs. 2 Satz 1 der Landesverfassung. Die beiden schriftführenden Abgeordneten werden die Mitglieder des Landtags, wie vorhin bereits, in alphabetischer Reihenfolge aufrufen, und die aufgerufenen Abgeordneten begeben sich bitte zu den Wahlkabinen; auf dem Weg dorthin erhalten sie den Stimmzettel. Die Wahlkabinen sind von mir aus gesehen auf der rechten, von Ihnen aus gesehen auf der linken Seite. Der Stimmzettel sieht folgende Möglichkeiten vor. Bei der Stimmabgabe können Sie ein Kreuz bei Ja, Nein oder Enthaltung machen. Ich bitte, von Namenskennzeichnungen des zu Wählenden abzusehen, sondern wirklich nur anzukreuzen: Ja, Nein oder Enthaltung. Die Stimmzettel, die ohne angekreuztes Kästchen abgegeben werden, sind ebenso ungültig wie Stimmzettel, die mehr als ein Kreuz enthalten. Ungültig sind ebenso solche Stimmzettel, die die Wahlabsicht nicht eindeutig erkennen lassen. Der in der Wahlkabine ausgefüllte Stimmzettel wird bitte in den Umschlag gesteckt und sodann in die Wahlurne daneben eingeworfen. Eine schriftführende Abgeordnete bzw. ein schriftführender Abgeordneter gibt die Urne jeweils zur Stimmabgabe frei. Insgesamt werden zur Wahlhandlung und Auszählung der Stimmen ergänzend noch zwei weitere schriftführende Abgeordnete bestellt, damit jede Fraktion vertreten ist. Somit werden noch folgende Abgeordnete zur Schriftführung berufen – das sind wieder traditionell die jüngsten –: Abgeordnete Frau Lena Werner von der SPD-Fraktion und Herr Paul Bunjes vom BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Die beiden darf ich bitten, sich direkt vorne bei der Wahlkabine einz ufinden. Sie können schon dort hinlaufen. Sodann darf ich Sie bitten, sich von der Leere der Wahlurne zu überzeugen. Ich schaue selbst hinein. – Es ist nichts darin. Ich bitte auch die beiden Schriftführer zu schauen. Es liegen noch keine Stimmzettel darin. Ich darf Sie dann bitten, sie zu verschließen. Wir fangen mit dem Namensaufruf an. Abgeordneter Bailey Wollenweber wird wieder die Namen aufrufen, und ich darf Sie bitten, dann nach vorne zu kommen und die Wahl vorzunehmen. Danach ist die Wahlhandlung geschlossen. Wir werden dann auszählen, und alles Weitere folgt im nächsten Schritt. Gibt es dazu Fragen? – Das ist erkennbar nicht der Fall. Dann starten wir mit dem Namensaufruf.
Bailey Wollenweber AfD
Doris Ahnen Dr. Denis Alt Kathrin Anklam-Trapp Christian Baldauf Sabine Bätzing-Lichtenthäler Tobias Baumgärtner Ulrike Beckmann Johannes Behner Florian Bellaire Dirk Beyer Katharina Binz Andreas Birtel Dirk Bisanz Claudia von Bohr Dr. Jan Andreas Bollinger Albert Breininger Bettina Brück Michael Büge Paul Martin Nelson Bunjes Robin Classen Natalie Cramme-Hill Bernhard Cürten Michael Ebling Katrin Eder Fabian Ehmann Dr. Claudia Eider Dr. Christoph Gensch Dr. Marlene Gottwald Ruth Greb Jenny Groß Benjamin Haupt Dr. Lea Marie Heidbreder Dirk Herber Dr. Norbert Herhammer Hendrik Hering Carl-Bernhard von Heusinger Clemens Hoch Raymond Höptner Lana Horstmann Heiner Illing Dennis Junk Martin Kallweitt Ralf Kelch Jürgen Klein Marcus Klein Nina Klinkel Dr. Anna Köbberling Johannes Kölling Michael König Tom Kotzian Dr. Oliver Kusch Matthias Lammert (Vizepräsidentin Marion Schneid übernimmt den Vorsitz)
Raymond Höptner CDU
Magali Leidig-Petermann Damian Lohr Michael Ludwig Florian Maier Dr. Helmut Martin Anette Moesta (Präsident Matthias Lammert übernimmt den Vorsitz) Catalina Monzon Peter Moskopp Susanne Müller Jens Münster Guido Orthen Benedikt Oster Janick Pape Joachim Paul Caroline Pehlke Carsten Propp Andreas Rahm Jaqueline Rauschkolb Dr. Katrin Rehak-Nitsche Christof Reichert Dr. Matthias Reuber Lars Rieger Otto Rubly Philip Rünz Johannes Schäfer Daniel Schäffner Pia Schellhammer Jürgen Schmied Marion Schneid Petra Schneider Gordon Schnieder Gregory Scholz Ralf Schönborn Alexander Schweitzer Frank Senger Daniela Stauch Nico Steinbach Stephan Stritter Lisett Stuppy Sven Teuber Tobias Vogt Karina Wächter Michael Wagner Marie Wasem Ferdinand Weber Torsten Welling Lena Werner Jürgen Wiedenhöfer Josef Winkler Markus Wolf Bailey Wollenweber Johannes Zehfuß Eugen Ziegler
Matthias Lammert
Liebe Kolleginnen und Kollegen, es sind alle Namen aufgerufen. Ich frage trotzdem sicherheitshalber: Haben alle von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht? – Das ist erkennbar der Fall. Dann darf ich die dafür vorgesehenen Abgeordneten, die die Stimmen jetzt mit Unterstützung der Landtagsverwaltung auszählen, bitten, mit der Auszählung zu beginnen. (Die Stimmen werden ausgezählt) Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Stimmen sind ausgezählt. Wir kommen zum Ergebnis der Wahl des Ministerpräsidenten. Es liegt eine Niederschrift vor, die von allen vier schriftführenden Abgeordneten unterzeichnet wurde: Abgegebene Stimmen: 105 Ungültige Stimmen: 2 Gültige Stimmen: 103 Ja-Stimmen: 63 Nein-Stimmen: 38 Enthaltungen: 2 Damit ist die erforderliche Mehrheit von 53 Stimmen erreicht. Meinen herzlichen Glückwunsch! (Anhaltend starker Beifall der CDU und der SPD sowie Beifall bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich darf Ministerpräsident Gordon Schnieder zunächst noch fragen: Nehmen Sie die Wahl an?
Gordon Schnieder CDU
Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen, ich danke für das Vertrauen, und ich nehme die Wahl an.
Matthias Lammert
Herzlichen Dank, alles Gute! (Die Abgeordneten der CDU erheben sich von ihren Plätzen und spenden anhaltend starken Beifall sowie anhaltend Beifall der SPD) Liebe Kolleginnen und Kollegen, bevor wir zu den Glückwünschen kommen, kommen wir zunächst zu einem wichtigen Punkt, Punkt 10 der Tagesordnung: Vereidigung des Ministerpräsidenten Erst danach ist der neue Ministerpräsident ordnungsgemäß ins Amt eingeführt. Ich darf Sie dazu bitten, sich von den Plätzen zu erheben. Den Ministerpräsidenten bitte ich hier vorne vor das Pult. (Die Anwesenden erheben sich von den Plätzen) Ich darf Sie bitten, mir die Eidesformel unter Heben der rechten Hand nachzusprechen: Ich schwöre bei Gott dem Allmächtigen und Allwissenden, –
Gordon Schnieder
Ich schwöre bei Gott dem Allmächtigen und Allwissenden, –
Matthias Lammert
– dass ich mein Amt unparteiisch, –
Gordon Schnieder
– dass ich mein Amt unparteiisch, –
Matthias Lammert
– getreu der Verfassung und den Gesetzen –
Gordon Schnieder
– getreu der Verfassung und den Gesetzen –
Matthias Lammert
– zum Wohl des Volkes führen werde, –
Gordon Schnieder
– zum Wohl des Volkes führen werde, –
Matthias Lammert
Damit sind Sie vereidigt. Einen herzlichen Glückwunsch im Namen des gesamten Hauses. Alles Gute Ihnen für die Amtsführung! (Anhaltend starker Beifall der CDU, anhaltend Beifall der SPD sowie Beifall bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Ministerpräsident Gordon Schnieder nimmt Gratulationen entgegen) Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir unterbrechen die Sitzung für etwa 60 Minuten. In dieser Zeit wird Ministerpräsident Gordon Schnieder die Mitglieder der Landesregierung ernennen. Ich darf Ihnen noch einen Hinweis geben, liebe Kolleginnen und Kollegen. Während der Unterbrechung besteht die Möglichkeit für einen umfänglichen Mittagsimbiss und einen kleinen Umtrunk unten im Esszimmer, in unserem Restaurant. Ich darf die Sitzung für etwa 60 Minuten unterbrechen. Unterbrechung der Sitzung: 12.42 Uhr Wiederbeginn der Sitzung: 13.41 Uhr Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir nehmen die Sitzung wieder auf. Wir kommen zu Punkt 11 der Tagesordnung: Bekanntgabe der durch den Ministerpräsidenten ernannten Ministerinnen und Minister Ich darf dem frisch gewählten Ministerpräsidenten Gordon Schnieder das Wort erteilen.
Gordon Schnieder
Herr Präsident, verehrte Abgeordnete, liebe Bürgerinnen und Bürger von Rheinland-Pfalz! Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen. Ich nehme dieses Amt mit großer Dankbarkeit an, vor allem aber mit Demut. Dieses Amt ist mehr als eine politische Aufgabe. Es ist Verantwortung für ein ganzes Land, für seine Menschen, seine Zukunft und seinen Zusammenhalt. Dieses Amt gehört nicht einer Person oder einer Partei. Es gehört den Menschen am Rhein, an der Mosel, in der Pfalz, in Rheinhessen, im Hunsrück, in der Eifel, im Westerwald, an der Nahe und an der Ahr. Es gehört den Städten und den Dörfern, den Familien, den Betrieben, den Vereinen, den Hochschulen, den Weinbergen und Äckern sowie den Werkhallen unseres Landes. Ich werde Ministerpräsident aller Rheinland-Pfälzerinnen und RheinlandPfälzer sein, nicht nur derjenigen, die mich gewählt haben, nicht nur derjenigen, die meine politischen Überzeugungen teilen, sondern auch derjenigen, die heute mit Skepsis auf diese Wahl blicken. Ich will auch ihr Ministerpräsident sein. Allen Menschen in diesem Land gilt meine Verpflichtung, den Jungen und den Älteren, den Familien, den Paaren und Alleinstehenden, denen, die sich Veränderung wünschen, und auch denen, die sich vor Veränderung sorgen. Wir erleben Jahre tiefgreifender Veränderungen. Die Welt ist unsicherer geworden. Viele Menschen fragen sich, was die Zukunft bringt – wirtschaftlich, gesellschaftlich, international. Einige haben das Gefühl, dass sich vieles zu schnell verändert. Andere sorgen sich, dass notwendige Veränderungen nicht schnell genug gelingen. Viele Menschen empfinden: Der Ton in unserem Land ist rauer geworden. Diskussionen werden härter geführt – zu hart. Ich bin sicher, dass Politik darauf eine Antwort geben muss. Nicht mit Lautstärke, nicht mit immer neuen Schlagworten, sondern mit Haltung, mit Verlässlichkeit und mit dem ehrlichen Bemühen, Menschen zusammenzuführen, statt die Gesellschaft zu spalten. Ich möchte, dass die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes spüren, diese Landesregierung hört ihnen zu, sie nimmt ihre Sorgen ernst, und sie verliert die Wirklichkeit der Menschen niemals aus dem Blick, denn hinter jeder politischen Debatte steht ein ganz konkreter Alltag. Da sind die jungen Eltern, die abends um halb zehn am Küchentisch sitzen und sich sorgen, ob am Ende des Monats das Geld noch reicht. Da ist der junge Meister, der seinen Betrieb eigentlich erweitern will, aber mehr Zeit mit Formularen als mit seinen Kunden verbringt. Da ist die Bürgermeisterin einer kleinen Gemeinde, die ihre Leute zusammenhalten will und trotzdem bei jedem neuen Projekt zuerst hört, warum etwas angeblich nicht geht. Da sind die Menschen, die morgens um fünf das Licht in den Betrieben einschalten, unsere Busse fahren, Regale einräumen, Schichten übernehmen oder in der Pflege arbeiten, und die sich zu oft fragen, ob Politik ihren Alltag überhaupt noch kennt. Da sind Winzerfamilien, Bäuerinnen und Bauern, die seit Generationen Verantwortung für ihre Heimat tragen und erleben, wie Wetterextreme, Unsicherheit und steigender Druck ihre Arbeit erschweren, und da sind junge Menschen, die nicht dauernd hören wollen, was alles schlechter wird, sondern die erwarten dürfen, dass ein Land ihnen wieder Zuversicht gibt. Politik darf sich nicht mit sich selbst beschäftigen. Sie muss den Menschen Sicherheit geben, dass sich Einsatz lohnt und ihre Leistung gesehen wird. Dafür wird meine Regierung arbeiten, nicht abstrakt, sondern ganz konkret für sie, für die Menschen in Rheinland-Pfalz. Wir wollen einen Staat, der funktioniert. Wir wollen einen Staat, der nicht lähmt, sondern ermöglicht, einen Staat, der Entscheidungen trifft, einen Staat, der zuverlässig ist in der Schule, bei der Inneren Sicherheit, bei Infrastruktur, Digitalisierung und Verwaltung. Vertrauen entsteht dort, wo der Staat im Alltag verlässlich ist. Wir werden deshalb unsere Wirtschaft stärken und Arbeitsplätze sichern, gerade jetzt in der Krise, in der sich Deutschland gegenwärtig befindet. Rheinland-Pfalz ist Industrie, Mittelstand, Handwerk, Landwirtschaft, Weinbau und Innovation. Von der Chemie bis zur Biotechnologie, vom Maschinenbau bis zum Tourismus, vom Familienbetrieb bis zum Weltmarktführer – überall in unserem Land schaffen Menschen Werte, Ausbildung und Arbeit. Ihnen wollen wir den Rücken stärken, indem wir Verfahren beschleunigen, Bürokratie abbauen, Planungen vereinfachen und Investitionen erleichtern. Gleichzeitig wissen wir, wirtschaftliche Stärke allein reicht nicht aus. Deshalb wird auch soziale Verantwortung ein wichtiger Teil unseres Handelns sein, oder um es mit Helmut Kohl zu sagen: „Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich nicht zuletzt daran, wie sie mit den schwächsten Mitgliedern umgeht.“ Bildung ist das große Aufstiegsversprechen unseres Landes. Deshalb wollen wir, dass jedes Kind gut ins Leben startet. Wir werden früher fördern, Sprache stärken, Schulen verlässlich machen und Lehrkräfte sowie pädagogische Fachkräfte besser unterstützen. Wir wollen starke Kommunen, weil Demokratie vor Ort beginnt – in den Städten, Gemeinden und Dörfern unseres Landes. Wir wollen, dass sich die Menschen in Rheinland-Pfalz sicher fühlen können – auf dem Heimweg, auf dem Schulhof, im Netz, auf öffentlichen Plätzen und in den eigenen vier Wänden. Sicherheit ist keine Nebensache, sie ist Voraussetzung für Freiheit. Wer unseren Rechtsstaat schützt und für unsere Sicherheit einsteht, verdient Rückhalt und Anerkennung. Das alles muss selbstverständlich sein. Meine Damen und Herren, verehrte Kolleginnen und Kollegen, wenn ich an unser wunderbares Land denke, dann denke ich an die vielen Menschen, die Verantwortung übernehmen, ohne viel Aufhebens darum zu machen: an die Ehrenamtlichen in Sportvereinen und Feuerwehren, an die Menschen in den Kirchen und sozialen Einrichtungen. Sie sind das Fundament unseres Gemeinwesens. Diese Haltung verdient nicht nur Dankesworte, sondern spürbare Unterstützung und weniger Hürden. Ich glaube, gerade in Zeiten der Verunsicherung liegt darin eine große Stärke unseres Landes. Ich wünsche mir ein Rheinland-Pfalz, in dem man unterschiedliche Ansichten vertreten kann, ohne einander den Respekt abzusprechen, und ich wünsche mir eine politische Kultur, in der wir uns wieder stärker daran erinnern, dass niemand allein im Besitz der Wahrheit ist. Diese Landesregierung wird von zwei Parteien getragen, die unterschiedliche Traditionen haben und nicht in jeder Frage gleich denken. Uns verbindet aber der Wille, Verantwortung aus der demokratischen Mitte heraus zu übernehmen. Das ist in dieser Zeit kein kleines Signal. Es ist ein Versprechen. Stabilität, Verlässlichkeit und Respekt werden unser Maßstab sein. Meine Damen und Herren, ich verspreche Ihnen heute keine einfachen Antworten und keine Politik der großen Ankündigungen. Ich verspreche Ihnen jedoch etwas anderes. Ich werde dieses Amt mit ganzer Kraft ausüben, mit Respekt vor den Menschen, mit Ernsthaftigkeit gegenüber den Herausforderungen und mit dem festen Willen, unserem Land zu dienen. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass Rheinland-Pfalz ein Land bleibt, in dem jede und jeder sicher leben, frei denken und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken kann, ein Land, das funktioniert, ein Land, das zusammenhält, ein Land mit Herz und Haltung, ein Rheinland-Pfalz, auf das wir gemeinsam stolz sein können. Vielen Dank. (Beifall der CDU und der SPD) Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Bürgerinnen und Bürger von Rheinland-Pfalz, ich möchte nun bekannt geben, dass ich gemäß Artikel 98 Abs. 2 Satz 2 unserer Verfassung Frau Sabine BätzingLichtenthäler zur Ministerin für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend ernannt habe. Ich habe sie zugleich gemäß Artikel 105 Abs. 2 Satz 3 der Verfassung zu meiner Stellvertreterin bestimmt. Des Weiteren habe ich ernannt: Herrn Marcus Klein zum Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien und zum Chef der Staatskanzlei, Herrn Achim Schwickert zum Minister des Innern, für Integration und Verkehr, Frau Doris Ahnen zur Ministerin der Finanzen, Herrn Dr. Helmut Martin zum Minister der Justiz und für Verbraucherschutz, Frau Christine Schneider zur Ministerin für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten, Herrn Sven Teuber zum Minister für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur, Herrn Michael Ebling zum Minister für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima, Frau Dr. Ute Eiling-Hütig zur Ministerin für Bildung und Herrn Clemens Hoch zum Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit. Ergänzend hierzu möchte ich Sie darüber unterrichten, dass ich im Anschluss an die heutige Sitzung des Ministerrats: Herrn Torsten Welling zum Staatssekretär als Bevollmächtigten des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa in der Staatskanzlei ernenne und ihn mit den Aufgaben des Bevollmächtigten des Landes beim Bund und für Europa, Sport, Ehrenamt und Medien betraue, Herrn Markus Wolf zum Staatssekretär ernenne und ihn mit den Aufgaben eines Staatssekretärs im Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr betraue, Herrn Dirk Herber zum Staatssekretär ernenne und ihn mit den Aufgaben eines Staatssekretärs im Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr betraue, Herrn Staatssekretär als Chef der Staatskanzlei Dr. Fedor Rose zum Staatssekretär ernenne und ihn mit den Aufgaben eines Staatssekretärs im Ministerium der Finanzen betraue, Frau Präsidentin des Landgerichts Anja Schraut zur Staatssekretärin ernenne und sie mit den Aufgaben einer Staatssekretärin im Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz betraue, Frau Kathrin Anklam-Trapp zur Staatssekretärin ernenne und sie mit den Aufgaben einer Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend betraue, Herrn Michael Mätzig zum Staatssekretär ernenne und ihn mit den Aufgaben eines Staatssekretärs im Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten betraue, Frau Dr. Kristina Brixius zur Staatssekretärin ernenne und sie mit den Aufgaben einer Staatssekretärin im Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten betraue, Frau Ministerialdirektorin Vanessa Fischer zur Staatssekretärin ernenne und sie mit den Aufgaben einer Staatssekretärin im Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur betraue, Herrn Dr. Denis Alt erneut zum Staatssekretär ernenne und ihn mit den Aufgaben eines Staatssekretärs im Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur betraue, Frau Staatssekretärin Simone Schneider mit den Aufgaben einer Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima betraue, Herrn Staatssekretär Daniel Stich ebenfalls mit den Aufgaben eines Staatssekretärs im Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima betraue, Frau Jennifer Groß zur Staatssekretärin ernenne und sie mit den Aufgaben einer Staatssekretärin im Ministerium für Bildung betraue, Frau Dr. Tamara Müller zur Staatssekretärin ernenne und sie mit den Aufgaben einer Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit betraue. Sehr geehrter Herr Präsident, ich darf Sie bitten, die Vereidigung der Ministerinnen und Minister vorzunehmen. Weiter darf ich Sie bitten, durch das Hohe Haus gemäß Artikel 98 Abs. 2 Satz 3 der Verfassung die Bestätigung der Landesregierung und gemäß Artikel 105 Abs. 2 Satz 3 der Verfassung die Zustimmung zur Bestellung meiner Stellvertreterin Sabine Bätzing-Lichtenthäler herbeizuführen. Vielen Dank.
Matthias Lammert
Liebe Kolleginnen und Kollegen, Herr Ministerpräsident, vielen Dank für die Vorstellung und den Vorschlag für die Vereidigung der Ministerinnen und Minister. Wir kommen zu Punkt 12 der Tagesordnung: Vereidigung der Ministerinnen und Minister Wir werden die Vereidigung der einzelnen Ministerinnen und Minister gleich wieder vor dem Redepult vollziehen. Ich will es von hier oben kurz erklären. Jede Ministerin und jeder Minister tritt vor und bekräftigt unter Heben der rechten Hand die Eidesformel. Ich werde sie gleich noch einmal aus der Urfassung vorlesen. Die Beifügung der Gottesformel ist natürlich jedem freigestellt. Ich werde sie trotzdem einmal vortragen. Nach dieser Vereidigung werden wir dann, wie von Ministerpräsident Gordon Schnieder vorgeschlagen, die Bestätigung der Landesregierung und die Zustimmung zur Ernennung einer stellvertretenden Ministerpräsidentin durch das Hohe Haus vornehmen. Ich darf Sie bitten, sich gleich bei der Vereidigung von den Plätzen zu erheben. Ich begebe mich jetzt nach vorne zum Redepult, und wir beginnen in der entsprechenden Reihenfolge. Ich rufe dann jeden Einzelnen auf. (Präsident Matthias Lammert begibt sich vor das Redepult – Die Anwesenden erheben sich von den Plätzen) Ich darf zunächst die Eidesformel aus unserer Verfassung vortragen: „Ich schwöre bei Gott dem Allmächtigen und Allwissenden, dass ich mein Amt unparteiisch, getreu der Verfassung und den Gesetzen zum Wohl des Volkes führen werde, so wahr mir Gott helfe.“ Zunächst darf ich Frau Staatsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend, nach vorne bitten und darf sie bitten, die rechte Hand zu erheben und die Eidesformel zu bekräftigen. Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend: Ich schwöre, so wahr mir Gott helfe.
Matthias Lammert
Herzlichen Glückwunsch! Ich danke Ihnen. – Ich darf zur Vereidigung Herrn Minister Marcus Klein, Minister in der Staatskanzlei für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien, nach vorne bitten. Marcus Klein, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien und Chef der Staatskanzlei: Ich schwöre, so wahr mir Gott helfe.
Matthias Lammert
Herzlichen Glückwunsch, alles Gute! – Ich darf Herrn Achim Schwickert, Minister des Innern, für Integration und Verkehr, nach vorne bitten.
Achim Schwickert
Ich schwöre, so wahr mir Gott helfe.
Matthias Lammert
Herzlichen Glückwunsch! – Ich darf Frau Doris Ahnen, Ministerin der Finanzen, nach vorne bitten.
Doris Ahnen
Ich schwöre, so wahr mir Gott helfe.
Matthias Lammert
Herzlichen Glückwunsch! – Ich darf Herrn Dr. Helmut Martin, Minister der Justiz und für Verbraucherschutz, nach vorne bitten.
Dr. Helmut Martin
Ich schwöre, so wahr mir Gott helfe.
Matthias Lammert
Herzlichen Glückwunsch! – Ich darf Frau Christine Schneider, Ministerin für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten, nach vorne bitten. Christine Schneider, Ministerin für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten: Ich schwöre, so wahr mir Gott helfe.
Matthias Lammert
Herzlichen Glückwunsch! – Ich darf Herrn Sven Teuber, Minister für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur, nach vorne bitten.
Matthias Lammert
Herzlichen Glückwunsch! – Ich darf Herrn Michael Ebling, Minister für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima, nach vorne bitten.
Michael Ebling
Ich schwöre, so wahr mir Gott helfe.
Matthias Lammert
Herzlichen Glückwunsch! – Ich darf Frau Dr. Ute Eiling-Hütig, Ministerin für Bildung, nach vorne bitten.
Dr. Ute Eiling-Hütig
Ich schwöre, so wahr mir Gott helfe.
Matthias Lammert
Herzlichen Glückwunsch! – Ich darf Herrn Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit, nach vorne bitten.
Matthias Lammert
Herzlichen Glückwunsch! – Damit sind die Ministerinnen und Minister der neuen Landesregierung vereidigt. Die Staatssekretäre folgen nachher in der Staatskanzlei, nur als Information. Jetzt kommen wir gleich zu den beiden anderen vorgeschlagenen Maßnahmen, die durch das gesamte Haus erfolgen. Herzlichen Glückwunsch dem gesamten neuen Kabinett auch von diesem Haus und auf gute Zusammenarbeit! Ich danke Ihnen. (Beifall der CDU, der SPD und bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Die Anwesenden nehmen die Plätze wieder ein) Wir kommen zu Punkt 13 der Tagesordnung: Bestätigung der Landesregierung gemäß Artikel 98 Abs. 2 Satz 3 der Verfassung Die Bestätigung der Landesregierung erfolgt durch Erheben vom Platz. Wer spricht sich für die Bestätigung der Landesregierung aus? – Danke. Die Gegenprobe! – Stimmenthaltungen? – Die Landesregierung ist mit den Stimmen der CDU und der SPD gegen die Stimmen der AfD und des BÜNDNIS 9 0/DIE GRÜNEN bestätigt. Herzlichen Glückwunsch! Wir kommen zu Punkt 14 der Tagesordnung: Zustimmung zur Ernennung einer stellvertretenden Ministerpräsidentin/eines stellvertretenden Ministerpräsidenten gemäß Artikel 105 Abs. 2 Satz 3 der Verfassung Auf Vorschlag von Ministerpräsident Gordon Schnieder ist Frau Staatsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler als stellvertretende Ministerpräsidentin vorgeschlagen. Wer diesem Vorschlag zustimmen möchte, den bitte ich, sich vom Platz zu erheben! – Danke. Die Gegenprobe! – Stimmenthaltungen? – Damit stelle ich fest, dass mit den Stimmen der CDU und der SPD gegen die Stimmen der AfD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN der Ernennung von Frau Sabine BätzingLichtenthäler zur stellvertretenden Ministerpräsidentin zugestimmt wurde. Wir sind am Ende der heutigen Tagesordnung, aber noch nicht am Ende des Tages. Wir haben nachher noch Verfassungsfest, und es gibt noch viele weitere Veranstaltungen und Sitzungen, aber die offizielle Plenarsitzung ist heute beendet. Wir haben noch mehrere Hinweise zu Sitzungsterminen. Die nächsten Plenarsitzungen mit Regierungserklärung und Aussprache sind für die 25. Kalenderwoche vorgesehen. Die Festsetzung erfolgt heute in der Sitzung des Ältestenrats, die gleich im Anschluss um 14.30 Uhr in den Sälen 1 und 2 stattfindet. Dort wird es auch um den Terminplan für die nächsten Sitzungstage gehen, aber wie gesagt, die nächsten Plenarsitzungen mit Regierungserklärung und Aussprache zur Regierungserklärung sind für die 25. Kalenderwoche vorgesehen. Alles Weitere wird gleich im Ältestenrat durch die neuen Mitglieder des Ältestenrats beschlossen. Damit sind wir mit allen wichtigen Dingen heute fertig. Wir haben uns konstituiert und sind arbeitsfähig. Wir schließen diese Sitzung traditionell mit der Nationalhymne. Dazu darf ich Sie bitten, sich von den Plätzen zu erheben. (Die Anwesenden erheben sich von den Plätzen – Singen der Nationalhymne) Vielen Dank. – Einen wunderschönen Tag noch Ihnen allen. Wir sehen uns bei der einen oder anderen Gelegenheit. Die Sitzung ist geschlossen. Ende der Sitzung: 14.06 Uhr
