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Ute Bergner

fraktionslos 02.02.2023 Sitzungen 7/101

Einsatz von Wärmebilddrohnen zum Schutz von jungen Wildtieren auf Landesebene implementieren und auf Bundesebene unterstützen

Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kollegen Abgeordnete, liebe Zuhörer, wenn es um Umweltschutz geht, spielt Artenschutz eine große Rolle. Wildtiere sind vielfältigen Gefahren ausgesetzt. Zu den natürlichen Gefahren kommen noch technologische Gefahren hinzu. Technikeinsatz in der Landwirtschaft und hier insbesondere bei der Grasmahd und der Getreideernte ist, wie die beiden Anträge ausführlich darlegen, eine große Gefahr für junge Wildtiere, insbesondere Rehkitze, die in hochstehenden Wiesen und Feldern Schutz suchen. Daher ist es mir ein persönliches Anliegen, dass alles dafür getan wird, die Tiere bei der Grasmahd und Getreideernte zu schützen. Den Schutz 100 Prozent auf ehrenamtliche manuelle Tätigkeit abzustellen, ist unverantwortlich. (Beifall Gruppe der FDP) Beide Anträge halte ich für wichtig und daher für diskussionswürdig in den Ausschüssen. Es geht um Lebewesen, die Angst haben, Schmerzen empfinden und teilweise zu den bestandsgefährdeten Arten zählen. Es reicht nicht aus, Gesetze mit Vorgaben zu formulieren und die Landwirte damit in die Enge zu treiben und sie zu Verbrechern zu machen, wenn sie das nicht einhalten, sich aber gleichzeitig Lösungen zu verschließen. Wir brauchen eine Einheit von Artenschutz, Naturschutz und Technik. Der Einsatz neuer und etablierter Technik erfordert immer, die Auswirkungen auf die Natur zu evaluieren und zu verfolgen. Diese Ergebnisse müssen in Erkenntnisse und Handeln umgesetzt werden. Dabei können auch weitere Innovationen Abhilfe schaffen. Dafür sind die Wärmebilddrohnen ein sehr gutes Beispiel. Windkraftanlagen sind dafür ein weiteres präsentes Beispiel, wo es kluger Lösungen bedarf. Schutz von jungen Wildtieren und hier vor allem von Rehkitzen mit dem Einsatz von Wärmebilddrohnen ist möglich und erprobt. Diese Anträge sind ein erster Schritt und es ist wichtig, in den Fachausschüssen diese Themen von allen Seiten zu beleuchten und zielgerichtete Schritte zu vereinbaren, um eine umsetzbare Lösung zu finden. Zur Umsetzung gehört selbstverständlich neben dem rechtlichen Rahmen auch die Finanzierung. Da gilt es, kluge Konzepte zu erarbeiten, die sowohl andere Einsatzmöglichkeiten wie Brandschutz und Rettungswesen miteinbeziehen als auch Fördermittel zum Anschub von Privat- und Kommunalfinanzierung bereitstellen. Landwirte und Forstwirte, aber auch Kommunen, Feuerwehr und Rettungsdienste müssen einbezogen und befragt werden, in welchen Bereichen sie sich den Einsatz noch vorstellen können und welche Voraussetzungen es dafür braucht. Dies alles ist in den Ausschüssen zu leisten und deshalb stimme ich gern einer Überweisung der beiden Anträge an die Fachausschüsse zu. Ich appelliere an Sie, diese wichtige Problematik nicht wegzustimmen, sondern an die Ausschüsse zu überweisen. Vielen Dank. (Beifall AfD)

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