Mario Voigt
Frage des Abgeordneten Schaft (Die Linke)
Ich habe das jetzt nicht im Einzelnen geprüft. Ich weiß, dass einzelne Anbieter der Glasindustrie zum Beispiel ihre Öfen von Gas auf Elektro umgestellt haben. Da gibt es erste Testläufe, die stattgefunden haben. Wenn Sie sich anschauen, sie haben auch die Lieferketten verändert. Auch das spielt eine Rolle. Mir ist jetzt kein Fall bekannt. Die Energiesituation hat sich für die Glasunternehmen verbessert, sie ist aber noch lange nicht da, wo sie hin muss. Ich bin einmal im Jahr im Austausch mit den Vertretern der Glasindustrie, das war 2024 und es war jetzt auch 2025. Ich kann jetzt da keine vertiefte Auskunft, was die Glasindustrie angeht, geben. Was ich aber sicher sagen kann, ist: Wir haben massive Steigerungen bei den Umsätzen bei fast stabilem Energieverbrauch in der Elektroindustrie, in der Elektrotechnik. Die sind in Thüringen deutlich gestiegen. Wenn Sie es sich anschauen, wir haben ungefähr 4 bis 5 Prozent mehr Gewerbeanmeldungen in Thüringen. Das heißt, es gibt verschiedene Unternehmenszweige, die sehr stark wachsen und boomen, es gibt welche, die eher moderat unterwegs sind, und es gibt auch einige, die tatsächlich unter Druck sind. Ich glaube, das ist der Spannungsbogen, den wir hier miteinander zu diskutieren haben. Es wird keine staatlich gelenkte Industriepolitik hier aus dem Freistaat heraus geben. Was es aber geben wird, sind Unterstützungsmaßnahmen, sachgerecht und sehr zielgenau für die jeweiligen Industriebereiche, die Unterstützung brauchen. Das tun wir auch. Vieles können wir in Thüringen regeln, nicht alles. Und das, was wir nicht in Thüringen regeln können, regeln wir zusammen mit dem Bund. Die Glasindustrie zählt im Übrigen dazu. Wenn Sie sich anschauen, wir sind im Prinzip der Glasgürtel, der von Nordbayern, also Franken, bis hin nach Südthüringen hineinreicht. Genau da unterstützen wir, wo es möglich ist.
