Thomas Gottweiss
Thüringer Wasserstoffstrategie entwickeln und Modellprojekte bündeln – Wasserstoff-Verbundregion Mitteldeutschland bilden
Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kollegen, liebe Zuschauer am Livestream, „Wasserstoff“ ist ein Thema, was in aller Munde ist, und das vollkommen zu Recht, weil, glaube ich, allen in diesem Hause klar ist, dass Wasserstoff ein ganz wesentlicher Baustein für das Gelingen der Energiewende ist. Es ist durchaus auch so, dass der Freistaat Thüringen in diesem Bereich einiges angestoßen hat. Es gibt ein Gutachten zur Vorbereitung einer Wasserstoffstrategie, es gibt Eckpunkte für eine Wasserstoffstrategie, es gibt diverse Modellprojekte und – wie wir in den Haushaltsberatungen gesehen haben – auch jede Menge Geld, das in die Förderung der Wasserstofftechnologie fließen soll. Die CDU-Fraktion glaubt jedoch, dass bei der Wichtigkeit, die das Thema für das Gelingen der Energiewende hat, und aufgrund des Zeithorizonts, wo, glaube ich, ein großer Konsens besteht, dass wir bis zum Ende dieses Jahrzehnts die wesentlichen, praktischen Lösungen technisch und wirtschaftlich realisiert haben müssen, ein konsistentes Konzept, eine Wasserstoffstrategie notwendig ist, die sowohl die Bemühungen auf europäischer Ebene als auch auf Bundesebene bündelt und genau definiert, wie der Freistaat Thüringen die Wasserstoffstrategie fördern und den Markthochlauf ermöglichen will.
(Beifall CDU)
Deswegen haben wir schon im letzten Jahr diesen Antrag eingebracht und haben die Landesregierung gebeten, einen entsprechenden Bericht zu geben. Ich habe mit Freude vernommen, dass die Ministerin heute dazu reden wird. Ich hoffe, dass die Zwischenzeit auch genutzt wurde, um an einer entsprechenden Wasserstoffstrategie zu arbeiten. Darüber hinaus haben wir natürlich auch einige Punkte definiert, die im Zusammenhang mit der Wasserstoffstrategie ganz wichtig sind. Da geht es vor allen Dingen um Forschung, es geht um Modellprojekte und es geht darum, dass wir Wasserstofftechnologie in allen Sektoren brauchen, also Mobilität, Industrie. Auch die Frage von Wasserstoff im Zusammenhang mit Wärme ist äußerst interessant. All diese Themen müssen besprochen werden. Gleichzeitig ist es aber auch so, dass es ein paar Bereiche gibt, die nicht so stark im Fokus stehen, wie wir uns das wünschen würden. Dazu gehört unter anderem auch die Frage von Biowasserstoff, also der Herstellung von Wasserstoff über die Verarbeitung von Bioabfällen, Grasmahd und Ähnlichem, die uns eine zusätzliche Komponente bieten würde, um an dieser Stelle voranzukommen. Wir haben ein ganzes Potpourri von Themen in unserem Antrag aufgeschrieben. Wir freuen uns an dieser Stelle auf einen guten fachlichen Austausch und natürlich auch auf die Ausführungen der Ministerin und sind gespannt, was uns jetzt hier erwartet. Herzlichen Dank.
(Beifall CDU)
