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Andreas Bühl

CDU 04.02.2026 Sitzungen 8/35

d) auf Antrag der Fraktion der CDU zu dem Thema: „Sportland Thüringen – Schwung der Weltcups in Oberhof nutzen, Thüringen als Standort für zukünftige Sportgroßveranstaltungen stärken“

Sehr verehrte Damen und Herren, nach zum Teil sehr schweren Themen des heutigen Tages, auch schweren Aktuellen Stunden zu schweren politischen Themen, ein Thema mit Blick auf das, was in den letzten Wochen in Thüringen passiert ist und was noch vor uns liegt: ein sehr positives Thema. Thüringen ist Sportland. Das ist nicht nur eine wohlklingende Überschrift, sondern es wird durch die Spitzenleistungen unserer Athletinnen und Athleten, internationale Erfolge und das tägliche Engagement von vielen Sportvereinen belegt. Da richtet sich natürlich gerade der öffentliche Blick – wir haben es eben auch schon in der Fragestunde gehört – auf das Thema „Oberhof“. Dort haben wir mit den Weltcups im Biathlon, im Rennrodeln, in Nordischer Kombination und im Skilanglauf eindrucksvoll gezeigt, dass unser Freistaat in der Lage ist, internationale Wettbewerbe auf Weltklasseniveau zuverlässig, professionell und mit großem ehrenamtlichen Engagement auszurichten. Das war wirklich eine kleine Olympiade. An der Stelle gilt der herzliche Dank vor allen Dingen noch mal allen, die dort ehrenamtlich aktiv waren – ob das die sind, die an der Strecke standen, ob das die Retter waren, die im Einsatz sind, oder alle, die vorbereitet und nachbereitet haben. Ganz herzlichen Dank für diesen ehrenamtlichen Einsatz. (Beifall CDU, BSW) Oberhof hat auch im bundesweiten und internationalen Vergleich einzigartige Sportstätten. Diese sind ein Alleinstellungsmerkmal für Thüringen. Diese Leistungsfähigkeit spiegelt sich auch bei den anstehenden Olympischen Spielen 2026 wider. 18 Athletinnen und Athleten wurden aus Thüringen nominiert. Hinzukommen fünf weitere Sportler, die an den Bundestützpunkten in Oberhof und Erfurt trainieren. Damit ist Thüringen nahezu in allen olympischen Wintersportdisziplinen von Biathlon, Bob, Rennrodeln über Skisprung und Skeleton bis hin zum Eisschnelllauf vertreten. Das verdeutlicht einmal mehr, was für ein führendes Wintersportzentrum wir in Deutschland sind. Meine Damen und Herren, dieses Niveau ist kein Zufall. Das ist ein Ergebnis von über Jahren gewachsenen Strukturen aus leistungsfähigen Sportund Trainingsstätten, qualifizierten Trainern sowie enger Verzahnung zwischen Nachwuchs- und Spitzensport. Es wird natürlich auch möglich durch unsere Sportgymnasien in Erfurt, in Jena, in Oberhof sowie die angebundenen Bundes- und Leistungszentren. Für Thüringen muss man sagen: Dieser Spitzensport wird vor allem deswegen möglich, weil wir auch eine solche Breite an ehrenamtlichen Strukturen haben. Wir haben 3.200 Sportvereine mit 385.000 Vereinsmitgliedern, die in 22 Kreis- und Stadtsportbünden mit hauptamtlichem Personal eingebunden sind. Nur mit diesen Strukturen und den 19 Anschlussorganisationen und 51 Sportfachverbänden wird es möglich, dass wir eine solch gute Leistung erbringen können. Der Organisationsgrad mit 18,1 Prozent zeigt, dass hier nahezu jeder fünfte Thüringer Mitglied eines Sportvereins ist. Darauf gilt es auch in Zukunft aufzusetzen, weshalb wir uns im Doppelhaushalt dazu verpflichtet haben, die Sportstätten in Thüringen noch besser aufzustellen. 1 Milliarde Euro haben wir an Investitionsmengen. Und es ist uns im Doppelhaushalt möglich geworden, dass 50 Millionen Euro für die kommenden Jahre pro Jahr generiert werden, um kommunale Sportstätten zu sanieren. Damit wird es allein in den nächsten Jahren möglich sein, dass wir diesen Stau in den Sportstätten substanziell abbauen können. Meine Damen und Herren, zu diesen Investitionen zählt natürlich ausdrücklich auch der Spitzensport. Unser Anspruch muss sein, unsere Spitzensportanlagen auf diesem hohen Niveau zu sichern und weiterzuentwickeln, auf dem wir aktuell unterwegs sind, um auch weiterhin solche Großveranstaltungen möglich machen zu können. Ich glaube, das ist auch noch mal wichtig, jetzt an dieser Stelle zu sagen, dass wir uns mit diesen eindrucksvollen, fast schon olympischen Spielen, die wir in Thüringen sehen konnten, für weitere Großveranstaltungen qualifiziert haben. Millionen von Zuschauern konnten das Grüne Herz sehen und ich finde, wir sollten aus dieser erfolgreichen Bewerbung auch eine tatsächliche Bewerbung für zum Beispiel die Rennrodel-Weltmeisterschaft 2028 machen, die ein strategisches Projekt für uns sein kann, mit dem wir nachhaltig und realistisch im Sinne unserer Vereine den Nachwuchs und die Infrastruktur in Oberhof sichern können. Deswegen, finde ich, sollten wir uns jetzt gemeinsam auf den Weg machen, von hier mit unserer Landesregierung gemeinsam ein Zeichen zu setzen, indem wir uns für diese Großveranstaltung bewerben. Wir in Thüringen, wir haben es drauf. Wir haben den Spitzensport. Wir haben den Breitensport. Wir erzielen gute Ergebnisse, damit junge Menschen nachkommen, die auch in Zukunft für uns Medaillen erringen können. Deswegen sollten wir uns darum bewerben. Und jetzt kurz vor den Olympischen Spielen wünsche ich unseren Sportlerinnen und Sportlern maximale Erfolge und ich freue mich – und ich glaube, wir alle gemeinsam –, wenn wir in den kommenden Wochen Medaillen feiern können. Also Sport frei für alle unsere Sportler, die bei Olympia antreten! Herzlichen Dank. (Beifall CDU, BSW, SPD)

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