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Christoph Zippel

CDU 19.11.2021 Sitzungen 7/65

Hebammenversorgung in ganz Thüringen sicherstellen – gelingende Arbeitsbedingungen fördern

Sehr geehrter Herr Präsident, meine sehr geehrten Damen und Herren, Hebammen sind für werdende Mütter und werdende Eltern ein wichtiger Halt in einer sehr aufregenden Zeit. Die Mehrheit der Mütter in Deutschland ist zufrieden mit der Versorgung während der Geburt, aber es wird immer schwieriger, eine Hebamme zu finden. Die Zahl der im Kreißsaal unterversorgten Frauen steigt. Die Zahl der Alleingeburten steigt. Gleichzeitig klagen viele Hebammen über ihre Arbeitsbedingungen. Es wird eine massive Überbelastung beklagt. Die Verweildauer der Hebammen insbesondere in den Kliniken ist auf lediglich fünf Jahre gesunken. Vielen Kliniken fällt es schwer, die frei werdenden Stellen zu besetzen. Insbesondere die Geburtsstationen im ländlichen Thüringen müssen schließen. Wir müssen uns klarmachen: Die Versorgungssicherheit der Mütter ist gefährdet. Für uns gehört Geburtshilfe zur Daseinsvorsorge. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Wir fordern die Landesregierung zum Handeln auf. Bereits 2015 war durch die CDU die Durchführung eines Runden Tisches „Geburt und Familie“ angestoßen worden. Dies führte schlussendlich auch zu spürbaren Verbesserungen für die Hebammen in Thüringen. Eine ähnliche gemeinschaftliche Kraftanstrengung ist heute wieder nötig, vielleicht sogar dringender denn je. Aufgrund der eben beschriebenen Entwicklung, denke ich, wird da keiner ein Fragezeichen dranmachen, aber auch wegen der geänderten Rahmenbedingungen, Stichwort „Hebammenreformgesetz“. Eine mögliche Lösung ist ein Hebammenbonus. Dieser hat sich in Bayern bewährt. Er könnte dazu beitragen, dass zum Beispiel kleine Geburtsstationen gesichert werden können. Aber auf die Details wird dann in Folge meine Kollegin Meißner eingehen. Vielen Dank. (Beifall CDU)

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