Markus Gleichmann
d) Bericht über den Stand und die voraussichtliche Entwicklung der Finanzwirtschaft des Landes
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, der Einzelplan 02 – Bereich Thüringer Staatskanzlei mit den Themenfeldern Europa, Kultur und Medien – ist für uns, die in diesem Arbeitsfeld arbeiten, natürlich der wichtigste Haushalt überhaupt. Gerade in der jetzigen Zeit, in der die Haushalte unter Druck geraten sind, ist für die, die sich auch kommunal damit beschäftigen, Kultur gerade der erste Bereich, in dem eigentlich immer gespart wird. Insofern ist der Haushalt schon zu begrüßen, dass in dem Fall an den richtigen Stellen eventuell etwas passiert. Wir wissen ja durch die Minderausgabe nicht, wo genau, aber da haben wir ja sehr viel Vertrauen in das Ministerium. Aber die große Leistung dieses Haushalts ist es, dass es eben nicht passiert, dass in dem Bereich Kultur, Europa und Medien insofern gespart wird. Unsere Schwerpunkte sind die Folgenden: Zum einen freut es uns, dass wir auch die unterstützen können, die unter anderem auch von unseren Sitzungen berichten, nämlich die Bürgermedien, und damit die lokale und regionale Medienvielfalt mit institutioneller Förderung stärken können. Uns war es auch wichtig, dass für die Landesantidiskriminierungsstelle und für die, die in diesem Bereich arbeiten, speziell auch das Queere Zentrum, Sicherheit geschaffen wird,
(Beifall DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-
NEN) damit sie ihre Arbeit verstetigen und damit auch einen wichtigen Teil der Arbeit in der Gesellschaft leisten können. Wie auch schon genannt, wird die Unterstützung der Jugendkunst- und Musikschulen auch in Vorbereitung des derzeit in unserem Bereich diskutierten Gesetzes verstetigt. Und – auch nicht ganz unwichtig – auch wenn es manchmal ein bisschen abwertend als Investition in toten Stein betrachtet wird, denke ich aber, ist die Unterstützung für Denkmäler und kulturhistorische Bauten gerade in unserem Land nicht geringzuschätzen. Insofern vielleicht als Antwort auf Herrn Montag, da klang so ein bisschen raus, wir sollten uns auf das konzentrieren, was gut funktioniert – so in dem Bereich „der Markt wird das schon regeln“. Der Markt regelt das eben bei der Kultur nicht, zumindest, wenn man Breitenkultur möchte. Bei den Anträgen, die eingegangen sind, war ja auch die Halbierung der Mittel für Baudenkmäler dabei, das ist in Ordnung, dass es das nicht in die Beratung bzw. in die Abstimmung geschafft hat. Das Gleiche gilt auch für die AfD. Es ist ja quasi schon eine Anmaßung, ein Programm „Meine Heimat – mein Thüringen“ zu nennen. Wenn man betrachtet, was dort drinsteht, ist es ein reines Ideologieprogramm.
