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Jette Waldinger-Thiering

SSW 27.08.2026 Sitzungen 20/124

Sehr geehrte Landtagspräsidentin! Ich möchte nur noch einmal feststellen, falls ich das vorhin nicht ganz gesagt habe: Der Bericht soll natürlich zur weiteren Beratung in den Bildungsausschuss überwiesen werden. Außerdem hatte ich in der letzten Legislaturperiode beantragt, die Studie aus 2016 fortzuschreiben. (Zuruf SPD: So ist es!) Das wurde krachend abgelehnt, weil man nämlich vor den Zahlen Angst hatte, die am Ende des Tages in diesem Bericht stehen. Wir beziehungsweise zumindest die eine Seite sind uns eigentlich ziemlich einig, worüber wir sprechen. Wir sprechen über Lernmittelfreiheit, die dazu führt, dass wir Bildungsgerechtigkeit verstetigen können. Wir sprechen davon, dass Kinder in den Schulen nicht stigmatisiert werden und dann vielleicht nicht wütend werden, weil sie wieder die günstigen Buntstifte haben, die wieder abbrechen, und ein anderes Kind da sitzt und sagt: Hah, hah, hah, du hast mal die billigen Buntstifte, und deshalb kannst du nicht so toll malen wie ich. – Das ist genau der Punkt. Gleichzeitig sprechen wir davon, dass wir schon zwei gute Projekte in Schleswig-Holstein hatten und die Lehren daraus ziehen sollten. Denn für die Schulen ist es eine Mehrbelastung, immer wieder zu gucken: Haben die Kinder nun genau das, was auf dem Zettel stand, und so weiter? Das Kind hat heute kein Heft.

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