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Dirk Hoffmeister

BSW 26.03.2026 Sitzungen 8/41

Rückenwind für junge Menschen, die das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg erlangen möchten – Thüringenkolleg Weimar erhalten: Aufnahmestopp aufheben und Strukturen sichern

Ich habe jetzt 1 Minute 15 Sekunden, um noch mal ein paar Sachen klarzustellen: Der vom Ministerium vorgeschlagene Weg nimmt nicht die Zukunft junger Menschen – im Gegenteil –, er sichert sie. Er bietet nämlich eine Zukunft, auf dem zweiten Bildungsweg ein Abitur zu machen, und das nicht nur in Weimar. Wenn der Prozess – und da muss ich jetzt Frau Große-Röthig mal fragen – schon seit Jahren bekannt ist, warum wurde denn von der vorigen Regierung nicht ein entsprechender Veränderungsprozess angestoßen? Die Frage stellt sich mir jetzt. (Beifall CDU, BSW) Kurz noch eine kleine Nachhilfe in Sachen „weiterführende Schulform“: Ich war ja viele Jahre Abteilungsleiter für weiterführende Schulformen am Berufsschulzentrum für Wirtschaft und Verwaltung in Jena. Es gibt als weiterführende Schulform die Berufsfachschule, die Höhere Berufsfachschule, die Fachoberschule, das berufliche Gymnasium und die Fachschule. Und eine weitere weiterführende, eigenständige Schulform wird das Thüringenkolleg sein, was nur gemeinsam in bestimmten Fächern mit dem beruflichen Gymnasium unterrichtet wird. Man redet in der Fachsprache von sogenannten Y-Zügen. Das heißt, bestimmte Fächer – ich will aber jetzt nicht der Entscheidung des Ministeriums vorgreifen, ich rede nur aus der Praxis, wie das in der Schule passiert – werden zusammen unterrichtet werden, fachrichtungsbezogene Fächer werden dann die beruflichen Gymnasiasten haben, die Fachschüler dann andere Fächer. Das heißt, es ist also im Prinzip problemlos möglich. Und nein, es ist kein Abschaffen des Thüringenkollegs, sondern ein Weiterführen als die weiterführende Schulform.

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