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Madeleine Henfling

GRÜNE 16.07.2020 Sitzungen 7/20

Fragestunde

Vielen Dank. Munitionsfunde bei „Nordkreuz“-Ermittlungen – Bezug zu Thüringen? Bei einer Razzia im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen mutmaßliche Mitglieder des sogenannten „Nordkreuz“-Netzwerks wurden über 55.000 Stück Munition aus unterschiedlichen Bundesländern entdeckt. Unter der Munition befanden sich nach Presseberichterstattung auch 25 Patronen aus der Chargennummer DAG 14A0703. Aus dieser Charge hätte die Thüringer Polizei (das Landeskriminalamt) im Jahr 2014 neben anderen Polizeien Munition beschafft. In Thüringen würde nach Auskunft des Landeskriminalamts keine Munition vermisst. Die Munition wurde bei dem Beschäftigten eines Schießplatzes in Mecklenburg-Vorpommern gefunden. Auf diesem Schießplatz trainierten nach Medienberichten Spezialeinheiten der Polizei und der Bundeswehr. Ich frage die Landesregierung: 1. Haben Thüringer Polizistinnen oder Polizisten auf dem genannten Schießplatz trainiert und, wenn ja, seit wann, wie oft und wie viele Polizisten und Polizistinnen? 2. Wie wird sichergestellt, dass Munition auf einem Schießplatz tatsächlich verbraucht wurde und nicht stattdessen beiseitegeschafft worden sein kann? 3. Hat die Thüringer Polizei Munition aus anderen Chargennummern beschafft, welche im Rahmen der genannten Ermittlungen bekannt geworden sind? 4. Welche anderen Polizeidienststellen in Thüringen haben Munition aus der Chargennummer DAG 14A0703 beschafft, bei denen dann festgestellt wurde, dass Munition aus dieser Charge fehlt?

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