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Andreas Bühl

CDU 07.06.2024 Sitzungen 7/138

Fahrt aufnehmen für den Mountainbikesport und -tourismus im Freistaat – Entwicklung einer „Mountainbike-Strategie 2030“ für Thüringen

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich habe es schon in der Berichterstattung gesagt, das ist ein Antrag, der positiv beschieden wurde, dem ich auch positiv gegenüberstehe, weil der Mountainbike-Tourismus in Thüringen – und ich mache jetzt seit 2014 Tourismuspolitik – ein Bereich ist, der bei Weitem nicht so viel Aufmerksamkeit erfahren hat, wie er von der Wirkung her, die wir damit erzielen könnten, erfahren müsste. Ich will an die Erstellung der letzten Tourismuskonzeption erinnern. Knut Korschewsky und ich saßen dort mit drin. Es war leider damals noch die mehrheitliche Auffassung, dass man gesagt hat: „Wir brauchen Mountainbike jetzt nicht so, wir sind Wanderland, Fahrrad ist jetzt eher so sekundär, das wollen wir nicht.“ Ich finde, da hätten wir uns damals schon – ich habe damals schon dafür gestritten – innovativer zeigen können, denn, man sieht es aktuell, der Markt zieht an uns vorbei. Wir hätten als Land mitten in Deutschland schon viel mehr leisten können. Wir brauchen dafür aber die Angebote. Wir brauchen die Bike-Parks, wir brauchen die Strecken. Wir haben ja auch schon Strecken, allerdings nicht – und das wurde von den Vorrednern auch schon angesprochen – so, dass wir sie in der Breite schon gemeinsam auch vermarkten können. Das hätten wir schon alles viel früher haben können. Jetzt ist es schwer zu sagen: hätte, wäre, wenn. Man muss ja nach vorn gucken. Das heißt, wir müssen und wir sollten da jetzt zügig vorangehen. Da kann dieser Antrag ein Bestandteil sein. Ehrlicherweise muss man sagen, wir beschließen ihn heute als Landtag, der bald seine letzte Sitzung hat, und wir haben eine Landesregierung, die bald auch dann durch eine neue Landesregierung – wie auch immer sie aussieht – ersetzt werden wird. Von daher bleibt es dann Aufgabe des kommenden Landtags, auch diese Sachen nachzuhalten und von der Landesregierung dort auch entsprechend einzufordern. Das trifft auch die Tourismuskonzeption. Die wird auch nicht mehr in dieser Legislatur abgeschlossen, sondern sie wird in einer neuen Legislatur von einer neuen Landesregierung mit einem neuen Landtag begleitet werden. Ich kann schon mal für uns zusagen, für meine Fraktion, dass wir dieses Thema in dieser Tourismusstrategie sehr prominent platziert haben wollen, weil wir wollen, dass der Mountainbike-Tourismus vorankommt, dass wir auch Streckenangebote haben. Das wird eine Frage von Förderung und Vermarktung sein. Und das muss ich jetzt auch noch mit einbringen: Wenn man mal schaut, was in diesen Tagen so in den Medien zu lesen war, auch im MDR, trifft mich ganz persönlich in Ilmenau, wie wir uns zum Teil auch kleinmachen. Wir haben schon Strecken angeboten und sie werden dann nicht oder sollen nicht vermarktet werden. Da gab es im MDR einen Beitrag, dass gerade die Stadtverwaltung in Ilmenau das nicht vermarkten will, was man schon hat. Auch da wollten wir ein viel größeres Konzept. Es gab keine Mehrheit dafür. Ich habe mir persönlich vorgestellt, dass wir auch da zu einem größeren Beitrag kommen, den wir als Leuchtturm nach außen stellen. Aber das zeigt, dass wir in den Kommunen immer noch überzeugen müssen, dass das was Gutes ist, man damit auch Geld verdienen und auch Aufmerksamkeit auf die Kommunen ziehen kann und wir damit auch mehr touristisch vermarkten können. Ich finde, wir machen uns dort oft als Thüringen – das betrifft nicht nur dieses Thema –, wir machen uns oft zu klein. Wir haben viel mehr zu bieten. Wenn man andere Regionen anschaut, Bayrischer Wald, mit was für einer Überzeugung, mit was für einem Selbstbewusstsein die nach vorn gehen und sagen: Schaut an, was wir zu bieten haben und wer zu uns kommen kann! Ich finde, da sind wir oft – das betrifft nicht nur die Landesebene, es betrifft eben auch die Ebenen darunter – zu zurückhaltend und wir haben eigentlich wirklich viel Grund, nicht zurückhaltend zu sein. Wir haben viel zu bieten: den Thüringer Wald in seiner Schönheit, zwar jetzt eingeschränkt durch den Borkenkäfer, aber trotzdem in der zentralen Lage. Die anderen Mittelgebirge, die wir haben, die touristische Vermarktung, die Radwegestrecken, die es ja schon gibt, bzw. die touristischen Radwege. Das ist alles etwas, das wir in die Waagschale werfen müssen und wo wir uns nicht kleinmachen dürfen. Da muss Thüringen einfach den Rücken gerade machen und sich besser vermarkten. Dafür ist dieser Antrag eine Möglichkeit. Wir müssen es gemeinsam in einer nächsten Legislatur nachhalten und ich rufe dazu auf, auch in den Kommunen, doch nach vorn zu gehen, sich zu trauen, dort Dinge zu entwickeln, denn wir können es zum Schluss nur gemeinsam, Land und Kommunen. Ich werde weiter dafür eintreten und wünsche mir natürlich auch, dass wir auch in den Kommunen Mehrheiten für sowas finden. Heute werden wir diesem Antrag zustimmen und wünschen dem Ganzen eine gute Umsetzung. Vielen Dank. (Beifall CDU, Gruppe der FDP)

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