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Marek Erfurth

AfD 22.05.2026 Sitzungen 8/45

Erinnerungskultur in Thüringen und Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft aller Völker dauerhaft pflegen – den Erhalt von Gräbern und Denkmalen unterstützen

Herr Präsident, meine Damen und Herren, ich bin noch mal nach vorn gekommen, um vielleicht zu erklären oder klarzumachen, warum meine Rede so gestaltet war, wie sie gestaltet war und noch auf einiges von den Vorrednern zu reagieren. Es ist mir schleierhaft, wie man mit einer so pathologischen Abneigung und Ablehnung reagiert, wenn hier Politiker stehen, die die Opfer des eigenen Volkes als deutsche Politiker nicht ausreichend gewürdigt sehen von Ihnen. Und das war jetzt durch die Bank weg. Wie Sie mit einer Ablehnung reagieren, ohne dabei aber genau zum Kern zu kommen. Das erschließt sich mir überhaupt nicht. Das geht nicht in meinen Kopf hinein. Sei es drum. Herr Hey, topisches Gedenken: Das bringt mich darauf, dass die Gedenkorte – und Sie hatten den Bund Deutsche Kriegsgräberfürsorge angesprochen – nicht nur in Deutschland stehen – die schönsten, wie ich finde, immer auf den Dörfern –, auch auf der ganzen Welt. Ich will eine kleine Geschichte dazu erzählen über den Soldatenfriedhof in Maleme auf Kreta, ein wunderschöner, ein Ort des Gedenkens, der Trauer, auch des Innehaltens, den jeder Soldat auch mal besucht haben sollte, wenn ihm die Möglichkeit dazu gegeben ist. Und jetzt gerade sind Kameraden von mir dort vor Ort und reinigen dies in Zusammenarbeit mit dem Bund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Das ist auch ein Teil des Gedenkens. Und wenn die dann dort unten sind und ich mit denen telefoniere oder rede oder selber bei meinem Besuch dort mit den Leuten rede, dann möchte dort niemand politisch eingeordnet werden. Das sind allen voran, egal, ob das ein Denkmal ist oder ein Soldatenfriedhof, erst mal Gedenkorte und Friedhöfe. Da liegen Menschen. (Beifall AfD) Und dass einige davon nicht wieder zurückkehren konnten, das ist der Hauptgedanke, den man dort trägt. Man ehrt sicherlich auch die soldatischen Leistungen, aber der Grundgedanke dabei ist, die sind nicht zurückgekommen, die sind nicht wieder heimgekehrt. Die Menschen, die dann dort vor Ort übrigens mit Farbeimern werfen, egal, ob auf die Gräber selber oder auf Abordnungen, die dort hinkommen und den Toten ihr Gedenken ausdrücken wollen, die kommen genau aus dieser Richtung. (Zwischenruf Abg. Schubert, Die Linke: Neonazis!) Es sind linksextremistische Truppenteile, die zu verschiedenen Soldatenfriedhöfen fahren und dort das Gedenken stören, dort eigentlich sogar die Totenruhe stören. Dann kann man es mir nicht verübeln, wenn ich hier vorn stehe als deutscher Politiker und als Soldat und natürlich das Gedenken daran auch aufrechterhalten will. Wenn Sie sagen, dass man alles inkludieren soll und alles mit einschließen sollte, dann können Sie das gern machen. Nur dann trifft es aus unserer Sicht nicht mehr den Kern eines Gedenkens der deutschen Gefallenen.

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