Thomas Hartung
Praxisintegrierte vergütete Ausbildung für Erzieherinnen und Erzieher sichern
Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren! Als letzter Redner kann ich es relativ kurz machen. In der Bewertung der praxisintegrierten vergüteten Erzieherinnenausbildung herrscht Einigkeit hier im Hohen Haus. Das war schon bei der Einbringung erkennbar. Wir sind uns einig, dass die PiA ein probates Mittel ist, die finanziellen Zugangshürden zur Erzieherinnenausbildung zu senken und die Ausbildung für weitere Zielgruppen zu erschließen. Einigkeit besteht auch darin, dass dieses Instrument eine Möglichkeit sein kann, den erheblichen Bedarf bis Ende der 2020er-Jahre für Thüringen von etwa 9.100 Erzieherinnenvollzeitstellen zu decken, und wir sind uns alle einig gewesen, dass das die alleinigen vollzeitschulischen Ausbildungsgänge nicht werden absichern können. Das neue Ausbildungsmodell kann hier eine Ergänzung bilden, es kann hier einen Ausweg geben und es wird uns helfen, diese entstehende Personallücke zu schließen. Es ist ebenso unumstritten, dass wir diesen Modellversuch unabhängig davon, ob sich der Bund weiterhin beteiligt oder nicht, zum Ende führen müssen. Denn erstens sind wir es denen schuldig, die sich auf diese Ausbildung eingelassen haben, zweitens sollten wir das Instrument nicht in der Testphase sterben lassen und drittens ist es so, dass wir als Land immer noch eine eigene Kompetenz haben, eine solche Ausbildung anzuschieben und durchzuführen. Ich bin außerdem dankbar, dass die CDU-Fraktion mit ihrem Ergänzungsantrag im Prinzip deutlich gemacht hat, dass wir gemeinsam diese praxisintegrierte Ausbildung in die Fläche bringen wollen, dass wir nach dem vierten Modellversuch Möglichkeiten finden wollen, dass wir an dieser Stelle weiterarbeiten können. Ich finde es richtig, dass wir zügig evaluieren, und in diesem Zusammenhang glaube ich, dass wir hier einen wichtigen, einen richtigen Schritt tun, und bitte um allgemeine Zustimmung. Vielen Dank.
(Beifall DIE LINKE, SPD, BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN)
