Mario Voigt
Frage des Abgeordneten Geibert (CDU)
Also erst einmal finde ich gut, dass die Euphorie der Europa-Begeisterten um sich greift. Das ist gut.
(Zwischenruf Abg. König-Preuss, Die Linke: Ich habe nichts gehört!)
Frau König-Preuss, wollen Sie dem Jonas Urbach sein Herz für Europa absprechen? Ich glaube nicht.
(Zwischenruf Abg. König-Preuss, Die Linke: Ich glaube, dass er euphorischer sein kann!)
Ach so, okay. Das mag sein, das mag sein.
(Zwischenruf Meißner, Ministerin für Justiz, Migration und Verbraucherschutz: Das stimmt!)
Also unser Ziel ist schon, um auf Ihre Frage zu antworten: Wir hatten ja ursprünglich eine Partnerschaft mit der Picardie. Die ist ja aufgegangen in Hauts-de-France. Mit Hauts-de-France, mit dem Präsidenten der Region, stehe ich im Austausch. Wir werden uns nächstes Jahr zu einem gemeinsamen Gespräch treffen. Mit dem Marschall in Kleinpolen habe ich mich in diesem Jahr getroffen und werde mich auch Ende dieses Jahres wieder treffen, weil ich gern an diese Traditionslinien anknüpfen will, zumal wir im nächsten Jahr 30 Jahre Partnerschaft mit Kleinpolen feiern dürfen als Thüringen. Damit haben wir eine der ältesten deutsch-polnischen Partnerschaften, die es gibt. Und ob man das dann trilateral organisieren kann, will ich gestehen, darüber müssen wir gemeinschaftlich nachdenken. Mein Ziel ist erst mal, dass wir in guter Partnerschaft mit unseren Partnerschaftsregionen arbeiten. Ich bin da eigentlich sehr positiv gestimmt. Und wenn man sich anschaut, mit dem Marschall von Kleinpolen haben wir sehr konkrete Projekte auch besprochen, was den Kulturaustausch angeht. Wir haben in diesem Jahr einen großen kulturellen Begegnungspunkt im Sommer gehabt, was die Frage von Wissenschaftskooperationen angeht. Die Universität Krakau ist wirklich bestens dafür geeignet. Und – das ist zwar nicht Kleinpolen, aber liegt unmittelbar quasi im Einzugsbereich – wenn man sich anschaut, was wir an Begegnungen und gemeinsamen Gesprächen im Kontext von Auschwitz miteinander gerade im Jugendbereich organisieren können und sollten, vielleicht auch gemeinsam mit der Gedenkstätte Buchenwald, wären mir das wichtige Anliegen, die ich auch bei meiner Reise jetzt im November adressieren werde.
