Tosca Kniese
b) auf Antrag der Fraktion der FDP zum Thema: „Schicksalstag der Deutschen – Der 9. November im Lichte der Bürgerrechte aus der Sicht Thüringens“
Aber so kann man fragen: Steht der 9. November 1989 nicht für das Ende des ideologischen Zeitalters, für das Ende der Utopie, ja gar für das Ende der Geschichte? Wir wissen heute, dass entsprechende Meinungen vorschnell geäußert wurden. Die Geschichte ist nicht zu Ende, sie geht weiter und auch die ideologische und die totalitäre Bedrohung bestehen nach wie vor. Für diese Bedrohung steht übrigens auch ein anderer 9. November, den man in der Zeitgeschichtsschreibung gern unterschlägt, nämlich der des Jahres 1969. An diesem Tag misslang ein Attentat der linksextremistischen Tupamaros-Gruppe Westberlin, und zwar ein Attentat auf das jüdische Gemeindehaus in Berlin. Bewusst hatte diese Gruppe den 9. November als Datum für ihre linksterroristische und antisemitische Aktion ausgesucht, um nämlich an die Pogromnacht von 1938 anzuknüpfen. Die Bombe, die die Herrschaften benutzten, war übrigens von einem Verfassungsschutz-V-Mann geliefert worden. All das gilt es hier zu erwähnen, weil die Tupamaros in die unmittelbare Vorgeschichte der RAF und der heutigen Antifa gehört. Aber es bleibt festzuhalten: Diese Leute sind mit ihrem Kampf gegen die bürgerliche Freiheitsordnung bislang gescheitert. Nicht gescheitert hingegen ist die Bürgerbewegung in der DDR, die schließlich zum Untergang der DDR-Diktatur und zur deutschen Einheit führte. Das ist ein gutes Signal in unsere politische Gegenwart, eine Gegenwart, die keinen deutlichen Ausblick auf die Zukunft bietet. Gerade deshalb sollten wir die Lehre des 9. November 1989 ziehen und aufgreifen, die Lehre nämlich, dass sich ein Volk nicht dauerhaft seiner Freiheit und seiner Rechte berauben lässt.
(Beifall AfD)
Ja, im Übrigen bin ich der Meinung, dass Rot-RotGrün und Frau Merkel abgewählt werden müssen.
(Beifall AfD)
