Uwe Thrum
Bäder retten – Sanierungsstau beenden, Schwimmfähigkeit sicherstellen
Ich glaube, ich möchte meine Redezeit dann noch für andere Sachen verwenden. Aber ich möchte Ihnen das sehr gern erklären. Dieser Fachkräftemangel besteht ja. Ich glaube, das streiten Sie auch nicht ab. Und wir haben uns da umgeschaut. In Österreich beispielsweise gibt es einen Rettungsschwimmer-Helferschein. Und dort sind die sportlichen Anforderungen noch niedriger als die bei dem Rettungsschwimmer mit dem bronzenen Abzeichen.
(Zwischenruf Abg. Schubert, Die Linke: Dann
hat doch Herr Bilay recht!) Fakt ist eins – dass wir die sportlichen Voraussetzungen deshalb zurücknehmen: Ich bin selbst Mitglied im Förderverein. Meine Kinder haben das silberne Rettungsschwimmerabzeichen. Aber wenn bei uns mal alle fünf oder zehn Jahre ein Kind wirklich ins Schwimmerbecken fällt, dann sind es die Badegäste selber, die hinterherspringen, das Kind herausholen. Erst wenn im Prinzip die Person aus dem Wasser geholt ist, dann kommt meistens das Badaufsichtspersonal dazu und übernimmt Erste-Hilfe-Maßnahmen. Ja, so sieht es zumindest bei uns in der Realität aus. Ich war bei unserer Therme im Wahlkreis in Bad Lobenstein. Dort ist eine durchschnittliche Wassertiefe von 1,20 Meter. Und auch die brauchen diese Fachkräfte. Die brauchen den Bademeister oder den Fachangestellten für Badebetriebe. Notfalls kann natürlich hilfsweise auch ein Rettungsschwimmer mit silbernem Schwimmabzeichen eingreifen. Aber wenn ich nur eine Wassertiefe von 1,20 Meter habe, dann kann ich eigentlich jeden dort hinsetzen, der halbwegs fit ist, der den Menschen dann aus dem Wasser holt. Und dann reicht das, was beim bronzenen Schwimmabzeichen gefordert wird, völlig aus.
(Beifall AfD)
