Dr. Bernd Buchholz
Das wäre die Setzung von Prioritäten, Frau Kollegin Waldeck, und das wäre so wichtig, denn in Wahrheit sieht man hier eins: Man wird in Berlin Bahnprojekte in Schleswig-Holstein nur dann umsetzen, wenn man mit ganz viel Dynamik in Berlin permanent den Leuten auf den Füßen steht. Nur dann wird man etwas bekommen. (Beifall FDP und vereinzelt SPD) Wenn man das nicht tut, meine Damen und Herren, dann kriegt man einen LNVP hiesiger Prägung: Alles könnte, nichts muss, alles ist vielleicht irgendwann mal möglich. – Nein, Kolleginnen und Kollegen, das wird das Land Schleswig-Holstein so nicht voranbringen. Die fünf Jahre zwischen dem letzten LNVP und diesem hier waren für den Schienenverkehr in Wahrheit verlorene Jahre. Denn die Pünktlichkeit hat gelitten, in der Infrastruktur ist nichts vorangegangen, und die jetzt stattfindenden Dinge sind alle bekannt und bereits in alten LNVP geregelt. (Beifall FDP und SPD – Zuruf SPD) Gestatten Sie mir zum Schluss noch eine kurze Bemerkung zur Bäderbahn, weil mich das als ehemaliger Minister durchaus tangiert hat. Die Vereinbarung mit der DB AG ist damals zustande gekommen, weil man wollte, dass die Güterverkehre – die 800-Meter-Züge, die jede Stunde zweimal in beide Richtungen unterwegs sind – nicht durch die Bäderorte an der Ostseeküste fahren sollen. Ein Raumordnungsverfahren hat dazu geführt, dass man sagt: Wir wollen die Trasse raus aus den Bäderorten legen. – Die Bahn war damals nur bereit zuzustimmen, wenn man sich dazu committet, keine Verkehre auf der Bäderbahn mit dem Ziel der Stilllegung zu bestellen. Dass es jetzt andere Gegebenheiten gibt, freut mich sehr. Es freut mich auch sehr, dass man auf dieser Bäderbahn Züge bestellen kann. Aber ich sage einmal vorsichtig: Ausweichverkehre von der Hauptstrecke im Güterverkehr durch die Badeorte an der Ostsee ist etwas, –
