landtag.ltsh.de ↗

Dr. Bernd Buchholz

FDP 18.06.2026 Sitzungen 20/121

Insoweit werden wir uns im Ausschuss über das eine oder andere beugen müssen. Die Grundintention halte ich aber für völlig richtig. Ich denke, da werden wir uns schnell zusammenfinden können. Nun zum Antrag der SPD. Das Problem ist richtig beschrieben worden, Kollege Hölck. Es gibt viele Familien, bei denen die Kinder ausziehen, und dann ist das Einfamilienhaus zu groß. Da könnte man jetzt eine andere Wohnsituation herstellen. Ihre Conclusio, es fehle vor allem an Beratung, teile ich nicht. In Wahrheit geht es darum, dass ein Einfamilienhaus dann nach den Standards umgebaut werden muss, und zwar zu nicht geringen Kosten. Sie brauchen einen separaten Eingang. Brandschutzregelungen müssen beachtet werden. Sie brauchen eine eigenständige Küche. Sie brauchen eine eigenständige Badversorgung. Bauen Sie heute einmal ein Einfamilienhaus um. Wie lange muss man dann vermieten, um die Umbaukosten wieder reinzuholen? Dann entscheiden sich viele lieber für etwas Kleineres. So ging es mir auch, als meine Kinder ausgezogen sind. Dann stellt man fest, dass man sich für sehr viel Geld insgesamt deutlich verschlechtern kann. Das ist nicht unbedingt eine positive Option. Wenn man dann im bisherigen Einfamilienhaus eine Einliegerwohnung integriert und dann einen Mietvertrag mit jemandem schließt, der sich nach einem halben Jahr als schwieriger Mitbewohner entpuppt, dann wird man den nach dem deutschen Mietrecht nie wieder los. (Zuruf CDU: Doch!) Ich sage Ihnen voraus: Wenn Sie ermöglichen würden, dass man in eng abgegrenzten Bereichen ohne Angabe von Gründen mit Ankündigung auf Jahresfrist kündigen kann, würde die Mietquote wahnsinnig ansteigen. Dann hätte man auch viel mehr Vermietungen. Das scheuen die Menschen, die sagen: Ich habe schon mit dem Nachbarn in der anderen Doppelhaushälfte Ärger. Wenn ich eine Einliegerwohnung nur über den Weg des Eigenbedarfs kündigen kann, dann mache ich das nicht. Die Probleme sind also leider vielfältiger, als Sie diese beschreiben. Ich wäre bereit, im Ausschuss mit Ihnen darüber zu diskutieren. (Wortmeldung Lukas Kilian [CDU]) – Ich bin aber nicht bereit, jetzt noch mit dem Kollegen Kilian zu diskutieren, weil er immer sachfremde Fragen stellt und Nebelkerzen wirft, die uns nicht weiterbringen. Deshalb will ich jetzt keine Fragen beantworten, sondern ich freue mich auf die Beratungen im Ausschuss. (Beifall FDP)

Alle Reden von Dr. Bernd Buchholz Protokoll ↗