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Uwe Thrum

AfD 05.02.2026 Sitzungen 8/36

Sportstätten retten – ein neuer „Goldener Plan Sport“ muss her

Sehr geehrter Herr Präsident, werte Abgeordnete, liebe Zuschauer, „Sportstätten retten – ein neuer ‚Goldner Plan Sport‘ muss her“: Nach einem Dreivierteljahr im Ausschuss haben wir diesen Antrag jetzt tatsächlich zurück im Plenum. Ich hatte zwischenzeitlich schon die Befürchtung, dass er dort versickert und versinkt. Für mich ist es nicht nachvollziehbar, warum die Fraktionen der Altparteien und auch des BSW diesen Weckruf an den Bund im Ausschuss auf die lange Bank geschoben haben. Aus meiner Sicht hätten wir uns den Umweg über den Ausschuss auch sparen können, denn es kamen keine neuen Erkenntnisse hinzu und das war auch von Anfang an erwartbar gewesen. Doch dafür kommt der Aufruf im Bundesrat zu spät, denn ursprünglich sollte 2026 mit dem Goldenen Plan gestartet werden und jährlich 1 Milliarde Euro für 15 Jahre in die Sanierung und den Neubau unserer Sportstätten fließen. Statt der geforderten 15 Milliarden Euro hat man sich im Bund nun auf lediglich eine Sportmilliarde geeinigt. Durch diese Hinhaltetaktik haben wir es versäumt, noch im Sommer aus Thüringen heraus eine Bundesratsinitiative mit der Maßgabe zu starten, den Zustand, das Ziel und die benötigten Mittel auf Bundesebene klar zu benennen. Wie Sie wissen, ist der Zustand unserer Sportstätten alarmierend. Von 200 kommunalen Hallen und Freibädern in Thüringen benötigen 120 eine Sanierung. Das ist ein Prozentsatz von 60. In Thüringen werden allein 600 Millionen Euro für die Sanierung der Sporthallen gebraucht, die gesperrte Thüringenhalle in Erfurt steht dafür exemplarisch. Gesperrte, einsturzgefährdete Hallen gibt es auch in Mühlhausen, in Eisenach oder andernorts. Insgesamt stehen in Thüringen 1.800 unterschiedlichste Sportanlagen vor dem Aus, falls es nicht zu massiven Investitionen kommt. Das System ist finanziell ausgezehrt. Eine Anhörung, bei der Sport- und kommunale Spitzenverbände beteiligt waren, hat das nochmals bestätigt. Aus diesem Grund ist es folgerichtig, den Druck im Bund zu erhöhen – je eher, desto besser. Diese Sportmilliarde, für die in diesem Jahr 333 Millionen Euro aus dem Bundestopf für die Sanierung kommunaler Sportstätten zur Verfügung stehen, klingt zwar nach viel, ist aber angesichts der zu bewältigenden Aufgaben eigentlich nichts. Der Deutsche Olympische Sportbund bestätigt das und fordert angesichts des geschätzten Sanierungsstaus von bis zu 42 Milliarden Euro deutlich mehr Mittel. Angesichts dieser Summen sind diese 333 Millionen Euro wahrhaftig nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wir würden 100 Jahre brauchen, um das Eingestürzte wieder aufzubauen. Diese Zeit haben wir nicht und diese Zeit wollen wir uns auch nicht nehmen. (Beifall AfD) Denn wie wir bereits gestern festgestellt haben, muss jetzt gezielt in den Breitensport investiert werden, nicht nur wegen der Gesundheitsförderung oder der sozialen Komponente, sondern weil der Breitensport das Fundament für den Spitzensport ist, weil aus dem Breitensport Weltmeister und Olympiasieger heranwachsen. Wir wollen natürlich Deutschland auch wieder dahin bringen, wo es hingehört, nämlich ganz nach vorne und ganz nach oben auf das Podest. (Beifall AfD) Nun stellt sich die Frage: Warum konnte es überhaupt so weit kommen, warum zerbröselt trotz steigender Steuereinnahmen unsere Infrastruktur? Wir hatten doch mal eine Zeit, wo unser Land und unsere Sportstätten in Schuss waren. Die Antworten sind schlicht und einfach: Wir werden seit Jahrzehnten von Leuten regiert, die mit Deutschland nichts anzufangen wissen, die Vaterlandsliebe zum Kotzen finden, Leute, die unser Geld in der Welt verpulvern. Damit muss Schluss sein. Wir brauchen wieder vaterlandsverliebte Patrioten an der Spitze unseres Landes. Genau aus diesem Grund haben wir hier auch gestern Björn Höcke zur Wahl des Ministerpräsidenten gestellt. (Beifall AfD) Wir wollen nicht länger zuschauen, wie unsere Sporthallen und Schwimmbecken einstürzen, wie 50 Milliarden Euro deutsches Steuergeld in der Ukraine zum Töten verausgabt werden und dafür die eigenen Landesinteressen immer wieder hinten angestellt werden. (Beifall AfD) Vor diesem Hintergrund sollten sich auch die Thüringer BSW-Vertreter überlegen, ob sie den Kurs der CDU hier länger mittragen möchten. Meine Damen und Herren, auch wenn wir wissen, wer die 1,3 Milliarden Euro Sanierungsstau im Thüringer Sport mit zu verantworten hat, möchten wir den Antrag der Fraktion Die Linke in dieser Angelegenheit unterstützen, denn für die Aufarbeitung dieses gigantischen Berges maroder Infrastruktur brauchen wir die Unterstützung des Bundes, und zwar so schnell wie möglich. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall AfD)

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