Markus Gleichmann
Fragestunde
Militärlager zum 75. Jahrestag der Befreiung in Kahla Im Rahmen des 8. Mai als Gedenktag finden traditionell in Kahla und dem Gebiet des südlichen Saa etals die Gedenkfeierlichkeiten zu Ehren der Opfer l des ehemaligen NS-Rüstungswerkes REIMAHG bei Kahla statt. An diesen Veranstaltungen nehmen Angehörige von Überlebenden, offizielle Vertreter aus ganz Europa und Menschen aus der Region teil. Im Rahmen dessen hatte sich in den vergangenen zehn Jahren eine Zusammenarbeit des Kreises und der Gemeinden mit dem ortsansässigen Geschichts- und Forschungsverein entwickelt. Dem Fragesteller ist bekannt geworden, dass ein über zehn Jahre inaktiver Verein plant, ebenfalls Veranstaltungen durchzuführen. So soll es in Kahla ein „originalgetreues Soldatenlager“ geben. Ein Aufruf an internationale Reenactment-Gruppen wurde von einem belgischen Mitglied des Vereins 2019 bei Facebook veröffentlicht. Ich frage die Landesregierung: 1. Welche Auffassung vertritt die Landesregierung zu dem oben beschriebenen geplanten Vorhaben eines „originalgetreuen Soldatenlagers“, bei dem möglicherweise funktionsfähige Waffen nicht ausgeschlossen werden? 2. Welche Auffassung vertritt die Landesregierung zu dem Thema „Reenactment“ von historischen militärischen Einheiten im Rahmen der Erinnerungskultur? 3. Handelt es sich bei dem oben in Bezug genommenen, längere Zeit inaktiven Förderverein um einen nach Steuerrecht gemeinnützigen Verein? 4. Welche Auffassung vertritt die Landesregierung zu dem oben in Bezug genommenen, längere Zeit inaktiven Förderverein insbesondere vor dem Hintergrund, dass möglicherweise innerhalb der Inaktivitätsphase keinerlei im Vereinsrecht vorgeschriebene Sitzungen, Gremienwahlen und Veranstaltungen stattgefunden haben?
