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Werner Kalinka

CDU 18.06.2026 Sitzungen 20/121

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es macht ja richtig Spaß hier. (Beifall und Heiterkeit) Ich will versuchen, in dieser Debatte einen Blick auf die Realität zu werfen. (Christopher Vogt [FDP]: Das können wir nun gar nicht gebrauchen! Und das beim Wohnungsbau! – Heiterkeit) – Das habe ich befürchtet. – Ja, ich will einmal ein bisschen helfen. Wenn man bei einem Einfamilienhaus zum Beispiel eine Eigenliegerwohnung schaffen und einen Anbau errichten – Kollege Dr. Buchholz hat das gestreift; die Geschichte ist gar nicht so lächerlich – möchte, dann ist das ja unter 120.000 Euro, 150.000 Euro (Dr. Bernd Buchholz [FDP]: So ungefähr!) gar nicht zu machen. Das ist nicht einfach mal ein Sümmchen, was man hat, sondern das ist eine richtig große Summe. Das Problem der Älteren – ich knüpfe da an das an, was ich gestern gesagt habe –, ist doch, dass sie zumeist diese Summen nicht haben oder aber nicht bereit sind, ihren Groschen dafür auszugeben, weil sie sagen: Wir kriegen ja nichts mehr dazu, wir wollen etwas behalten! (Dr. Bernd Buchholz [FDP]: Das kann man ja auch verstehen!) – Deswegen, Herr Kollege Dr. Buchholz, trage ich es noch einmal hier vor, und ich werde das bis zum Ende meiner Anwesenheit hier vortragen und sagen: Da ist der Hebel für viel mehr, wenn man es wollte, es so dann auch anzugehen. Wenn man A sagt, muss man in dieser Diskussion auch B sagen. Das Problem ist vielleicht nicht der fehlende Wille, sondern dass die Menschen es real nicht stemmen können oder Besorgnis haben, wenn sie in einem bestimmten Alter sind, und sagen: Na ja, nachher klappt es nicht mehr mit dem Mieter, und dann ist es da. Ich komme zu einem zweiten Punkt: Die Frage war hier: Was ist wichtiger, Mieter oder Eigentümer? – Ich halte diese Fragestellung für sehr problematisch und nicht für in Ordnung. (Thomas Hölck [SPD]: Das hat auch keiner gesagt! – Serpil Midyatli [SPD]: Keiner hat das gesagt!) – Ich kann noch zuhören. – Ich halte sie schon für ein Problem. (Sandra Redmann [SPD]: Wir auch!) (Werner Kalinka) Das Problem ist doch heute, dass wir die Diskussion im Wohnungsbau nicht auf sozialen Wohnungsbau und Wohnberechtigungsschein reduzieren dürfen. (Zuruf FDP: So ist es!) Das ist ein großer Fehler – ein großer Fehler! (Beifall CDU, FDP und SSW) Wir müssen doch einfach zur Kenntnis nehmen, dass die Nebenkosten in beiden Bereichen des Eigentums nicht unterschiedlich sind. Die Nebenkosten sind inzwischen überall gleich. Das war früher einmal ganz anders. Früher war das so, dass jemand in einem Mehrfamilienhaus gesagt hat: Ich halte die Sachen sauber, und dafür kriege ich es ein bisschen günstiger. Heute ist das überhaupt kein Unterschied mehr. Es gibt keine Abstände mehr und so weiter und so fort. Letzter Punkt, weil das Ding schon wieder bimmelt – nein: schon wieder sichtbar ist –: Ich finde es ganz wichtig, dass wir positiv zum Eigentum stehen. Eigentum ist doch nichts Negatives. (Beifall CDU, FDP und SSW)

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