Lukas Kilian
Sie haben eingangs behauptet, dass Sie mit vielen Kommunalpolitikern darüber gesprochen hätten, die Ihnen geraten hätten, diese öffentliche Infrastruktur sichtbarer zu machen, und die sich wünschen würden, dass man sie besser auffinden könnte. Könnten Sie konkretisieren, woher diese Kommunalpolitiker kommen? Denn ich kann Ihnen mitteilen, dass die Kommunalpolitiker, mit denen ich zu tun habe, sagen: Liebes Land, lass mich mit weiterer Bürokratie bitte in Ruhe, die meine Mitarbeiter im Rathaus machen müssen. (Beifall CDU) – Es wäre eine E-Mail, die man ans Land senden müsste, die sagt, welche Sportmöglichkeiten in Ihrer Gemeinde zur Verfügung stehen. Das ist an bürokratischem Aufwand relativ überschaubar. Dann, (Kianusch Stender) ich habe übrigens nicht gesagt, Gemeindevertreter haben mich beauftragt, den Antrag hier zu stellen, sondern ich habe mit Gemeindevertretern über diese Idee gesprochen, und die haben gesagt, sie würden sich darüber freuen. Welche das sind? Da werde ich mich wegen eines Beispiels in Flensburg gut hüten, das hier der CDULandtagsfraktion zu sagen. Wir wollten in Flensburg jetzt gerade eine politische Veranstaltung gemacht haben, bei der das CDU-geführte Bildungsministerium dafür gesorgt hat, dass sie abgesagt werden musste, weil Druck auf die Menschen ausgeübt wurde, die dazu eingeladen wurden. Ich werde mich hüten, Ihnen den Gefallen zu tun, hier jemanden zu benennen, wenn Sie eine Idee ablehnen. (Beifall SPD – Birte Pauls [SPD]: Sehr gut!) Dann muss ich noch sagen: Ich habe natürlich auch mit dem Landessportverband über das Thema Bewegungslandkarte gesprochen. Ich kenne das natürlich auch, aber das ist die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau. Da gibt es eine ganze Menge andere Dinge, die mit in dieser Landkarte aufgezeigt sind. Das ist mit der jetzigen Filterfunktion vor allem in urbanen Gebieten, wo es viele Angebote gibt, übrigens gar nicht einfach zu finden. Sich darauf aber anhand dieser Bewegungslandkarte zu spezialisieren, wäre möglich. Aber das würde einen Umbau bedeuten, der beim DOSB und nicht hier beim Landessportverband stattfinden müsste. Entweder sagen Sie, Sie finden die Idee gut. Dann müssten Sie auch sagen, dass Sie die Bewegungslandkarte gut finden. Oder Sie sagen, Sie finden unsere Idee schlecht. Dann müssten Sie dasselbe aber auch über die Bewegungslandkarte sagen. Dass Sie bei dem einen dieser und bei dem anderen jener Meinung sind, kann ich dann nicht ganz für voll nehmen. Es wäre ziemlich einfach, die Daten zu ergänzen. Ich bin dafür, dass sich das Land zumindest auf den Weg macht, die Daten flächendeckend für Schleswig-Holstein zu erheben. Das würde nicht viel Geld kosten. Damit komme ich zum letzten Punkt, und zwar zum Thema Kosten – das wäre der einzige Punkt, bei dem ich Ihnen Recht gegeben hätte –: Wenn man einen Blick darauf wirft, was die Landesregierung bisher für Apps ausgegeben hat, wie da das KostenNutzen-Verhältnis war, komme ich noch einmal auf die Kleine Anfrage zurück, die ich eben schon angerissen hatte. Ein Beispiel sticht dabei besonders ins Auge: Für die UmweltNAVI-App wurden knapp 200.000 Euro ausgegeben, und sie wurde nicht Herausgegeben von der Präsidentin des einmal 500-mal heruntergeladen; da ist tatsächlich noch Luft nach oben. Wenn Sie das im Hinterkopf haben, würde ich sagen, dass so eine App vielleicht nicht sinnvoll ist. Sie ist aber deutlich einfacher zu programmieren. Ich sage Ihnen: Sie wäre erfolgreicher. Deswegen habe ich eine Bitte: Lassen Sie uns das im Ausschuss vertiefen. – Danke. (Beifall SPD – Zuruf Tobias Koch [CDU])
