Mario Voigt
Kein Ausstieg aus der Kernenergie ohne funktionierende Alternativen – Energieversorgung auch für Thüringen sichern
Sehr geehrte Damen und Herren, der Kollege Gleichmann und die Kollegin Wahl haben ja zum Thema „Kernkraft“ gesprochen. Mitten in der Energiekrise Kernkraft abzuschalten, ist ein schwerer Fehler. Darum geht es heute hier – ganz simpel.
(Beifall CDU)
Wenn wir uns anschauen: Sechs Länder in der Welt, die Kernkraftländer waren oder sind, haben sich entschieden, auszusteigen. Dazu zählen Südkorea, Belgien, Spanien, Schweiz, Taiwan und Deutschland.
(Zwischenruf Abg. Möller, SPD: Österreich ist
auch dagegen!) Von diesen sechs Ländern, die aussteigen wollten: Wissen Sie, wie viele sich davon verabschiedet haben? Davon verabschiedet haben sich bis auf Deutschland alle. Sie propagieren hier einen nationalen Sonderweg, Sie propagieren einen Alleingang, der die Bürger und die Wirtschaft tatsächlich Geld und Wohlstand kostet.
(Zwischenruf Abg. Möller, SPD: Das ist
Quatsch!) Das muss man hier thematisieren – ganz klar.
(Beifall CDU)
(Unruhe DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-
NEN) Im Übrigen: Die finnischen Grünen treten mittlerweile dafür ein, Kernkraft als CO -neutrale Ener2 gieform anzuerkennen, Schweden baut neue Kernkraftwerke
(Zwischenruf Abg. Dittes, DIE LINKE: Nein,
anders!) – all das findet um uns herum statt. Dass Sie hier auftreten und sagen, das passt nicht, finde ich schwierig. Ich sage Ihnen eins: Wir haben einen Energieplan basierend auf den Berechnungen der Landesregierung – evidenzbasiert. Das vermisse ich bei Ihnen.
(Unruhe DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-
NEN) Von Ihnen höre ich nur Ideologie. Ich kann Ihnen auf die Terawattstunde genau sagen, wo wir in Thüringen hinkommen müssen, damit wir den Strom im Jahr 2035, den wir in Thüringen im Jahresmittel verbrauchen, selbst produzieren können. Das ist eine Vision. Was Sie machen, ist Ideologie.
(Beifall CDU)
