Jette Waldinger-Thiering
Die Standpunkte sind klar und eindeutig. Ich möchte einmal an alle Kolleginnen und Kollegen, die in dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Friesenhof-Skandal waren, daran erinnern, was es mit Kindern macht, wenn sie nicht jeden Tag in die Institution Schule kommen können. Wenn sie nicht lernen, dass es andere normale Verhältnisse gibt als das in einer Institution, wo sie in Teilen manchmal oder ganz häufig vergessen werden. Ich glaube, das ist mein Gesetzentwurf. Ich weiß, ich kann mir das schon ausrechnen, wie die Koalition damit umgehen wird, auch wenn wir das vielleicht im Ausschuss beraten werden. Aber ich bin trotzdem auf der Seite der Kinder, die hier bei uns in Schleswig-Holstein leben. Die müssen alle in die Schule gehen und nicht nur grundsätzlich. Wenn Schulen die Aufnahme der Kinder ablehnen, bedeutet das, dass Schulen in gewissen Teilen – das hat Martin Habersaat auch gesagt – so überlastet sind, dass sie vielleicht nicht gerade noch ein Kind mit großen Herausforderungen nehmen können. Deshalb muss man sicherlich in der Schulentwicklungsplanung und bei dieser neuen Überprüfung des sozialen Deckels einfach mal gucken: Wo haben wir diese Kleinstheime, wo die Kinder in den umliegenden Schulen zur Schule gehen können? Insofern: Mein Herz schlägt für alle Kinder und damit sie in die Schule kommen können, um ein selbstständiges Leben führen zu können. (Beifall SSW, SPD und FDP)
