Christina Tasch
Einsatz von Wärmebilddrohnen zum Schutz von jungen Wildtieren auf Landesebene implementieren und auf Bundesebene unterstützen
Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Frau Maurer, gestern habe ich schon bei der Rede zum Abfall gedacht, ich sitze hier in einer Schule und werde dauernd belehrt, und das in einer Arroganz,
(Beifall AfD)
als wenn hier alles Abgeordnete sind, die von nichts Ahnung haben.
(Zwischenruf Abg. Henfling, BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN: Wiederholung festigt!) Was haben Sie denn, Frau Henfling? Haben Sie was auszusetzen an mir?
(Zwischenruf Abg. Henfling, BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN: Nein, ich habe nur gesagt, Wiederholung festigt!) Wiederholung, natürlich, man kann alles wiederholen. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir halten beide Anträge für diskussionswürdig und würden sie auch gern fachlich im zuständigen Ausschuss für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten debattieren, wo wir uns auch mal Zeit nehmen können, fachlich darüber zu sprechen und nicht hier so oberflächlich, wie man das natürlich im Plenum auch nur machen kann, weil man ja auch nur begrenzt Zeit hat. Die Situation für die Rehkitze und für die ganze Tierwelt ist natürlich auch so, dass man das etwas länger auch mal mit Fachleuten im Ausschuss bereden sollte. Wir haben bereits 2021 hier über das Thema debattiert. Frau Hoffmann, Sie haben sicher Ihre Rede von 2021 wieder genommen, denn es kam mir alles so bekannt vor. Es ist alles diskussionswürdig, da gibt es keine Frage, aber es sind keine neuen Aspekte hinzukommen – außer einem. Denn damals hat das CDU-geführte Bundeslandwirtschaftsministerium eine Förderung für den Kauf von Wärmebilddrohnen zur Kitzrettung in Höhe von 3 Millionen Euro aufgelegt und davon wurden 900 Drohnen angeschafft – ein wichtiger Beitrag zur Tierrettung, zur Kitzrettung. In Zeiten, in denen der Tierschutz und das Tierwohl jetzt durch die neue Bundesregierung so großgeschrieben werden, gerade von den Grünen, ist es uns völlig unverständlich, warum der Grünen-Landwirtschaftsminister als einer seiner ersten Amtshandlungen diese Förderung nicht mehr fortführen wollte. Da kann man schon mal ein großes Fragezeichen dahinter stellen.
(Beifall CDU, AfD)
Dann ist er 2022 doch noch zur Einsicht gekommen und hat für 2022 die Förderung neu aufgelegt. Aber wir wissen es nicht, vielleicht wissen es die Kollegen der FDP, der SPD und der Grünen, wie sich der Herr Landwirtschaftsminister in diesem Jahr verhält und ob wir den Artenschutz ernst nehmen in seiner Breite oder ob der Artenschutz beim Wolf aufhört und alle anderen Tiere der Schöpfung werden hier außen vor gelassen.
(Beifall CDU, AfD)
Da bitte ich noch mal die Kollegen von Gelb, Rot und Grün, dass Sie sich dafür im Bund auch einsetzen, das Artenschutz alle Tiere betrifft, die unseren Schutz brauchen. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wie es auch sei: Die Zielrichtung der Anträge, Tierschutz und landwirtschaftliche Nutzung besser in Einklang zu bringen, ist weder falsch noch ideologisch. Die grundsätzliche Intention „mehr Tierschutz für die Wildtiere“ kann nur begrüßt werden von unserer Seite. Es ist auch richtig, dass das Bewusstsein für das Thema „Mähtod“ gestärkt werden muss. Lassen Sie uns deshalb die Anträge im Ausschuss fachlich klären und auch überlegen, was mehr für den Wildschutz insgesamt und für die Tierrettung getan werden kann. Ich möchte auch an dieser Stelle allen Ehrenamtlichen recht herzlich danken, die sich in der Freizeit für das Tierwohl engagieren und auch für die Kitzrettung viel tun, um unsere Wildtiere zu erhalten. Herzlichen Dank.
(Beifall CDU, AfD)
