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Anne Riecke

FDP 17.09.2026 Sitzungen 20/127

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir sprechen in diesem Haus oder diese Woche ständig über PISA-Bildungsmonitoring oder das, was unser Bildungssystem besser macht oder was unsere Schüler besser machen soll und wo unsere Schülerinnen und Schüler hier in Schleswig-Holstein eigentlich überhaupt stehen. Genau deshalb sind Lernstandserhebungen wichtig. Ich möchte daran erinnern, dass wir letztes Jahr als FDP nach dem Hamburger Modell gefordert haben, diese Lernstandserhebungen in jedem Schuljahr durchführen zu lassen. Wir wollen wissen, wo Kinder stehen, wo Lernrückstände bestehen und wo Förderung notwendig ist. Deshalb stellen wir, und das möchte ich klarstellen, LeA.SH überhaupt nicht infrage. Aber eine Lernstandserhebung darf nicht einfach durchgeführt werden und anschließend in einer Schublade verschwinden. (Beifall FDP, SSW und Martin Habersaat [SPD]) Eine Lernstandserhebung muss ein Anfang sein, sie darf nicht das Ende sein. Denn wenn wir wissen, was ein Kind kann oder wo es Schwierigkeiten hat, muss die nächste Frage lauten: Was tun wir jetzt eigentlich damit? – Unsere Lehrerinnen und Lehrer vor Ort entscheiden, welche pädagogischen Maßnahmen dann für die Schülerinnen und Schüler getroffen werden. Das ist richtig so, weil wir unseren Lehrkräften in Schleswig-Holstein vertrauen. Aber die einzelne Lehrkraft sieht das einzelne Kind. Das Land muss das ganze System sehen. Es muss doch ein Interesse daran haben zu wissen, welche Maßnahmen aufgrund dieser Lernstandserhebung eigentlich überhaupt ergriffen werden. Welche Ansätze werden gewählt, und vor allem, was kommt tatsächlich beim Kind an? Genau darum geht es in unserem Antrag. Wir wollen, dass LeA.SH wissenschaftlich ausgewertet wird. Wir wollen nicht nur wissen, wo Schülerinnen und Schüler stehen. Wir wollen wissen, was aus diesen Erkenntnissen folgt, ob sich dadurch eine Lernentwicklung verbessert hat und ob schulische Abläufe verschlankt werden können. Das ist keine theoretische Frage. Nehmen wir vielleicht EVi als Beispiel. Wenn wir viereinhalbjährige Kinder testen, einen Entwicklungs- und Sprachförderungsbedarf feststellen und anschließend die Kinder fördern, muss doch für uns eigentlich interessant sein, wenn ein Kind anschließend in die 1. Klasse kommt: Hat diese Förderung, die dort passiert ist, etwas gebracht? (Beifall FDP) Das muss ich dann doch in der 1. Klasse mit dieser Lernstandserhebung testen. (Wortmeldung Malte Krüger [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])

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