Beate Meißner
Fragestunde
Impfung von nicht mobilen Menschen in häuslicher Pflege in Thüringen Pflegende Angehörige stehen durch die CoronaPandemie vor großen Herausforderungen. Während der mündlichen Anhörung zu den Alternativanträgen der CDU „Schutz des Lebens und seelischen Wohlbefindens von Senioren und anderen Risikogruppen während der Corona-Pandemie“ und der regierungstragenden Fraktionen „Lebensqualität von Seniorinnen und Senioren, pflegebedürftigen Menschen und Menschen mit Behinderungen auch in der Corona-Pandemie sichern“ im Sozialausschuss am 9. Dezember 2021 wurde in den Wortbeiträgen des Landesseniorenrats Thüringen und von „wir pflegen! in Thüringen e.V.“ deutlich, dass nicht mobile Menschen in häuslicher Pflege vielfach nicht in der Lage sind, die bestehenden Impfmöglichkeiten wahrzunehmen. Zudem gäbe es große Probleme im Fall der Verhinderung eines pflegenden Angehörigen zum Beispiel durch Erkrankung oder Quarantäne. Ich frage die Landesregierung: 1. Welche Erkenntnisse über eine Impflücke bei Menschen in häuslicher Pflege liegen der Landesregierung vor? 2. Wie unterstützt die Landesregierung die Impfung von nicht mobilen Menschen in häuslicher Pflege? 3. Plant die Landesregierung weitere Sondermaßnahmen, um die Impfquote von speziell nicht mobilen Menschen in häuslicher Pflege zu erhöhen? 4. Wie wird die Pflege von nicht mobilen Menschen in häuslicher Pflege sichergestellt, deren pflegende Angehörige in Quarantäne oder selbst mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert sind und für die kein anderes Pflegepersonal vorhanden ist?
