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Mario Voigt

03.12.2025 Sitzungen 8/29

Frage des Abgeordneten bach (CDU) Ur

Ich sage es mal ganz simpel: Thüringen hat im letzten Jahrzehnt in Brüssel ziemlich geschlafen. Das muss man einfach sagen. Das hat man jetzt auch schwarz auf weiß. Wenn wir uns die beiden großen Programme der Europäischen Union – den Finanzierungsformen „Horizont Europa“ und „LIFE“ – anschauen, ist Thüringen unter allen anderen Bundesländern Letzter, was die Fördermodalitäten angeht. Das zeigt, dass wir dort nicht aktiv genug gewesen sind. Das werden wir intensivieren. Ich habe dort Gespräche mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehabt, die wahnsinnig engagiert sind, die für Thüringen brennen. Ich habe es gerade schon geschildert: Durch dieses gemeinsame Büro mit Hauts-de-France bieten sich uns da Chancen. Wir haben jetzt unter Thüringer Führung mit der Ministerpräsidentenkonferenz-Ost in Brüssel mit den drei wichtigsten Kommissaren – für Regionalentwicklung, für Haushalt und Finanzen und für Migration – gesprochen. Es wird im nächsten Jahr auch Besuche von Kommissaren hier in Thüringen geben. Das heißt, uns dort stärker zu vernetzen, ist Auftrag der Landesregierung. Das machen wir in großer Gemeinsamkeit, aber mit einem ganz deutlichen Ziel: Wir wollen mehr Mittel aus Brüssel hier in Thüringen haben. Wir wollen mehr strategische Vernetzung in Europa zum Nutzen unserer Bürgerinnen und Bürger. Wir wollen im Hochschul- und im Wissenschaftsbereich mehr Austausch, auch bei den Auszubildenden. Dort gibt es vielfältige Initiativen, auch der Handwerkskammern. Das alles zusammengenommen soll ein Paket sein, mit dem Thüringen deutlich macht: Wir liegen nicht nur im Grünen Herzen Deutschlands, sondern wir liegen auch in der Mitte Europas. Deswegen ein ganz klares Plus für die Landesvertretung, stärkere Sichtbarkeit. Ich glaube, da gibt es ein paar ganz gute Ideen für nächstes Jahr.

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