Sascha Schlösser
Thüringer Gesetz zur Weiterentwicklung der Landesforstanstalt und zur waldbedrohenden Forstschutzsituation
Vielen Dank. Ich will die Frage natürlich nicht unbeantwortet lassen, warum wir bei den Verbraucherzentralen die Aufstockung nicht zulassen. Wir denken, dass die auskömmlich finanziert sind. Ich stehe hier auch als Anwalt. Sie sind ja auch Anwältin …
(Zwischenruf Abg. König-Preuss, Die Linke:
Sie stehen da als Abgeordneter!) Ich stehe auch als Anwalt hier. Ich habe 20 Jahre Berufserfahrung, die kann ich nicht ablegen, es tut mir leid. Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht. Die Geschichte dieser Verbraucherzentralen ist auch unter dem Gesichtspunkt der Deprofessionalisierung zu sehen. Ich weiß noch, dass ich ganz viele Insolvenzverfahren betreut habe und mit einem Federstrich diese ganzen Verfahren plötzlich bei den Verbraucherzentralen gelandet sind, die Anwälte keine Beratungshilfe mehr bekommen haben für diese Verfahren und die Verfahren dann teilweise – inzwischen will ich das gar nicht abstreiten, dass die eine gute Arbeit machen – eben grottenschlecht gelaufen sind für die Mandanten. Die Verbraucher- 33. Sitzung - 17. 12.2025 2569 /18. zentrale hat keine anwaltlichen Pflichten, hat keine anwaltliche Erfahrung und hat eben auch nicht gleich den Zugang zu Gericht. Stattdessen habe ich eben in meinen 20 Jahren Berufserfahrung erlebt, dass an der Beratungshilfe – ich bin sehr froh, dass da eben nicht gespart wird, da wird, glaube ich, auch noch was zugegeben, dass da nicht gespart wird. Unter Anwälten heißt es inzwischen, wer noch Beratungshilfemandate hat, die bearbeitet, der hat die Kontrolle über sein Leben verloren, weil sie eben alles andere als auskömmlich sind. Ich denke, wenn Sie meine Kritik ernst nehmen wollen, wir der Deprofessionalisierung entgegenwirken wollen, dann stocken wir eher die Beratungshilfe auf, damit die Anwälte dort an der Stelle ordentliche Arbeit liefern können.
(Beifall AfD)
